Bockshornklee - Trigonella foenum-graecum

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Historische, traditionelle und unveränderte Wildform. Samenfest & offen bestäubt - 100 % frei von Hybrid-Züchtungen, Gentechnik & synthetischem Dünger. Ökologisch vermehrt - in ursprünglicher Form bewahrt.

Abholung bei Benjis Seeds möglich.

Bohnensamen2

Erntejahr:

2024

Keimfähigkeit:

3 Jahre (artspezifisch)
Ausführliche Hinweise zur Keimfähigkeit

Beschreibung

Anbau & Eigenschaften

Bockshornklee – alte aromatische, vielseitige Würz‑ und Heilpflanze mit schneller Kulturzeit.

Einjährige, wärmeliebende Hülsenfrucht mit feinen, aromatischen Blättern und würzigen Samen, die in vielen Küchen der Welt geschätzt werden. Die Pflanzen wachsen aufrecht‑buschig, 30–60 cm hoch, sind standfest und ideal für sonnige, warme Standorte. Sie gedeihen zuverlässig im Freiland, Hochbeet und Topf, mit geringem Wasserbedarf und hoher Robustheit. Die Sorte ist pflegeleicht, trockenheitsverträglich und samenfest – perfekt für Selbstversorgung, Mischkultur und den ökologischen Anbau.

 

   Herkunft & Geschichte

Bockshornklee (Trigonella foenum‑graecum) gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit und wurde bereits im Alten Ägypten, in Mesopotamien und im antiken Griechenland genutzt. In historischen Quellen wird er als Heil‑, Gewürz‑ und Futterpflanze beschrieben und war ein fester Bestandteil mediterraner und nahöstlicher Landwirtschaft. Seine Samen wurden in römischen Militärlagern gefunden, und im Mittelalter galt er in Klostergärten als wichtige Heilpflanze. Botanisch zählt Bockshornklee zur Familie der Fabaceae, Unterfamilie Faboideae, Gattung Trigonella.

Die Pflanze wurde über Jahrtausende in Indien, Nordafrika und Südeuropa kultiviert und an unterschiedliche Klimazonen angepasst. In der traditionellen Küche Indiens, Äthiopiens und des Nahen Ostens sind sowohl Blätter als auch Samen bis heute unverzichtbar. Neben ihrer Rolle als Gewürz werden die jungen Blätter als zartes Blattgemüse genutzt, während Keimsprossen und Microgreens frische, leicht nussige Aromen in Salate und warme Gerichte bringen. Die gerösteten Samen dienen als Grundlage aromatischer Gewürzmischungen wie Currypulver, Berbere oder Panch Phoron. In der traditionellen Heilkunde werden Samen und Blätter für Tees, Tinkturen und Umschläge eingesetzt, etwa zur Unterstützung der Verdauung oder zur äußeren Anwendung. Auch in der Tierhaltung spielte Bockshornklee historisch eine Rolle, da die Pflanze als eiweißreiches Futterkraut geschätzt wurde.

Traditionell wurde Bockshornklee in kleinbäuerlichen Gärten angebaut, wo er wegen seiner kurzen Kulturzeit, seiner Trockenheitsverträglichkeit und seines intensiven Aromas geschätzt wurde. Die Pflanze galt als sichere Wahl in heißen Sommern und wurde häufig in Mischkultur mit Gemüse, Kräutern und Getreide gesetzt. Seine Fähigkeit, auch in mageren Böden zuverlässig zu wachsen, machte ihn zu einer beliebten Pflanze für Selbstversorger und traditionelle Landwirtschaft. Bis heute wird er wegen seiner vielseitigen Verwendung, seiner unkomplizierten Kultur und seiner Ertragstreue geschätzt.

 

   Aussehen & Merkmale

Bockshornklee ist einjährig, krautig und bildet aufrechte, leicht buschige Pflanzen mit frischgrünem, dreizähligem Laub. Die zarten, cremeweißen Blüten erscheinen ab Frühsommer. Nach der Blüte entwickeln sich schlanke, strohgelbe Hülsen mit zahlreichen, hartschaligen, aromatischen Samen. Das Wurzelsystem ist pfahlförmig und wurzelt mitteltief. Die Pflanze reagiert empfindlich auf Staunässe, gedeiht jedoch hervorragend in lockeren, sandig‑humosen Böden. Einjährig kultivierbar, nicht Winterhart.

