Echter Eibisch - Althaea officinalis

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Historische, traditionelle und unveränderte Wildform. Samenfest & offen bestäubt - 100 % frei von Hybrid-Züchtungen, Gentechnik & synthetischem Dünger. Ökologisch vermehrt - in ursprünglicher Form bewahrt.

Abholung bei Benjis Seeds möglich.

Bohnensamen2

Erntejahr:

2024

Keimfähigkeit:

3 Jahre (artspezifisch)
Ausführliche Hinweise zur Keimfähigkeit

Beschreibung

Anbau & Eigenschaften

Tipps & Bewertungen

Echter Eibisch traditionelle Heil‑ und Wildstaude mit mildem, schleimstoffreichem Aroma und hoher Vitalität im Garten.

Mehrjährig mit zarten, milden Blättern und besonders schleimstoffreicher Wurzel, geschätzt für ihre reizlindernden, beruhigenden und pflegenden Eigenschaften. Wächst robust, horstbildend und gedeiht in Sonne bis Halbschatten. Bildet eine kräftige Pfahlwurzel und treibt zuverlässig jedes Jahr neu aus. Optimal für Tees, Auszüge, Salben, Tinkturen, Naturgärten und ökologische Selbstversorgung.

 

   Herkunft & Geschichte

Der Echte Eibisch (Althaea officinalis) ist eine seit der Antike genutzte Heil‑ und Nutzpflanze Europas, Westasiens und Nordafrikas. Sein Verbreitungsgebiet umfasst feuchte Wiesen, Uferbereiche, Marschlandschaften und nährstoffreiche Auen gemäßigter Klimazonen. Schon in der griechischen und römischen Heilkunde galt er als beruhigendes, reizlinderndes Kraut, dessen Wurzeln und Blätter bei Husten, Entzündungen und Hautreizungen eingesetzt wurden. Botanisch gehört er zur Familie der Malvengewächse (Malvaceae), Unterfamilie Malvoideae, und zur Gattung Althaea.

Die erste bekannte Erwähnung findet sich um 460–370 v. Chr. in den hippokratischen Schriften, gefolgt von Dioskurides im 1. Jh. n. Chr., der Eibisch als eines der wichtigsten schleimstoffreichen Heilkräuter beschreibt. Plinius der Ältere (79 n. Chr.) nennt ihn als wohltuende Pflanze für Speisen und Heilzubereitungen. Im Mittelalter war Eibisch in nahezu allen Klostergärten verbreitet; Hildegard von Bingen (12. Jh.) lobt seine kühlenden, lindernden Eigenschaften. In der Renaissance wird er im „New Kreüterbuch“ von Leonhart Fuchs (1543) als vielseitige Heilpflanze mit breitem Anwendungsspektrum erwähnt.

Eine besondere kulturgeschichtliche Rolle spielte der Eibisch durch seine Verwendung in frühen Süßspeisen: Bereits in der Spätantike und später im arabischen Raum wurden aus dem schleimstoffreichen Wurzelextrakt süße, schaumige Heilkonfekte hergestellt, die Hals und Atemwege beruhigen sollten. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich daraus in Frankreich die erste Form des modernen „Marshmallow“ – eine weiche Süßigkeit, die ursprünglich tatsächlich aus dem eingedickten Saft der Eibischwurzel hergestellt wurde, bevor sie später durch Gelatine und Zucker ersetzt wurde. Damit gehört Eibisch zu den wenigen Heilpflanzen, die sowohl medizinische als auch kulinarische Geschichte geschrieben haben.

Über Jahrhunderte blieb Echter Eibisch ein zentrales Heilkraut der Volksmedizin. Die Wurzel diente als Grundlage für Hustensäfte, Schleimzubereitungen und beruhigende Kaltauszüge, während Blätter und Blüten für Tees und pflegende Anwendungen genutzt wurden. Mit der Rückbesinnung auf naturnahe Gartenkultur im 20. Jahrhundert erlebte Echter Eibisch eine Renaissance als robuste, pflegeleichte und ökologisch wertvolle Wildstaude. Heute gilt er als unverzichtbare Heilpflanze für Naturgärten, Kräuterbeete und Selbstversorger – geschätzt für seine Vielseitigkeit, Vitalität und seine lange Tradition in der Pflanzenheilkunde.

