Färber-Hundskamille - Cota tinctoria

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Historische, traditionelle und unveränderte Wildform. Samenfest & offen bestäubt - 100 % frei von Hybrid-Züchtungen, Gentechnik & synthetischem Dünger. Ökologisch vermehrt - in ursprünglicher Form bewahrt.

Abholung bei Benjis Seeds möglich.

Bohnensamen2

Erntejahr:

2023

Keimfähigkeit:

4 Jahre (artspezifisch)
Ausführliche Hinweise zur Keimfähigkeit

Beschreibung

Anbau & Eigenschaften

Tipps & Bewertungen

Färber-Hundskamille – traditionelle Wildstaude mit leuchtenden gelben Blüten.

Mehrjährige, kurzlebige Färber‑ und Duftpflanze mit intensiv goldgelben Blüten und aromatischem, kamilleähnlichem Duft. Sie wächst robust, ist wärme‑ und trockenheitsverträglich und eignet sich für Freiland, Topf und naturnahe Gärten. Sie keimt zuverlässig und sät sich an geeigneten Standorten selbst aus. Optimal für Selbstversorgung, Färberei und ökologischen Kräuteranbau.

 

   Herkunft & Geschichte

Die Färber‑Hundskamille ist eine in Europa, dem Mittelmeerraum und Westasien heimische Wildpflanze und gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae), innerhalb der Unterfamilie Asteroideae und der Gattung Cota (früher Anthemis). Sie wurde seit Jahrhunderten als wertvolle Färberpflanze genutzt. Der Artname „tinctoria“ leitet sich vom lateinischen „tingere“ („färben“) ab und verweist auf ihre traditionelle Verwendung zum Gelbfärben von Textilien.

Bereits im Mittelalter spielte sie eine wichtige Rolle in Klostergärten und der handwerklichen Färberei. Ihre Blüten lieferten einen der bedeutendsten natürlichen Gelbtöne Europas und wurden in vielen Regionen geschätzt. Über die Jahrhunderte blieb sie ein zentrales Element der traditionellen Färberkunst.

Typisch für die Art sind die leuchtend goldgelben Blütenköpfchen mit gelben Zungen‑ und Scheibenblüten. Die Blätter sind fein gefiedert, graugrün und auf der Unterseite leicht behaart. Durch ihre lange Nutzungsgeschichte und ihren hohen Gehalt an färbenden Inhaltsstoffen gilt sie bis heute als eine der wichtigsten europäischen Färberpflanzen.

 

   Aussehen & Merkmale

Die Pflanze ist mehrjährig, krautig und bildet aufrechte, verzweigte Stängel mit fein gefiederten, graugrünen Blättern. Die goldgelben Blütenköpfchen sitzen in 2–4 cm großen Körbchen und verströmen einen mild‑aromatischen Duft. Sie zieht zahlreiche Insekten an und ist ausreichend winterhart, um sich durch Selbstaussaat zu erhalten.

Pflanzendetails:

  • Wuchshöhe: Aufrecht, 40–70 cm

  • Form: Buschig, reich verzweigt

  • Blätter: Fein gefiedert, graugrün, Unterseite leicht behaart

  • Blüten: Goldgelb, 2–4 cm groß

  • Duft: Mild‑aromatisch, kamilleartig


 Verwendung & Anbau-Highlights

Die Färber‑Hundskamille eignet sich ideal zum Färben von Wolle, Seide und Baumwolle in leuchtenden Gelbtönen. Die Blüten enthalten natürliche Farbstoffe, die je nach Beizmittel Nuancen von Hellgelb bis Goldgelb erzeugen. Darüber hinaus wird sie für aromatische Kräutertees genutzt. Getrocknete Blüten eignen sich hervorragend für Trockensträuße, Duftmischungen und dekorative Zwecke. Als Bienenweide lockt sie zahlreiche Bestäuber an und bereichert naturnahe Gärten. Zusätzlich lassen sich die Blüten für duftende Kräuterkissen, Potpourris und leichte Aromatisierungen in Küche und Hausapotheke verwenden. Auch im ökologischen Gartenbau wird sie geschätzt, da sie Nützlinge fördert und als robuste Begleitstaude in mageren, sonnigen Pflanzungen Struktur und Farbe einbringt.