Pflanzendetails:

  • Wuchshöhe: Klein bis mittel, 30–60 cm

  • Form: Aufrecht, buschig, krautig

  • Blätter: Frischgrün, dreizählig

  • Blüten: Weiß bis cremefarben

  • Hülsen: Schlank, strohgelb, mit zahlreichen aromatischen Samen

  • Geschmack: Würzig, leicht bitter‑süß, warm und aromatisch

 

 Verwendung & Anbau-Highlights

Bockshornklee eignet sich hervorragend zum Würzen, für Currys, Masalas, Brot, Gemüsegerichte, Tees, Sprossen und Microgreens. Die Blätter können roh, gedünstet oder gekocht verwendet werden; die Samen werden geröstet, gemahlen oder als Tee aufgegossen. Sein warm‑würziges Aroma macht ihn vielseitig einsetzbar – von indischer Küche über orientalische Gerichte bis hin zu modernen Gemüse‑ und Kräuterrezepten. Junge Blätter harmonieren gut mit Spinat, Koriander, Kreuzkümmel und Knoblauch; geröstete Samen verfeinern Brote, Dips, Gewürzmischungen und Eintöpfe. Keimsprossen eignen sich für Salate, Bowls und leichte Sommergerichte, während getrocknete Samen für Gewürzmischungen, Tees und traditionelle Heilrezepte genutzt werden können. Darüber hinaus bereichern die aromatischen Samen äthiopische und arabische Gewürzpasten, während die Blätter in der ayurvedischen Küche als mildes Blattgemüse verwendet werden. In der modernen Pflanzenküche finden sie Einsatz in veganen Käsealternativen, Kräuterbutter und fermentierten Würzpasten. Die Samen lassen sich zudem in Essig oder Öl einlegen und dienen als aromatische Grundlage für Dressings und Marinaden; in der traditionellen Hausapotheke werden sie für beruhigende Umschläge, stärkende Tonika und wohltuende Kräuterbäder genutzt.

Bockshornklee zeigt sich im Anbau äußerst zuverlässig: Er bevorzugt sonnige, warme Standorte, gedeiht auch in trockenen Sommern und bleibt dank seines kompakten Wuchses standfest – ideal für kleine Gärten, Hochbeete und Töpfe. Gleichmäßige Feuchtigkeit fördert die Keimung, später kommt die Pflanze gut mit Trockenheit zurecht, während Staunässe vermieden werden sollte. Sie ist pflegeleicht, krankheitsarm und wächst selbst in mageren Böden zuverlässig. Als Leguminose verbessert sie durch Stickstoffbindung die Bodenfruchtbarkeit. Zusätzlich entwickelt Bockshornklee früh einen dichten Bestand, der Beikräuter unterdrückt, profitiert von weiten Pflanzabständen für gute Durchlüftung und bleibt dank seiner Pfahlwurzel auch in längeren Trockenphasen vital. Die Kultur lässt sich flexibel in Fruchtfolgen integrieren, eignet sich gut für leichte oder sandige Böden und liefert selbst in kleinen Gefäßen stabile Erträge. Seine kurze Vegetationszeit ermöglicht zudem eine sichere Ernte in Regionen mit kürzerem Sommer.

Im Vergleich zu anderen Würz‑ und Blattpflanzen überzeugt Bockshornklee durch sein intensives Aroma, seine vielseitige Verwendung und seine hohe Ertragssicherheit – ideal für Selbstversorger, Kräutergärten, Mischkultur und den ökologischen Anbau.

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Ursprung & Anbau im Überblick

Erste Erwähnung:

4. Jahrhundert v. Chr.

Herkunft:

Östlicher Mittelmeerraum, Westasien und Industal

Züchter:

Wildform – unverändert in Kultur genommen

Vermehrungsort:

Hessen - Deutschland

Geeignet für:

Freiland, Frühbeet, Gewächshaus, Folientunnel, Hochbeet, Balkon / Topf, Urban Gardening

Pflegeaufwand:

Gering - pflegeleicht, ideal für Einsteiger.

Überwinterung:

Nicht winterhart - einjährig kultivierbar im Freiland.

Besondere Eigenschaften:

Schnellwachsend, Schnell nutzbar, Hoher Ertrag / ertragreich, Pflegeleicht, Robust / widerstandsfähig, Lichtliebend / sonnig, Hitzeverträglich, Trockenheitsverträglich
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Anbau-Anleitung für

Bockshornklee

Anbauschwierigkeit:

Leicht
• Im subtropischen Klima von März bis September sonnig aussäen - Vorkultur nicht empfehlenswert.
• In gemäßigten Regionen Direktsaat von April bis Juni nach dem Frost in voller Sonne – Vorkultur nicht empfehlenswert.
• Aussaat in durchlässigen, humusreichen und mäßig nährstoffreichen Lehmboden – 1–2 cm. Pflanzabstand: 10 × 30 cm.
• Für Baby-Leaf dicht säen mit Reihenabstand 10-15 cm.

Anbau Tipps:

• Direktsaat ist empfehlenswert - Jungpflanzen wachsen schnell und kräftig.
• Frühzeitig ausdünnen, damit die Pflanzen genügend Platz haben.
• Bei Temperaturen unter 15 °C verlangsamt sich das Pflanzenwachstum deutlich – Kältestress kann die Entwicklung hemmen.
• Gute Luftzirkulation schützt vor Blattläusen und Pilzkrankheiten.
• Ideal für Präriebeete und Trockengärten mit mediterranen Kräutern kombinierbar.