 

   Aussehen & Merkmale

Die Pflanze ist mehrjährig, horstbildend und wächst mit aufrechten, weich behaarten Stängeln und samtigen, graugrünen Blättern. Im Sommer erscheinen zahlreiche zartrosa Blüten, die reichlich Bestäuber anziehen. Eibisch bildet eine kräftige, tiefreichende Pfahlwurzel und ist winterhart bis etwa –25 °C.

Pflanzendetails:

  • Wuchshöhe: Mittel bis hoch, 120–150 cm

  • Form: Aufrecht wachsend, krautig, horstbildend

  • Blätter: Samtig, graugrün, rundlich‑gelappt

  • Blüten: Zartrosa, malvenartig, in lockeren Trauben

  • Geschmack: Mild, weich, leicht süßlich, schleimstoffreich


 Verwendung & Anbau-Highlights

Echter Eibisch eignet sich hervorragend für Tees, Kaltauszüge, Hustensirupe, Kräuterbäder, Salben, Tinkturen und milde Kräuterzubereitungen. Die Blätter können frisch oder getrocknet für Teemischungen, Kräuteröle und beruhigende Anwendungen genutzt werden, während die Wurzel traditionell für reizlindernde Auszüge, Pasten und Hustensäfte verwendet wird. Die Blüten dienen als dekorative, essbare Zutat und verfeinern Tees, Kräutermischungen und Naturkosmetik. Getrocknete Pflanzenteile behalten ihre Qualität lange und eignen sich ideal für Vorratshaltung und Kräuteranwendungen. Darüber hinaus lässt sich Echter Eibisch für Hautpflegezubereitungen, beruhigende Kompresse, Gurgellösungen und pflanzliche Sirupe nutzen, die Schleimhäute schützen und Reizungen mildern. Die Wurzel eignet sich für pflanzliche Gel‑Ansätze, die traditionell bei trockener oder empfindlicher Haut verwendet werden. In der Küche können junge Blätter als mildes Wildgemüse in Suppen, Kräuterbreien oder sanft gedünsteten Gerichten eingesetzt werden, während die Blüten feine Kräuterlimonaden, Blütenzucker und dekorative Kräuteraufstriche bereichern. Auch in Räucher‑ und Duftmischungen findet Echter Eibisch gelegentlich Verwendung, da die getrockneten Pflanzenteile einen sanft krautigen, warmen Duft entwickeln.

Im Garten überzeugt Echter Eibisch durch Robustheit, Winterhärte und seine Fähigkeit, auch in feuchten Böden zuverlässig zu gedeihen. Die tiefreichende Pfahlwurzel sorgt für eine starke Regeneration und macht ihn zu einer langlebigen, pflegeleichten Staude. Er fördert die Biodiversität, zieht zahlreiche Bestäuber an und harmoniert gut mit anderen Wild‑ und Heilpflanzen. Eibisch eignet sich für Naturgärten, Kräuterbeete, Bauerngärten und feuchte Standorte, wächst aber auch in großen Kübeln zuverlässig. Die Pflanze ist weitgehend krankheitsresistent, kommt mit wechselnden Niederschlagsmengen gut zurecht und stabilisiert durch ihre Wurzelstruktur den Boden. Selbst bei wiederholtem Schnitt bleibt sie vital und wüchsig – ideal für kontinuierliche Erntekonzepte und pflegearme Gartenbereiche. Darüber hinaus zeigt Eibisch eine hohe Toleranz gegenüber zeitweiser Staunässe und gedeiht sowohl in schweren Lehmböden als auch in humosen Sand‑Lehm‑Mischungen. Seine samtigen Blätter und zarten Blüten bringen eine natürliche, weiche Ästhetik in Beete und Uferzonen, während die ruhige Wuchsform Struktur in naturnahe Pflanzungen bringt. Durch den frühen Austrieb im Frühjahr gehört er zu den ersten vitalen Stauden des Jahres, und die lange Blütezeit unterstützt Bestäuber über viele Wochen hinweg. Nach der Etablierung übersteht er auch sommerliche Hitze‑ und Trockenphasen zuverlässig.

