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Historische, traditionelle und unveränderte Wildform. Samenfest & offen bestäubt - 100 % frei von Hybrid-Züchtungen, Gentechnik & synthetischem Dünger. Ökologisch vermehrt - in ursprünglicher Form bewahrt.

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Bohnensamen2

Erntejahr:

2024

Keimfähigkeit:

3 Jahre (artspezifisch)
Ausführliche Hinweise zur Keimfähigkeit

Beschreibung

Anbau & Eigenschaften

Tipps & Bewertungen

Echter Alant traditionelle Heil‑ und Aromastaude mit warm‑würzigem Duft und imposanter Erscheinung.

Mehrjährig mit bis zu 2 m hohen, aufrechten Stängeln und großen, goldgelben Blüten. Die kräftige, aromatische Wurzel enthält ätherische Öle, Bitterstoffe und Inulin und wird seit Jahrhunderten für Tees, Tinkturen und Kräuteransätze genutzt. Die Staude ist robust, langlebig, horstbildend und winterhart. Eignet sich hervorragend für Naturgärten, Bauerngärten und als imposante Strukturpflanze. Optimal für Kräuteranwendungen, Räuchermischungen, Liköre, Sirupe und die traditionelle Hausapotheke.

 

   Herkunft & Geschichte

Echter Alant zählt zu den ältesten überlieferten Heil‑ und Aromapflanzen Europas und Westasiens. Sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet umfasst feuchte Wiesen, lichte Wälder und Auen in gemäßigten Regionen. Die traditionelle Pflanze wird im 1. Jahrhundert n. Chr. im De Materia Medica des Dioskurides erwähnt, der die Wurzel als wärmendes, aromatisches Mittel gegen Husten und Verdauungsbeschwerden beschreibt. Auch Plinius der Ältere erwähnte diese Nutzung in seiner Naturalis historia und hebt zusätzlich den charakteristischen Duft der Wurzel hervor. Die Art gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae), Unterfamilie Asteroideae, und zur Gattung Inula.

Im frühen Mittelalter blieb Echter Alant eine geschätzte Kulturpflanze. Im Capitulare de villis (um 812 n. Chr.) wird er als wichtige Heil‑ und Nutzpflanze für Kloster‑ und Gutsgärten genannt. Hildegard von Bingen beschreibt ihn im 12. Jahrhundert als stärkendes, wärmendes Kraut. In den Kräuterbüchern der Renaissance, darunter im „New Kreüterbuch“ von Leonhart Fuchs (1543) und später bei Tabernaemontanus, erscheint Echter Alant als vielseitige Heilwurzel und aromatische Zutat für Süßspeisen, Weine und Heiltränke.

Über Jahrhunderte wurde Alant in Hustensäften, Kräuterweinen, Bitterlikören, Räuchermischungen und stärkenden Elixieren verwendet. Die Wurzel galt in der Volksheilkunde als wärmend, schleimlösend, verdauungsfördernd und kräftigend. Regional wurde sie kandiert oder in Sirup eingelegt. Auch in der Räucherkultur spielte sie eine Rolle, da die getrocknete Wurzel einen warmen, balsamischen Duft verströmt. Mit der naturnahen Gartenkultur des 19. und 20. Jahrhunderts gewann Alant erneut an Bedeutung und gilt heute als traditionsreiche, robuste Heilpflanze, die Biodiversität fördert und in Natur‑ und Bauerngärten als langlebige Strukturstaude geschätzt wird.

 

   Aussehen & Merkmale

Die Pflanze ist mehrjährig, horstbildend und wächst mit kräftigen, aufrechten Stängeln. Die großen, breit‑lanzettlichen Blätter können 30–60 cm erreichen und verleihen der Staude ein imposantes Erscheinungsbild. Im Hochsommer erscheinen leuchtend gelbe, strahlenförmige Blüten, die zahlreiche Bestäuber anziehen. Alant bildet eine starke, tiefreichende Pfahlwurzel mit aromatischem Wurzelstock und ist vollständig winterhart bis etwa –25 °C.

Pflanzendetails:

  • Wuchshöhe: Hoch, 100–200 cm

  • Form: Aufrecht wachsend, krautig, horstbildend

  • Blätter: Groß, lanzettlich, 30–60 cm

  • Blüten: Goldgelb, 5–8 cm, strahlenförmig

  • Geschmack: Warm‑würzig, aromatisch, leicht bitter


 Verwendung & Anbau-Highlights

Echter Alant eignet sich hervorragend für Tees, Tinkturen, Kräuterweine, Sirupe, Räuchermischungen und aromatische Ansätze. Die Wurzel ist besonders aromatisch und wird traditionell für Hustentees, Bitterliköre und Kräuterelixiere genutzt, während getrocknete Stücke ein warmes, würzig‑harziges Aroma entfalten und sich ideal für Kräuterbäder, Salben, Ölauszüge und Räucherwerk eignen. In der historischen Küche wurde Alantwurzel zu Wurzelpulver vermahlen und für würzige Backwaren, Kräuterbrote und kräftige Kräuterfüllungen verwendet. Darüber hinaus verfeinert sie Kräuteröle, Essige, Digestifs und aromatische Honig‑ oder Oxymelansätze und eignet sich für Kräuterbitter, Magenliköre und traditionelle Kräuterweine. Die dekorativen Blüten können getrocknet, gebunden oder als Schmuckzutat in Kräutersträußen genutzt werden. Die Wurzel fand zudem Verwendung in Gruit‑Mischungen für historische Kräuterbiere und Metansätze und diente als natürlicher Färberohstoff für gelbliche bis bräunliche Töne.