Lagerhinweise:

Saatgut kühl, trocken, dunkel und luftdicht lagern für maximale Haltbarkeit und Keimfähigkeit.
Ausführliche Hinweise zur Lagerung von Saatgut
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Pflanzen-Steckbrief

Pflanzendetails

Botanischer Name:

Trigonella foenum‑graecum L.

Pflanzenfamilie:

Fabaceae

Pflanzentyp:

Heil‑ und Gewürzpflanze

Wuchsform:

Aufrecht wachsend, Krautig, Buschig

Pflanzenbreite ca.:

25 cm

Pflanzenhöhe ca.:

60 cm

Wurzeltyp:

Mittelwurzler, Pfahlwurzler

Winterhart bis:

0 °C - kurzfristig tolerierbar, aber nicht winterhart.

Kulturdauer:

3-5 Monate

Lebenszyklus:

Einjährig

Vermehrungsform:

Generative Vermehrung über Samen, Selbstaussaat

Vermehrung:

• Diese Sorte ist überwiegend selbstbefruchtend und gehört zur Art Trigonella foenum‑graecum.
• Zur Saatgutgewinnung genügt ein Abstand von 5–10 m zu anderen Sorten derselben Art – Kreuzungen sind selten, aber möglich.
• Die Pflanze ist einjährig – nach der Blüte bildet sie kleine, verzweigte Blütenstände mit gut ausreifenden Samen in trockenen Hülsen.
• Die Samen sind erntereif, sobald die Hülsen vollständig eingetrocknet und strohig‑brüchig geworden sind.

Aussaat & Pflanzung

Keimtyp:

Dunkelkeimer, Normalkeimer

Saattiefe:

1-2 cm

Keimtemperatur:

18-25 °C

Keimdauer:

3-5 Tage

Topfkultur:

Möglich ab 3 Liter Topfvolumen.

Reihenabstand Baby-Leaf:

10-15 cm

Pflanzenabstand:

10 cm

Reihenabstand:

30 cm

Pikieren / Vereinzeln:

Kein Vereinzeln nötig - Direktsaat empfohlen.

Pflanzzeitpunkt:

Pflanzung nicht erforderlich – Direktsaat ist empfehlenswert.

Boden

Bodenart:

Durchlässiger, humusreicher sandiger Lehmboden

pH-Wert des Bodens:

6,0-7,5 - schwach sauer bis alkalisch

Nährstoffbedarf:

Mittel- bis Starkzehrer

Bodenfeuchte:

Mäßig feucht, Wechselnd feucht, Anpassungsfähig, Staunässeempfindlich

Boden Vorbereitung:

Vor Aussaat lockern, Unkrautfrei und krümelig vorbereiten, Nährstoffarme Erde empfohlen, Mulchschicht zur Feuchtigkeitsregulierung

Mischkultur, Fruchtfolge & Ernte

Mischkultur Partner:

Zwiebelgewächse, Spinat, Salat, Koriander, Dill, Basilikum, Kümmel, Kreuzkümmel, Thymian, Oregano

Schlechte Nachbarn:

Minze, Andere Leguminosen, Stark zehrende Gemüsearten, Feuchtigkeitsliebende Pflanzen

Fruchtfolge-Hinweise:

• Nicht nach anderen Leguminosen pflanzen – mindestens 4 Jahre Abstand empfohlen.
• Mehrjähriger Anbau am selben Standort erhöht den Krankheitsdruck, fördert Fusarium und Ascochyta und mindert den Ertrag.
• Gute Vorfrucht: Zwiebelgewächse, Wurzelgemüse, Gründüngung – Fruchtwechsel fördert Bodengesundheit.

Erntezeit:

Frühling, Sommer

Aussaat bis zur Ernte:

2-4 Monate

Ernteteile:

Blätter, Junge Triebe , Reife Samen

Verzehrgeeignet:

Ja - roh oder gegart essbar.

Verwendungszweck:

Würzen / Aromageber, Salate, Dünsten, Kochen, Braten, Backen, Tee, Trocknen / Dörren, Bestäuberpflanze, Naturgarten, Tinkturen, Salben

Pflege & Kulturmaßnahmen

Wasserbedarf:

Mittel

Pflegemaßnahmen:

Bei Direktsaat ausdünnen nach der Keimung, Gelegentlich gießen, Lockern & hacken, Unkrautfrei halten

Pflanzenschutz:

Luftiger Standort und gute Drainage empfohlen, Mulchen empfohlen

Kulturhinweise:

Bewährt und problemlos im Anbau. In der frühen Entwicklungsphase Schneckenanfällig. Später sind die robusteren Blätter weniger gefährdet. Empfindlich gegenüber Staunässe – gut drainierten Boden verwenden.

Weitere Namen

EN - Englische Namen:

• Fenugreek • Greek hay

DE - Deutsche Namen:

• Bockshornklee • Kuhhornklee • Griechisches Heu

PT - Portugiesische Namen:

• Feno-grego • Alforva

ES - Spanische Namen:

• Fenogreco • Heno griego • Alholva

FR - Französische Namen:

• Fenugrec • Foin grec • Trigonelle

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