Im Vergleich zu vielen anderen Heilpflanzen ist Eibisch besonders vielseitig nutzbar, ökologisch wertvoll und traditionell tief verwurzelt – ideal für alle, die eine robuste, ertragreiche und geschichtlich bedeutende Heil‑ und Wildstaude suchen.

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Ursprung & Anbau im Überblick

Erste Erwähnung:

1. Jahrtausend v. Chr.

Herkunft:

Süd‑ und Osteuropa sowie West‑ und Zentralasien

Züchter:

Wildform – unverändert in Kultur genommen

Vermehrungsort:

Alentejo - Portugal

Geeignet für:

Freiland, Folientunnel

Pflegeaufwand:

Gering - pflegeleicht, ideal für Einsteiger.

Überwinterung:

Winterhart - mehrjährig kultivierbar im Freiland.

Besondere Eigenschaften:

Mehrjährig, Hoher Ertrag / ertragreich, Robust / widerstandsfähig, Pflegeleicht, Lichtliebend / sonnig, Schattenverträglich / halbschattig, Trockenheitsverträglich, Hitzeverträglich
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Anbau-Anleitung für

Echter Eibisch

Anbauschwierigkeit:

Leicht
• Im subtropischen Klima von März bis September sonnig bis halbschattig aussäen – Vorkultur ab Januar möglich.
• In gemäßigten Regionen Direktsaat von April bis Juni nach dem Frost in sonnigen bis halbschattigen Lagen – Vorkultur ab März sinnvoll.
• Aussaat in tiefgründigen, durchlässigen, humusreichen und mäßig nährstoffreichen Lehmboden. Lichtkeimer – nicht mit Erde bedecken. Pflanzabstand: 30 × 40 cm.

Anbau Tipps:

• Direktsaat ist empfehlenswert - Jungpflanzen wachsen schnell und kräftig.
• Regelmäßig gießen - gleichmäßige Feuchtigkeit fördert kräftige Wurzeln und gesundes Wachstum.
• Gute Luftzirkulation schützt vor Blattläusen und Pilzkrankheiten.
• Frühzeitig ausdünnen, damit die Pflanzen genügend Platz haben.
• Ein Rückschnitt bei Knospenansatz oder Vergilbung regt den Neuaustrieb an.
• Pflanzenkohle und Urgesteinsmehl verbessern die Bodenstruktur und steigern die Speicherfähigkeit für Nährstoffe und Wasser.

Lagerhinweise:

Saatgut kühl, trocken, dunkel und luftdicht lagern für maximale Haltbarkeit und Keimfähigkeit.
Ausführliche Hinweise zur Lagerung von Saatgut
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Pflanzen-Steckbrief

Pflanzendetails

Botanischer Name:

Althaea officinalis L.

Pflanzenfamilie:

Malvaceae

Pflanzentyp:

Heil‑ und Gewürzpflanze

Lebenszyklus:

Mehrjährig, ausdauernd (4–6 Jahre)

Kulturdauer:

1-2 Jahre

Wuchsform:

Aufrecht wachsend, Krautig, Horstbildend

Pflanzenbreite ca.:

60 cm

Pflanzenhöhe ca.:

150 cm

Wurzeltyp:

Tiefwurzler, Pfahlwurzler

Winterhart bis:

-25 °C

Kulturelle Bedeutung:

Historisch, Traditionell

Nutzungseignung:

Frühkultur, Spätanbau / Herbsternte, Hauptsaison, Selbstversorgung, Biodiversität, Sortenerhaltung, Bildungsprojekte / Schulgarten, Verarbeitung

Vermehrungsform:

Generative Vermehrung über Samen, Teilung möglich, Selbstaussaat

Vermehrung:

• Diese Sorte ist fremdbefruchtend durch Insektenbestäubung und gehört zur Gattung Althaea.
• Zur Saatgutgewinnung empfiehlt sich ein Mindestabstand von 800–1000 m zu anderen Sorten derselben Art, da Kreuzungen leicht möglich sind.
• Die Pflanze ist mehrjährig – nach der Blüte bildet sie zahlreiche, kleine, gut ausreifende Samen in trockenen Kapselfrüchten.
• Die Samen sind erntereif, sobald die Fruchtstände vollständig eingetrocknet und leicht brüchig geworden sind.