Im Garten überzeugt Echter Alant durch Robustheit, Langlebigkeit und seine imposante Erscheinung. Er gedeiht zuverlässig in Beeten, Natur‑ und Bauerngärten sowie an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Die tiefreichende Pfahlwurzel sorgt für gute Trockenheitsverträglichkeit, während die großen Blüten wertvolle Nahrung für Wildbienen und Schwebfliegen bieten. Die pflegeleichte, schnittverträgliche Staude stabilisiert mit ihrer kräftigen Wurzelstruktur den Boden und wirkt als Solitär oder Hintergrundstaude besonders eindrucksvoll. Echter Alant ist zudem winterhart, wenig krankheitsanfällig und entwickelt früh Struktur im Beet, während die spätsommerliche Blüte Farbe in die zweite Saisonhälfte bringt. Durch seine Höhe eignet er sich gut zur Gestaltung von Sichtachsen und als natürlicher Hintergrund. Er liefert kräftige Schnittblumen, spendet Bodenschatten, ist windfest und trägt durch seine tiefe Verwurzelung zur Bodenlockerung bei. Auch in extensiven Pflanzungen und Kräutergärten zeigt er sich als standfeste, ökologisch wertvolle Staude.

Im Vergleich zu vielen anderen Heilstauden ist Echter Alant besonders großwüchsig, aromatisch und vielseitig nutzbar – ideal für alle, die eine traditionsreiche, dekorative und ökologisch wertvolle Heilpflanze suchen.

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Ursprung & Anbau im Überblick

Erste Erwähnung:

1. Jahrhundert n. Chr.

Herkunft:

West- und Zentralasien

Züchter:

Wildform – unverändert in Kultur genommen

Vermehrungsort:

Niedersachsen - Deutschland

Geeignet für:

Freiland, Folientunnel

Pflegeaufwand:

Gering - pflegeleicht, ideal für Einsteiger.

Überwinterung:

Winterhart - mehrjährig kultivierbar im Freiland.

Besondere Eigenschaften:

Mehrjährig, Hoher Ertrag / ertragreich, Robust / widerstandsfähig, Pflegeleicht, Lichtliebend / sonnig, Schattenverträglich / halbschattig, Trockenheitsverträglich, Frosthart / winterhart
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Anbau-Anleitung für

Echter Alant

Anbauschwierigkeit:

Leicht
• Im subtropischen Klima von März bis September sonnig bis halbschattig aussäen – Vorkultur ab Januar möglich.
• In gemäßigten Regionen Direktsaat von April bis Juni nach dem Frost in sonnigen bis halbschattigen Lagen – Vorkultur ab März sinnvoll.
• Aussaat in tiefgründigen, durchlässigen, humusreichen und nährstoffreichen Lehmboden. Lichtkeimer – nicht mit Erde bedecken. Pflanzabstand: 80 × 100 cm.

Anbau Tipps:

• Frühzeitig ausdünnen, damit die Pflanzen genügend Platz haben.
• Ein Rückschnitt bei Knospenansatz oder Vergilbung regt den Neuaustrieb an.
• Keine frische organische Düngung verwenden, da dies zu verzweigten und deformierten Wurzeln führen kann.
• Pflanzenkohle und Urgesteinsmehl verbessern die Bodenstruktur und steigern die Speicherfähigkeit für Nährstoffe und Wasser.

Lagerhinweise:

Saatgut kühl, trocken, dunkel und luftdicht lagern für maximale Haltbarkeit und Keimfähigkeit.
Ausführliche Hinweise zur Lagerung von Saatgut
Plant_Profile_-_Pflanzen_Steckbrief_-_Ficha_da_planta_-_www

Pflanzen-Steckbrief

Pflanzendetails

Botanischer Name:

Inula helenium L.