Färber‑Hundskamille gedeiht zuverlässig im Freiland und in Töpfen. Bevorzugt werden sonnige Standorte sowie durchlässige, eher magere bis mäßig nährstoffreiche Böden. Sie ist wärme‑ und trockenheitsverträglich, pflegeleicht und blüht über viele Wochen hinweg. Die Pflanzen ziehen Nützlinge wie Bienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge an und fördern das ökologische Gleichgewicht. Dank ihrer Selbstaussaat erscheint sie an geeigneten Standorten jedes Jahr erneut. Ein Rückschnitt nach der Blüte fördert einen kräftigen Neuaustrieb. Durch ihre gute Anpassungsfähigkeit an sandige, steinige oder nährstoffarme Böden bleibt sie auch in trockenen Sommern vital. Sie ist standfest, windverträglich und zeigt eine bemerkenswerte Robustheit gegenüber Krankheiten, solange der Standort gut drainiert ist. Auch in extensiven Pflanzungen, Präriebeeten und naturnahen Staudenmischungen bewährt sie sich als langlebige, farbstarke Strukturpflanze, die selbst unter schwierigen Bedingungen zuverlässig blüht.

Im Vergleich zu anderen Kamillenarten ist die Färber‑Hundskamille die klassische Färberpflanze mit leuchtend goldgelben Blüten – ideal für Menschen, die pflegeleichte, mehrjährige Duft‑ und Färberpflanzen mit reichem Blütenflor für Insekten schätzen.

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Ursprung & Anbau im Überblick

Erste Erwähnung:

16. Jahrhundert

Herkunft:

Südosteuropa und Westasien

Züchter:

Wildform – unverändert in Kultur genommen

Vermehrungsort:

Niedersachsen - Deutschland

Geeignet für:

Freiland, Hochbeet, Balkon / Topf, Urban Gardening, Steingarten

Pflegeaufwand:

Gering - pflegeleicht, ideal für Einsteiger.

Überwinterung:

Winterhart - mehrjährig kultivierbar im Freiland.

Besondere Eigenschaften:

Schnell nutzbar, Schnellwachsend, Robust / widerstandsfähig, Pflegeleicht, Lichtliebend / sonnig, Schattenverträglich / halbschattig, Hitzeverträglich, Trockenheitsverträglich, Frosthart / winterhart, Schossfest
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Anbau-Anleitung für

Färber-Hundskamille

Anbauschwierigkeit:

Leicht
• Im subtropischen Klima von März bis Mai sonnig aussäen – Vorkultur nicht empfehlenswert.
• In gemäßigten Regionen Direktsaat ab März bis April in voller Sonne – Vorkultur nicht empfehlenswert.
• Aussaat in durchlässigen, sandig‑humusarmen bis mäßig nährstoffreichen Boden. Lichtkeimer – nicht mit Erde bedecken. Pflanzabstand: 30 × 40 cm.

Anbau Tipps:

• Direktsaat ist empfehlenswert - Jungpflanzen wachsen stabil und kräftig.
• Frühzeitig ausdünnen, damit die Pflanzen genügend Platz haben.
• Ideal für Präriebeete und Trockengärten mit mediterranen Kräutern kombinierbar.
• Gute Luftzirkulation schützt vor Blattläusen und Pilzkrankheiten.

Lagerhinweise:

Saatgut kühl, trocken, dunkel und luftdicht lagern für maximale Haltbarkeit und Keimfähigkeit.
Ausführliche Hinweise zur Lagerung von Saatgut
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Pflanzen-Steckbrief

Pflanzendetails

Botanischer Name:

Cota tinctoria (L.) J.Gay ex Guss.

Pflanzenfamilie:

Asteraceae

Pflanzentyp:

Färberpflanze, Heilpflanze

Lebenszyklus:

Zweijährig bis kurzlebig mehrjährig (2–4 Jahre)

Kulturdauer:

24–36 Monate

Wuchsform:

Aufrecht wachsend, Buschig, Krautig, Horstbildend

Pflanzenbreite ca.:

40 cm

Pflanzenhöhe ca.:

70 cm

Wurzeltyp:

Flach- bis Mittelwurzler

Winterhart bis:

-20 °C

Kulturelle Bedeutung:

Historisch, Traditionell

Nutzungseignung:

Sommerkultur, Hauptsaison, Selbstversorgung, Biodiversität, Sortenerhaltung, Bildungsprojekte / Schulgarten, Dekosorte, Verarbeitung

Vermehrungsform:

Generative Vermehrung über Samen, Teilung möglich, Selbstaussaat

Vermehrung:

• Die Pflanze ist fremdbefruchtend durch Insektenbestäubung und gehört zur Art Cota tinctoria.
• Zur Saatgutgewinnung empfiehlt sich ein Mindestabstand von 500 m zu anderen Sorten derselben Art, um Kreuzungen zu vermeiden.
• Die Pflanze ist mehrjährig – sie bildet jedes Jahr verzweigte Blütenstände mit zahlreichen, kleinen und gut ausreifenden Samen.
• Die Samen sind erntereif, sobald die Fruchtstände vollständig eingetrocknet und strohig-brüchig geworden sind.