Aussaat & Pflanzung

Keimtyp:

Lichtkeimer, Normalkeimer

Saattiefe:

0-0,5 cm

Keimtemperatur:

15-20 °C

Keimdauer:

10-20 Tage

Topfkultur:

Nicht empfohlen - besser im Beet kultivieren.

Reihenabstand Baby-Leaf:

Nicht für Baby-Leaf geeignet.

Pflanzenabstand:

50 cm

Reihenabstand:

60 cm

Pikieren / Vereinzeln:

Innerhalb von 2-3 Wochen nach Bildung der ersten echten Blattpaare vereinzeln.

Pflanzzeitpunkt:

Vorgezogene Jungpflanzen können ca. 4 Wochen nach dem Pikieren ins Freiland gesetzt werden.

Boden

Bodenart:

Tiefgründiger und durchlässiger, humusreicher Lehmboden

pH-Wert des Bodens:

6,0-7,5 - schwach sauer bis alkalisch

Nährstoffbedarf:

Mittelzehrer

Bodenfeuchte:

Gleichmäßig feucht, Feuchtigkeitsliebend, Anpassungsfähig, Staunässeempfindlich

Boden Vorbereitung:

Vor Aussaat tiefgründig lockern, Kompostgabe vor Pflanzung, Unkrautfrei und krümelig vorbereiten

Mischkultur, Fruchtfolge & Ernte

Mischkultur Partner:

Hülsenfrüchte, Zwiebelgewächse, Kamille, Ringelblume, Beinwell, Zitronenmelisse, Ysop, Borretsch, Dill, Phacelia, Klee

Schlechte Nachbarn:

Trockenheitsliebende Stauden, Starkzehrer, Mangold, Rote Bete, Meerrettich, Topinambur, Kartoffel

Fruchtfolge-Hinweise:

• Mehrjährig – bleibt mehrere Jahre am Standort.
• Nach Kultur mindestens 3 Jahre Pause vor erneuter Pflanzung verwandter Feuchtwiesenkräuter.
• Nicht direkt nach stark zehrenden Kulturen – Boden vorher regenerieren.

Erntezeit:

Frühling, Sommer, Herbst

Aussaat bis zur Ernte:

4-7 Monate

Ernteteile:

Wurzeln, Blätter, Blüten

Verzehrgeeignet:

Ja - gegart essbar.

Verwendungszweck:

Tee, Trocknen / Dörren, Saft / Entsaften, Salben, Tinkturen, Wildstaude, Naturgarten, Bestäuberpflanze, Dekoration

Pflege & Kulturmaßnahmen

Wasserbedarf:

Mittel - Hoch

Pflegemaßnahmen:

Bei Direktsaat ausdünnen nach der Keimung, Regelmäßig gießen - auch in Trockenperioden, Lockern & hacken, Unkrautfrei halten, Regelmäßige Kontrolle auf Schädlinge

Pflanzenschutz:

Schneckenschutz sinnvoll, Luftiger Standort und gute Drainage empfohlen, Mulchen empfohlen

Kulturhinweise:

Bewährt und problemlos im Anbau. In der frühen Entwicklungsphase Schneckenanfällig. Später sind die robusteren Blätter weniger gefährdet. Wachstumsstopp bei Trockenheit – gleichmäßige Wasserversorgung notwendig. Wurzelfäule bei verdichtetem Boden möglich – Boden locker und durchlässig halten. Empfindlich gegenüber Staunässe – gut drainierten Boden verwenden.

Weitere Namen

EN - Englische Namen:

• Marshmallow • White Mallow

DE - Deutsche Namen:

• Echter Eibisch • Weißer Eibisch • Schleimwurzel • Ibiswurzel • Hibiscus‑Eibisch

PT - Portugiesische Namen:

• Malva branca • Malva de cheiro

ES - Spanische Namen:

• Malvavisco • Malvavisco común • Malva blanca

FR - Französische Namen:

• Guimauve officinale • Guimauve blanche
Practical_Planting_and_Care_Tips_-_Praktische_Aussaat-_und_Pflegetipps_-_Dicas_praticas_de_sementeira_e_cuidados_-_www

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