Pflanzenfamilie:

Asteraceae

Pflanzentyp:

Heil‑ und Gewürzpflanze

Lebenszyklus:

Mehrjährig, ausdauernd (5–7 Jahre)

Kulturdauer:

2–3 Jahre

Wuchsform:

Aufrecht wachsend, Krautig, Horstbildend

Pflanzenbreite ca.:

90 cm

Pflanzenhöhe ca.:

200 cm

Wurzeltyp:

Tiefwurzler, Pfahlwurzler

Winterhart bis:

-25 °C

Kulturelle Bedeutung:

Historisch, Traditionell

Nutzungseignung:

Frühkultur, Sommerkultur, Hauptsaison, Selbstversorgung, Biodiversität, Sortenerhaltung, Bildungsprojekte / Schulgarten, Verarbeitung, Dekopflanze

Vermehrungsform:

Generative Vermehrung über Samen, Rhizombildend, Teilung möglich, Selbstaussaat

Vermehrung:

• Diese Sorte ist fremdbefruchtend durch Insektenbestäubung und gehört zur Gattung Inula.
• Zur Saatgutgewinnung empfiehlt sich ein Mindestabstand von 800–1000 m zu anderen Sorten derselben Art, da Kreuzungen leicht möglich sind.
• Die Pflanze ist mehrjährig – nach der Blüte bildet sie zahlreiche, kleine, gut ausreifende Samen in trockenen Sammelachänen.
• Die Samen sind erntereif, sobald die Fruchtstände vollständig eingetrocknet und leicht brüchig geworden sind.

Aussaat & Pflanzung

Keimtyp:

Lichtkeimer, Normalkeimer

Saattiefe:

0 cm

Keimtemperatur:

18-22 °C

Keimdauer:

14-28 Tage

Topfkultur:

Nicht empfohlen - besser im Beet kultivieren.

Reihenabstand Baby-Leaf:

Nicht für Baby-Leaf geeignet.

Pflanzenabstand:

80 cm

Reihenabstand:

100 cm

Pikieren / Vereinzeln:

3-4 Wochen, nach Bildung der ersten echten Blattpaare vereinzeln.

Pflanzzeitpunkt:

Vorgezogene Jungpflanzen können ca. 4 Wochen nach dem Pikieren ins Freiland gesetzt werden. Nur bei stabil warmem Wetter pflanzen – idealerweise nach den letzten Frösten, bei milden Tag- und Nachttemperaturen.

Boden

Bodenart:

Tiefgründiger und durchlässiger, humusreicher Lehmboden

pH-Wert des Bodens:

6,0-7,5 - schwach sauer bis alkalisch

Nährstoffbedarf:

Mittel- bis Starkzehrer

Bodenfeuchte:

Mäßig feucht, Anpassungsfähig, Staunässeempfindlich

Boden Vorbereitung:

Vor Aussaat tiefgründig lockern, Kompostgabe vor Pflanzung, Unkrautfrei und krümelig vorbereiten

Mischkultur, Fruchtfolge & Ernte

Mischkultur Partner:

Schafgarbe, Zitronenmelisse, Liebstöckel, Engelwurz, Mädesüß, Eisenkraut, Rainfarn

Schlechte Nachbarn:

Minze, Topinambur, Beinwell, Wermut, Beifuß, Brennnesseln, Brombeeren

Fruchtfolge-Hinweise:

• Mehrjährig – bleibt mehrere Jahre am Standort.
• Nicht nach anderen Korbblütlern pflanzen – mindestens 3 Jahre Abstand empfohlen.
• Nicht direkt nach stark zehrenden Kulturen – Boden vorher regenerieren.
• Wechsel mit Schwachzehrern empfohlen – Bodenmüdigkeit vermeiden.

Erntezeit:

Frühling, Sommer, Herbst

Aussaat bis zur Ernte:

8-12 Monate

Ernteteile:

Blätter, Blüten, Wurzeln

Verzehrgeeignet:

Ja – hauptsächlich für Tee und heilkundliche Anwendungen.

Verwendungszweck:

Würzen / Aromageber, Tee, Trocknen / Dörren, Konservieren, Bestäuberpflanze, Wildstaude, Begleitstaude, Naturgarten, Salben, Tinkturen, Ätherische Öle, Dekoration

Pflege & Kulturmaßnahmen

Wasserbedarf:

Mittel

Pflegemaßnahmen:

Bei Direktsaat ausdünnen nach der Keimung, Gelegentlich gießen - auch in Trockenperioden, Lockern & hacken, Düngen, Unkrautfrei halten, Auslichten

Pflanzenschutz:

Luftiger Standort und gute Drainage empfohlen, Mulchen empfohlen

Kulturhinweise:

Bewährt und problemlos im Anbau. In der frühen Entwicklungsphase Schneckenanfällig. Später sind die robusteren Blätter weniger gefährdet. Empfindlich gegenüber Staunässe – gut drainierten Boden verwenden.

Weitere Namen

EN - Englische Namen:

• Elecampane • Horse‑heal • Elf‑dock

DE - Deutsche Namen:

• Echter Alant • Helenenkraut • Odinskopf • Altkraut • Darmkraut

PT - Portugiesische Namen:

• Alanto

ES - Spanische Namen:

• Inula • Helenio

FR - Französische Namen:

• Inule officinale • Aunée
Practical_Planting_and_Care_Tips_-_Praktische_Aussaat-_und_Pflegetipps_-_Dicas_praticas_de_sementeira_e_cuidados_-_www

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