Gemeiner Rainfarn - Tanacetum vulgare

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Historische, traditionelle und unveränderte Wildform. Samenfest & offen bestäubt - 100 % frei von Hybrid-Züchtungen, Gentechnik & synthetischem Dünger. Ökologisch vermehrt - in ursprünglicher Form bewahrt.

Abholung bei Benjis Seeds möglich.

Bohnensamen2

Erntejahr:

2024

Keimfähigkeit:

3 Jahre (artspezifisch)
Ausführliche Hinweise zur Keimfähigkeit

Beschreibung

Anbau & Eigenschaften

Tipps & Bewertungen

Gemeiner Rainfarn – traditionelle aromatische Wildstaude für extensive Pflanzungen und vielseitige Nutzung.

Robuste, mehrjährige Wildstaude mit charakteristischen goldgelben Blütenköpfchen. Ihr Wuchs ist aufrecht, horstig und locker verzweigt. Die Pflanzen wachsen zuverlässig, breiten sich über kurze Rhizome aus und eignen sich ideal für Naturgärten und Wildstaudenbeete. Winterhart, samenfest und traditionell als Färberpflanze, Räucherkraut sowie für Pflanzenjauchen genutzt.

 

   Herkunft & Geschichte

Der Gemeine Rainfarn ist eine samenfeste, offen bestäubte und langlebige Wildstaude aus den gemäßigten Zonen Europas und Asiens, wo er seit Jahrhunderten an Wegrändern, auf Wiesen und Brachflächen vorkommt. Botanisch gehört er zur Familie der Korbblütler (Asteraceae), zur Unterfamilie der Asteroideae und zur Gattung Tanacetum innerhalb der Art Tanacetum vulgare.

Bereits im Mittelalter wurde Rainfarn als Heil‑ und Nutzpflanze verwendet, vor allem wegen seiner aromatischen Inhaltsstoffe und seiner Anwendung gegen Insekten. Die historische Namensform „Rainfarn“ – abgeleitet aus älteren deutschen Begriffen wie „Reinfarn“ oder „Wurmfarn“ – erinnert an diese traditionelle Nutzung. Seine robuste Natur und die Fähigkeit, über Rhizome langlebige Bestände zu bilden, führten zu seiner weiten Verbreitung.

Mit europäischen Siedlern gelangte der Rainfarn früh nach Nordamerika, wo er seit dem 17. Jahrhundert in Gärten kultiviert und später vielerorts eingebürgert wurde. Auch nach dem Rückgang traditioneller Kräuternutzung blieb er in naturnahen Gärten erhalten. Seine lange Blütezeit, seine Bedeutung als Bestäuberpflanze und seine hohe Standorttoleranz wurden über Generationen geschätzt. Die stabile Präsenz des Gemeinen Rainfarns in der europäischen Flora und seine vielseitige historische Nutzung machen ihn kulturgeschichtlich zu einer wertvollen Wildpflanze.

 

   Aussehen & Merkmale

Die Pflanzen bilden aufrechte, horstige Bestände und erreichen eine Wuchshöhe von etwa 80–150 cm bei einer Breite von 40–60 cm. Die goldgelben, knopfförmigen Blüten erscheinen in dichten, flachen Trugdolden. Die Art ist vollständig winterhart bis etwa –35 °C.

Pflanzendetails:

  • Größe: Mittel bis hoch, 80–150 cm hoch, 40–60 cm breit

  • Form: Aufrecht, horstbildend, locker verzweigt

  • Blütenfarbe: Goldgelb, leuchtend

  • Blütezeit: Juli bis September

  • Duft: Stark aromatisch, kampferartig


 Verwendung & Anbau-Highlights

Der Gemeine Rainfarn eignet sich für naturnahe Gärten, Wildstaudenbeete, Bauerngärten und extensive Pflanzungen. Historisch wurde die Pflanze als Färberpflanze für Gelbtöne, als Räucherkraut und zur Herstellung von Pflanzenjauchen genutzt. Sie dient als wertvolle Bestäuberpflanze und als traditionelles Heilkraut. In naturnahen Pflanzungen, Wildblumenwiesen und ökologischen Gärten setzt sie mit ihren leuchtenden Blütenständen farbige Akzente und trägt zur Förderung der Biodiversität bei. Auch als Schnittblume für rustikale Sträuße bleibt sie attraktiv. Darüber hinaus wird Rainfarn aufgrund seines aromatischen Duftes in Mischpflanzungen geschätzt, da er unerwünschte Insekten fernhalten kann. Getrocknete Blüten und Blätter finden Verwendung in Duftsträußen, Kräuterbündeln und dekorativen Naturbindereien. Zudem eignet sich die Pflanze für die Herstellung natürlicher Pflanzenextrakte, die im Garten als unterstützende Pflegemittel und als sanfte Insektenschutzmittel eingesetzt werden können.