Aussaat & Pflanzung

Keimtyp:

Lichtkeimer, Normalkeimer

Saattiefe:

0 cm

Keimtemperatur:

15-22 °C

Keimdauer:

7-21 Tage

Topfkultur:

Möglich ab 5 Liter Topfvolumen.

Reihenabstand Baby-Leaf:

Nicht für Baby-Leaf geeignet.

Pflanzenabstand:

30 cm

Reihenabstand:

40 cm

Pikieren / Vereinzeln:

Kein Vereinzeln nötig - Direktsaat empfohlen.

Pflanzzeitpunkt:

Pflanzung nicht erforderlich – Direktsaat ist empfehlenswert.

Boden

Bodenart:

Durchlässiger, sandig‑kiesiger und nährstoffarmer Lehmboden

pH-Wert des Bodens:

6,0-7,0 - schwach sauer bis neutral

Nährstoffbedarf:

Schwachzehrer

Bodenfeuchte:

Mäßig feucht zur Keimung und Etablierung, Trockenliebend, Anpassungsfähig, Staunässeempfindlich

Boden Vorbereitung:

Vor Aussaat lockern, Unkrautfrei und krümelig vorbereiten

Mischkultur, Fruchtfolge & Ernte

Mischkultur Partner:

Thymian, Oregano, Salbei, Lavendel, Ysop, Steppensalbei / Präriesalbei, Rosmarin, Schafgarbe, Katzenminze

Schlechte Nachbarn:

Andere Korbblütler, Starkzehrer, Feuchtigkeitsliebende Pflanzen, Großblättrige stark wuchernde Arten

Fruchtfolge-Hinweise:

• Nicht nach anderen Korbblütlern pflanzen – mindestens 3 Jahre Abstand empfohlen.
• Mehrjährig – bleibt mehrere Jahre am Standort.
• Bevorzugt magere Standorte – keine Nachkultur auf stark gedüngten Flächen.

Erntezeit:

Frühling, Sommer, Herbst, Winter

Aussaat bis zur Ernte:

1,5-2,5 Monate

Ernteteile:

Blätter, Blüten, Junge Triebe

Verzehrgeeignet:

Ja - nur in kleinen Mengen und eher als Würzkraut.

Verwendungszweck:

Würzen / Aromageber, Tee, Trocknen / Dörren, Bestäuberpflanze, Duftpflanze, Wildstaude, Begleitstaude, Naturgarten, Dekoration

Pflege & Kulturmaßnahmen

Wasserbedarf:

Gering

Pflegemaßnahmen:

Bei Direktsaat ausdünnen nach der Keimung, Gelegentlich gießen, Lockern & hacken, Unkrautfrei halten, Regelmäßige Kontrolle auf Schädlinge

Pflanzenschutz:

Schneckenschutz sinnvoll, Luftiger Standort und gute Drainage empfohlen, Frühzeitig auf Blattläuse kontrollieren

Kulturhinweise:

Bewährt und problemlos im Anbau. In der frühen Entwicklungsphase Schneckenanfällig. Später sind die robusteren Blätter weniger gefährdet. Kann von Blattläusen befallen werden - gelegentliche Kontrolle empfohlen. Empfindlich gegenüber Staunässe – gut drainierten Boden verwenden.

Weitere Namen

EN - Englische Namen:

• Dyer’s Chamomile • Oxeye Chamomile • Yellow Chamomile • Golden Marguerite • Dyer’s Daisy

DE - Deutsche Namen:

• Färber-Hundskamille • Färberkamille • Anthemis tinctoria

PT - Portugiesische Namen:

• Margarida dourada • Camomila‑dos‑tintureiros

ES - Spanische Namen:

• Manzanilla de tintes • Manzanilla amarilla • Camomila amarilla • Anthemis tinctoria

FR - Französische Namen:

• Camomille des teinturiers • Camomille jaune • Anthemis tinctoria
Practical_Planting_and_Care_Tips_-_Praktische_Aussaat-_und_Pflegetipps_-_Dicas_praticas_de_sementeira_e_cuidados_-_www

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