Kapuzinerkresse - Tropaeolum majus

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Historische, traditionelle und unveränderte Wildform. Samenfest & offen bestäubt - 100 % frei von Hybrid-Züchtungen, Gentechnik & synthetischem Dünger. Ökologisch vermehrt - in ursprünglicher Form bewahrt.

Abholung bei Benjis Seeds möglich.

Bohnensamen2

Erntejahr:

2024

Keimfähigkeit:

3 Jahre (artspezifisch)
Ausführliche Hinweise zur Keimfähigkeit

Beschreibung

Anbau & Eigenschaften

Tipps & Bewertungen

Kapuzinerkresse – würzig‑scharfe, essbare Kulturpflanze mit kräftigem, kriechendem oder kletterndem Wuchs.

Einjährig mit pfeffrig‑milden Blättern und leuchtenden, aromatischen Blüten, geschätzt für ihre vielseitige kulinarische Verwendung und dekorative Wirkung. Wächst kräftig, krautig und bildet lange, kriechende oder kletternde Triebe. Entwickelt ein flaches Faserwurzel‑System und gedeiht zuverlässig in Sonne bis Halbschatten. Optimal für Salate, Rohkost, Einlegen, Kräuterzubereitungen, essbare Dekoration und naturnahe Gärten.

 

   Herkunft & Geschichte

Kapuzinerkresse stammt ursprünglich aus den Andenregionen Südamerikas, wo sie in Höhenlagen Perus, Boliviens und Kolumbiens wächst. Im 16. Jahrhundert gelangte sie durch spanische und niederländische Expeditionen nach Europa und wurde rasch als Zier‑ und Nutzpflanze beliebt. Besonders geschätzt wurden ihre essbaren Blätter und Blüten sowie die unreifen Samen, die als „falsche Kapern“ eingelegt wurden. Botanisch gehört Kapuzinerkresse zur Familie der Tropaeolaceae, Unterfamilie Tropaeoloideae, und zur Gattung Tropaeolum.

Die erste bekannte Erwähnung findet sich 1569 in den Aufzeichnungen des spanischen Chronisten Nicolás Monardes, der die Pflanze in seinem Werk über die „neuen Gewächse aus Indien“ beschreibt und ihre auffälligen Blüten sowie ihren kulinarischen Wert hervorhebt. Der Begriff „Indien“ bezog sich damals jedoch nicht auf das heutige Indien, sondern auf die sogenannten „Westindischen Gebiete“ – ein historischer Sammelbegriff für die spanischen Kolonien in Amerika. Wenige Jahrzehnte später wurde Kapuzinerkresse in europäischen Kräuterbüchern als exotische, farbenprächtige Gartenpflanze geführt und aufgrund ihres würzigen Geschmacks und ihrer dekorativen Blüten schnell verbreitet.

Im Barock galt sie als exotische Besonderheit, später wurde sie in Kloster‑ und Bauerngärten als robuste, pflegeleichte Kultur etabliert. Ihr Name bezieht sich auf die Form der Blüten, die an die Kapuze der Kapuzinermönche erinnert. Heute zählt Kapuzinerkresse zu den vielseitigsten Nutz‑ und Zierpflanzen für Naturgärten, Balkone und Selbstversorgerbeete und wird wegen ihrer essbaren Blüten, ihres würzigen Aromas und ihrer starken Anziehungskraft auf Bestäuber geschätzt.

Darüber hinaus wurde sie früh auch medizinisch genutzt: Die frischen Blätter galten in der traditionellen südamerikanischen Pflanzenheilkunde als stärkend und reinigend, während die Samen aufgrund ihres scharfen Aromas für belebende Kräuterzubereitungen verwendet wurden. In Europa fand die Pflanze zeitweise Anwendung in einfachen Hausmitteln, die auf ihre pfeffrig‑senfartigen Inhaltsstoffe zurückgriffen. Ihre Kombination aus kulinarischem Wert, dekorativer Wirkung und natürlicher Vitalität macht Kapuzinerkresse bis heute zu einer der beliebtesten Gartenpflanzen mit vielseitiger Nutzung.

 

   Aussehen & Merkmale

Die Pflanze ist einjährig, krautig und bildet lange, weiche Triebe, die je nach Sorte kriechend über den Boden wachsen oder an Rankhilfen klettern. Die runden, schildförmigen Blätter sind glatt, saftig und leicht pfeffrig im Geschmack. Die Blüten erscheinen in kräftigen Farben und ziehen zahlreiche Bestäuber an. Kapuzinerkresse ist nicht winterhart und stirbt bei Frost ab.