Der Gemeine Rainfarn ist äußerst robust und anpassungsfähig und liefert zuverlässig Blütenpracht im Freiland. Er blüht lange, bildet stabile Horste und zeigt eine hohe Toleranz gegenüber Trockenheit. Auch in mäßig nährstoffarmen Böden entwickelt er langlebige Bestände. Dank seines kräftigen, rhizomartigen Wurzelsystems bleibt er pflegeleicht, während die gleichmäßige Horstbildung die Flächendeckung erleichtert. Ausgewachsene Pflanzen sind weitgehend schneckenresistent und zeigen eine ausgezeichnete Winterhärte. Rainfarn eignet sich hervorragend für Mischpflanzungen, verträgt Hitze gut und bleibt auch in vollsonnigen Lagen vital. Durch seine schnelle Etablierung schließt er offene Bodenstellen rasch und stabilisiert naturnahe Pflanzungen. Zudem überzeugt er durch hohe Schnittverträglichkeit und zeigt eine bemerkenswerte Resistenz gegenüber vielen Pflanzenkrankheiten. Seine dichte Belaubung unterdrückt Beikräuter auf natürliche Weise und erleichtert die Pflege in extensiven Pflanzungen.

Im Vergleich zu anderen Wildstauden überzeugt der Gemeine Rainfarn durch seine außergewöhnliche Robustheit und seine vielseitige traditionelle Nutzung – ideal für alle, die langlebige Wildpflanzen und charakteristische goldgelbe Blütenstände schätzen.

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Ursprung & Anbau im Überblick

Erste Erwähnung:

1. Jahrhundert n. Chr.

Herkunft:

Europa und Westasien

Züchter:

Wildform – unverändert in Kultur genommen

Vermehrungsort:

Niedersachsen - Deutschland

Geeignet für:

Freiland, Hochbeet, Balkon / Topf, Urban Gardening, Steingarten

Pflegeaufwand:

Gering - pflegeleicht, ideal für Einsteiger.

Überwinterung:

Winterhart - mehrjährig kultivierbar im Freiland.

Besondere Eigenschaften:

Mehrjährig / wintergrün, Robust / widerstandsfähig, Pflegeleicht, Lichtliebend / sonnig, Schattenverträglich / halbschattig, Trockenheitsverträglich, Hitzeverträglich, Frosthart / winterhart
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Anbau-Anleitung für

Gemeiner Rainfarn

Anbauschwierigkeit:

Leicht
• Im subtropischen Klima von März bis September sonnig bis halbschattig ins Freiland aussäen – Vorkultur nicht empfehlenswert.
• In gemäßigten Regionen Direktsaat von April bis Juni nach dem Frost in voller Sonne – Vorkultur nicht empfehlenswert.
• Aussaat in durchlässigen, sandig‑steinigen und nährstoffarmen Lehmboden. Lichtkeimer – nicht mit Erde bedecken. Pflanzabstand: 40 × 50 cm.

Anbau Tipps:

• Direktsaat ist empfehlenswert - Jungpflanzen wachsen schnell und kräftig.
• Frühzeitig ausdünnen, damit die Pflanzen genügend Platz haben.
• Gute Luftzirkulation schützt vor Blattläusen und Pilzkrankheiten.
• Ideal für Präriebeete und Trockengärten mit mediterranen Kräutern kombinierbar.
• Ein Rückschnitt bei Knospenansatz oder Vergilbung regt den Neuaustrieb an.

Lagerhinweise:

Saatgut kühl, trocken, dunkel und luftdicht lagern für maximale Haltbarkeit und Keimfähigkeit.
Ausführliche Hinweise zur Lagerung von Saatgut
Plant_Profile_-_Pflanzen_Steckbrief_-_Ficha_da_planta_-_www

Pflanzen-Steckbrief

Pflanzendetails

Botanischer Name:

Tanacetum vulgare L.