Pflanzendetails:

  • Wuchshöhe: Mittel, 60 cm

  • Form: Krautig, kriechend oder kletternd, mit 100–150 cm Ausläufern

  • Blätter: Rund, schildförmig, saftig‑grün

  • Blüten: Orange bis orange‑rot, trichterförmig

  • Geschmack: Würzig‑scharf, pfeffrig, senfartig


 Verwendung & Anbau-Highlights

Kapuzinerkresse eignet sich hervorragend für Salate, Rohkost, Kräuterbutter, Aufstriche, essbare Dekorationen und zum Einlegen der unreifen Samen. Blätter und Blüten können frisch verwendet oder für Kräuteröle, Blütensalze und dekorative Speisen genutzt werden. Die Blüten bringen Farbe und ein feines, würziges Aroma in die Küche. Darüber hinaus lassen sich junge Blätter zu mild‑würzigen Pestos verarbeiten, während die scharf‑aromatischen Samen eine pikante Alternative zu Pfefferkörnern bieten. Auch in Kräuteressigen, aromatischen Ölen und frischen Sommerlimonaden entfaltet Kapuzinerkresse ihr charakteristisches Aroma. Die Blüten eignen sich zudem für farbige Eiswürfel, Blütenbutter und feine Kräuteraufgüsse, und die Blätter können in leichten Suppen oder kurz gedünsteten Gemüsegerichten eine pfeffrige Note setzen. In der Naturküche wird sie gern für bunte Kräutermischungen, dekorative Tellerarrangements und frische Wildkräutergerichte genutzt.

Im Garten überzeugt Kapuzinerkresse durch schnellen Wuchs, hohe Anpassungsfähigkeit und ihre starke Anziehungskraft auf Bestäuber. Sie eignet sich ideal für Naturgärten, Mischkulturen, Balkonkästen und Rankgerüste. Als klassische „Fangpflanze“ zieht sie Blattläuse an und schützt dadurch andere Kulturen. Sie gedeiht in sonnigen bis halbschattigen Lagen und wächst auch in Töpfen zuverlässig. Die Pflanze ist pflegeleicht, regeneriert sich schnell und liefert über viele Wochen frische Blätter und Blüten. Durch ihre Selbstaussaat kann sie sich in geeigneten Gärten dauerhaft etablieren. Ihre leuchtenden Farben, der würzige Geschmack und die unkomplizierte Kultur machen sie zu einer der beliebtesten Nutz‑ und Zierpflanzen für Selbstversorger und Gartenliebhaber. Zudem verträgt sie zeitweilige Trockenheit erstaunlich gut, wächst auch in nährstoffärmeren Substraten zuverlässig und begrünt mit ihren langen Trieben mühelos Böschungen, Mauern oder Hänge. In geschützten Lagen bildet sie dichte, vital wirkende Pflanzenpolster, die Beete strukturieren und Unkraut unterdrücken. Auch in Kübeln bleibt sie wüchsig und sorgt selbst auf kleinen Flächen für üppige, farbenfrohe Vegetation.

Im Vergleich zu vielen anderen Nutz‑ und Zierpflanzen ist Kapuzinerkresse besonders vielseitig, ökologisch wertvoll und kulinarisch wie gärtnerisch breit einsetzbar – ideal für alle, die eine robuste, ertragreiche und nützliche Gartenpflanze suchen.

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Ursprung & Anbau im Überblick

Erste Erwähnung:

16. Jahrhundert

Herkunft:

Andenregion Peru und Bolivien

Züchter:

Wildform – unverändert in Kultur genommen

Vermehrungsort:

Algarve - Portugal

Geeignet für:

Freiland, Folientunnel, Hochbeet, Balkon / Topf, Urban Gardening, Pflanzsäulen oder gestufte Systeme, Vertikaler Anbau

Pflegeaufwand:

Gering - pflegeleicht, ideal für Einsteiger.

Überwinterung:

Nicht winterhart - einjährig kultivierbar im Freiland.

Besondere Eigenschaften:

Einjährig / schnell nutzbar, Schnellwachsend, Hoher Ertrag / ertragreich, Robust / widerstandsfähig, Pflegeleicht, Lichtliebend / sonnig, Schattenverträglich / halbschattig, Hitzeverträglich
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Anbau-Anleitung für

Kapuzinerkresse

Anbauschwierigkeit:

Leicht
• Im subtropischen Klima von März bis Juli sonnig oder halbschattig aussäen – Vorkultur nicht empfehlenswert.
• In gemäßigten Regionen Direktsaat von April bis Juni nach dem Frost in voller Sonne – Vorkultur nicht empfehlenswert.
• Aussaat in durchlässigen, sandig-humusreichen und mäßig nährstoffreichen Lehmboden – 2–3 cm tief. Pflanzabstand: 40 × 50 cm.

Anbau Tipps:

• Direktsaat ist empfehlenswert - Jungpflanzen wachsen schnell und kräftig.
• Frühzeitig ausdünnen, damit die Pflanzen genügend Platz haben.
• Gute Luftzirkulation schützt vor Blattläusen und Pilzkrankheiten.
• Pflanzenkohle und Urgesteinsmehl verbessern die Bodenstruktur und steigern die Speicherfähigkeit für Nährstoffe und Wasser.

Lagerhinweise:

Saatgut kühl, trocken, dunkel und luftdicht lagern für maximale Haltbarkeit und Keimfähigkeit.
Ausführliche Hinweise zur Lagerung von Saatgut
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Pflanzen-Steckbrief

Pflanzendetails

Botanischer Name:

Tropaeolum majus L.

Pflanzenfamilie:

Tropaeolaceae

Pflanzentyp:

Heil‑ und Gewürzpflanze

Lebenszyklus:

Einjährig

Kulturdauer:

4-7 Monate

Wuchsform:

Krautig, Kriechend, Kletternd

Pflanzenbreite ca.:

100-150 cm - ausläuferbildend

Pflanzenhöhe ca.:

60 cm

Wurzeltyp:

Flachwurzler

Winterhart bis:

2 °C - kurzfristig tolerierbar, nicht winterhart.

Kulturelle Bedeutung:

Historisch, Traditionell

Nutzungseignung:

Sommerkultur, Hauptsaison, Selbstversorgung, Biodiversität, Sortenerhaltung, Bildungsprojekte / Schulgarten, Frischverzehr, Verarbeitung

Vermehrungsform:

Generative Vermehrung über Samen, Selbstaussaat

Vermehrung:

• Diese Sorte ist fremdbefruchtend durch Insektenbestäubung und gehört zur Gattung Tropaeolum.
• Zur Saatgutgewinnung empfiehlt sich ein Mindestabstand von 800–1000 m zu anderen Sorten derselben Art, da Kreuzungen leicht möglich sind.
• Die Pflanze ist einjährig – nach der Blüte bildet sie kleine, verzweigte Blütenstände mit zahlreichen, kleinen und gut ausreifenden Samen.
• Die Samen sind erntereif, sobald die Fruchtstände vollständig eingetrocknet und leicht brüchig geworden sind.

Aussaat & Pflanzung

Keimtyp:

Dunkelkeimer, Normalkeimer

Saattiefe:

2-3 cm

Keimtemperatur:

15-20 °C

Keimdauer:

7-14 Tage

Topfkultur:

Möglich ab 5 Liter Topfvolumen.

Reihenabstand Baby-Leaf:

Nicht für Baby-Leaf geeignet.

Pflanzenabstand:

40 cm

Reihenabstand:

50 cm

Pikieren / Vereinzeln:

Kein Vereinzeln nötig - Direktsaat empfohlen.

Pflanzzeitpunkt:

Pflanzung nicht erforderlich – Direktsaat ist empfehlenswert.

Boden

Bodenart:

Durchlässiger, humusreicher sandiger Lehmboden

pH-Wert des Bodens:

6,0-7,5 - schwach sauer bis alkalisch

Nährstoffbedarf:

Mittel- bis Starkzehrer

Bodenfeuchte:

Gleichmäßig feucht, Anpassungsfähig, Staunässeempfindlich

Boden Vorbereitung:

Vor Aussaat lockern, Kompostgabe vor Pflanzung, Unkrautfrei und krümelig vorbereiten

Mischkultur, Fruchtfolge & Ernte

Mischkultur Partner:

Salat, Tomate, Bohne, Erbse, Radieschen, Rettich, Zwiebelgewächse, Dill, Schnittlauch

Schlechte Nachbarn:

Kohlarten, Kürbisgewächse, Kartoffel, Paprika / Chili

Fruchtfolge-Hinweise:

• Nicht direkt nach stark zehrenden Kulturen – Boden vorher regenerieren.
• Wechsel mit Schwachzehrern empfohlen – Bodenmüdigkeit vermeiden.

Erntezeit:

Frühling, Sommer, Herbst

Aussaat bis zur Ernte:

1-2 Monate

Ernteteile:

Blätter, Blüten, Knospen, Unreife Samen, Reife Samen

Verzehrgeeignet:

Ja - roh oder gegart essbar.

Verwendungszweck:

Würzen / Aromageber, Rohverzehr, Salate, Tee, Bestäuberpflanze, Naturgarten, Dekoration

Pflege & Kulturmaßnahmen

Wasserbedarf:

Mittel

Pflegemaßnahmen:

Bei Direktsaat ausdünnen nach der Keimung, Regelmäßig gießen - auch in Trockenperioden, Unkrautfrei halten

Pflanzenschutz:

Schutz nicht erforderlich

Kulturhinweise:

Bewährt und problemlos im Anbau. In der frühen Entwicklungsphase Schneckenanfällig. Später sind die robusteren Blätter weniger gefährdet. Wachstumsstopp bei Trockenheit – gleichmäßige Wasserversorgung notwendig. Empfindlich gegenüber Staunässe – gut drainierten Boden verwenden.

Weitere Namen

EN - Englische Namen:

• Nasturtium • Indian cress

DE - Deutsche Namen:

• Kapuzinerkresse • Kapuzinerblume • Indianerkresse

PT - Portugiesische Namen:

• Capuchinha

ES - Spanische Namen:

• Capuchina

FR - Französische Namen:

• Capucine • Cresson du Pérou
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