Pflanzenfamilie:

Asteraceae

Pflanzentyp:

Heilpflanze

Lebenszyklus:

Mehrjährig, ausdauernd (5–10 Jahre)

Kulturdauer:

4-10 Jahre

Wuchsform:

Aufrecht wachsend, Krautig, Horstbildend

Pflanzenbreite ca.:

60 cm

Pflanzenhöhe ca.:

150 cm

Wurzeltyp:

Flach- bis Mittelwurzler

Winterhart bis:

–35 °C

Kulturelle Bedeutung:

Historisch, Traditionell

Nutzungseignung:

Ganzjahreskultur, Hauptsaison, Biodiversität, Selbstversorgung, Sortenerhaltung, Bildungsprojekte / Schulgarten, Dekosorte, Verarbeitung

Vermehrungsform:

Generative Vermehrung über Samen, Vegetative Ausbreitung, Rhizombildend, Ausläuferbildend, Teilung möglich

Vermehrung:

• Diese Sorte ist fremdbefruchtend durch Insektenbestäubung und gehört zur Gattung Tanacetum.
• Zur Saatgutgewinnung empfiehlt sich ein Mindestabstand von 500–800 m zu anderen Sorten derselben Art, da Kreuzungen möglich sind.
• Die Pflanze ist mehrjährig – nach der Blüte bildet sie zahlreiche, kleine, gut ausreifende Samen in trockenen Sammelachänen.
• Die Samen sind erntereif, sobald die Fruchtstände vollständig eingetrocknet und leicht brüchig geworden sind.

Aussaat & Pflanzung

Keimtyp:

Lichtkeimer, Normalkeimer

Saattiefe:

0 cm

Keimtemperatur:

15-20 °C

Keimdauer:

14-28 Tage

Topfkultur:

Möglich ab 8 Liter Topfvolumen.

Reihenabstand Baby-Leaf:

Nicht für Baby-Leaf geeignet.

Pflanzenabstand:

40 cm

Reihenabstand:

50 cm

Pikieren / Vereinzeln:

Kein Vereinzeln nötig - Direktsaat empfohlen.

Pflanzzeitpunkt:

Pflanzung nicht erforderlich – Direktsaat ist empfehlenswert.

Boden

Bodenart:

Durchlässiger, sandig‑steiniger, nährstoffarmer Lehmboden

pH-Wert des Bodens:

6,0-7,5 - schwach sauer bis alkalisch

Nährstoffbedarf:

Schwachzehrer

Bodenfeuchte:

Mäßig feucht, Trockenliebend, Anpassungsfähig, Staunässeempfindlich

Boden Vorbereitung:

Vor Aussaat lockern, Unkrautfrei und krümelig vorbereiten, Nährstoffarme Erde empfohlen, Kalkung bei saurem Boden

Mischkultur, Fruchtfolge & Ernte

Mischkultur Partner:

Thymian‑Arten, Salbei, Oregano, Lavendel, Ysop, Beifuß, Wermut, Färberkamille, Wilde Möhre

Schlechte Nachbarn:

Salat, Feuchtigkeitsliebende Pflanzen, Starkzehrer, Wurzelgemüse, Andere Korbblütler

Fruchtfolge-Hinweise:

• Nicht nach anderen Korbblütlern pflanzen – mindestens 3 Jahre Abstand empfohlen.
• Mehrjährig – bleibt mehrere Jahre am Standort.
• Nachkultur sollte nährstoffarme Böden bevorzugen – ideal sind mediterrane Kräuter und andere Magerstandort-Arten.

Erntezeit:

Frühling, Sommer, Herbst

Aussaat bis zur Ernte:

2-4 Monate

Ernteteile:

Blätter, Blütenstände

Verzehrgeeignet:

Nein - nur zur äußerlichen Anwendung.

Verwendungszweck:

Trocknen / Dörren, Räucherpflanze, Färberpflanze, Bestäuberpflanze, Duftpflanze, Wildstaude, Begleitstaude, Naturgarten, Salben, Tinkturen, Ätherische Öle

Pflege & Kulturmaßnahmen

Wasserbedarf:

Gering

Pflegemaßnahmen:

Bei Direktsaat ausdünnen nach der Keimung, Gelegentlich gießen, Unkrautfrei halten

Pflanzenschutz:

Schutz nicht erforderlich

Kulturhinweise:

Bewährt und problemlos im Anbau. In der frühen Entwicklungsphase Schneckenanfällig. Später sind die robusteren Blätter weniger gefährdet. Wachstumsdepression bei Überdüngung – mageren Boden bevorzugen. Empfindlich gegenüber Staunässe – gut drainierten Boden verwenden.

Weitere Namen

EN - Englische Namen:

• Common Tansy

DE - Deutsche Namen:

• Gemeiner Rainfarn • Wurmkraut

PT - Portugiesische Namen:

• Tanaceto

ES - Spanische Namen:

• Tanaceto

FR - Französische Namen:

• Tanaisie commune
Practical_Planting_and_Care_Tips_-_Praktische_Aussaat-_und_Pflegetipps_-_Dicas_praticas_de_sementeira_e_cuidados_-_www

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