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Historische, traditionelle und unveränderte Wildform. Samenfest & offen bestäubt - 100 % frei von Hybrid-Züchtungen, Gentechnik & synthetischem Dünger. Ökologisch vermehrt - in ursprünglicher Form bewahrt.

Abholung bei Benjis Seeds möglich.

Bohnensamen2

Erntejahr:

2024

Keimfähigkeit:

3 Jahre (artspezifisch)
Ausführliche Hinweise zur Keimfähigkeit

Beschreibung

Anbau & Eigenschaften

Tipps & Bewertungen

Zitronenmelisse – traditionelle aromatische Heil‑ und Gewürzpflanze mit erfrischendem Zitronenduft.

Mehrjährige Wildstaude mit zitronig‑frischem Aroma und hohem Gehalt an ätherischen Ölen. Sie wächst robust, ist winterhart und eignet sich für Freiland, Topf und naturnahe Gärten. Sie keimt zuverlässig und ist eine langlebige, ausdauernde Staude. Optimal für Selbstversorgung und ökologischen Heilkräuteranbau.

 

Herkunft & Geschichte

Die Zitronenmelisse ist eine seit Jahrhunderten geschätzte wilde Heil- und Gewürzpflanze. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet reicht vom mediterranen Raum über Süd‑ und Mitteleuropa bis nach Zentralasien und Iran. Der Name „Melissa“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Honigbiene“, was auf die starke Anziehungskraft der Blüten auf Bestäuber verweist. Sie gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), zur Unterfamilie Nepetoideae und zur Gattung Melissa.  

Bereits in der Antike wurde Zitronenmelisse kultiviert und genutzt. Dioskurides erwähnte sie als Heilpflanze, und römische Autoren wie Plinius beschrieben ihre Verwendung, unter anderem auch zum Einreiben neuer Bienenstöcke, um Schwärme anzulocken. Arabische Ärzte des 10. Jahrhunderts nutzten sie zur Stärkung des Herzens und zur Behandlung von Melancholie. In der Karolingerzeit wurde ihr Anbau in Klostergärten angeordnet, und im europäischen Mittelalter galt sie als „Herztrost“ und war ein zentrales Heilkraut der Klostermedizin.

Im Laufe der Jahrhunderte verbreitete sich die Pflanze weit über ihr Ursprungsgebiet hinaus und wurde in ganz Europa, später auch in Nordamerika, als Heil‑, Gewürz‑ und Duftpflanze eingebürgert. Ihr charakteristischer Zitronenduft, der beim Zerreiben der Blätter entsteht, wurde seit der Antike geschätzt und ist auf ätherische Öle wie Geranial und Neral zurückzuführen. Durch ihre lange Nutzungsgeschichte, ihre Vielseitigkeit und ihren hohen Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen gilt die Zitronenmelisse bis heute als eine der bedeutendsten traditionellen Heilpflanzen Europas.

 

Aussehen & Merkmale

Die Pflanze ist mehrjährig, krautig und bildet aufrechte, verzweigte Stängel mit hellgrünen, aromatischen Blättern. Die kleinen weißen bis blassrosa Blüten erscheinen ab dem Sommer bis in den Herbst hinein und sind bei Bienen sehr beliebt. Sie bildet ein Rhizom mit kurzen unterirdischen Ausläufern. Sie ist winterhart bis etwa −25 °C, etablierte Freilandpflanzen überstehen teils auch tiefere Temperaturen.

Pflanzendetails:

  • Wuchshöhe: Mittel, 50–100 cm

  • Form: Aufrecht, buschig, stark verzweigt

  • Blätter: Länglich‑ovate, aromatisch

  • Blüten: Weiß bis blassrosa, in Quirlen

  • Geschmack: Zitronig‑frisch, aromatisch, mild


Verwendung & Anbau-Highlights

Zitronenmelisse eignet sich ideal für Tee, Erfrischungsgetränke, Sommersalate, Aromatherapie und Naturkosmetik. Ihre ätherischen Öle wirken beruhigend und werden traditionell bei Stress, Nervosität, Schlafstörungen und Magen‑Darm‑Beschwerden genutzt. Äußerlich pflegt sie gereizte Haut und unterstützt die Regeneration. Sie verfeinert Desserts, Kräuterbutter, Sirup und leichte Sommergerichte, passt in Smoothies und Duftmischungen und wird in der Pflanzenheilkunde zur Stärkung des Immunsystems, bei Erkältungen und zur sanften Entspannung eingesetzt.

Zitronenmelisse gedeiht zuverlässig im Freiland, Folientunnel und in Töpfen. Die Pflanze ist pflegeleicht, winterhart und kann über viele Jahre beerntet werden. Ihre Blüten ziehen zahlreiche Nützlinge wie Bienen und Hummeln an und fördern das ökologische Gleichgewicht im Garten. Dank ihrer robusten Natur wächst sie auch in weniger idealen Böden stabil weiter, regeneriert sich schnell nach jedem Schnitt und ist mehrschnittig nutzbar. Sie bildet langlebige Horste, eignet sich hervorragend für Kräuterspiralen und naturnahe Gärten. Zusätzlich zeigt sie sich insgesamt sehr tolerant gegenüber Trockenphasen und wechselnden Witterungsbedingungen.

Im Vergleich zu anderen Melissenarten ist die Zitronenmelisse die klassische traditionelle Heilpflanze mit besonders aromatischen Blättern – ideal für Menschen, die pflegeleichte, mehrjährige Kräuter mit hohem Nutzen für Insekten schätzen.

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Ursprung & Anbau im Überblick

Erste Erwähnung:

300 v. Chr.

Herkunft:

Östliches Mittelmeergebiet bis Westasien

Züchter:

Wildform – unverändert in Kultur genommen

Vermehrungsort:

Niedersachsen - Deutschland

Geeignet für:

Freiland, Folientunnel, Frühbeet, Hochbeet, Balkon / Topf, Urban Gardening

Pflegeaufwand:

Mittel - benötigt etwas Aufmerksamkeit.

Überwinterung:

Winterhart - mehrjährig kultivierbar im Freiland.

Besondere Eigenschaften:

Mehrjährig, Robust / widerstandsfähig, Pflegeleicht, Lichtliebend / sonnig, Schattenverträglich / halbschattig, Frosthart / winterhart
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Anbau-Anleitung für

Zitronenmelisse

Anbauschwierigkeit:

Leicht
• Im subtropischen Klima von März bis September sonnig bis halbschattig aussäen – Vorkultur ab Januar möglich.
• In gemäßigten Regionen von März bis Juni sonnig bis halbschattig aussäen – Vorkultur ab Februar möglich, frostfrei auspflanzen ab Mitte April.
• Aussaat in tiefgründigen, durchlässigen, humusreichen und mäßig nährstoffreichen Lehmboden. Lichtkeimer – nicht mit Erde bedecken. Pflanzabstand: 40 × 50 cm.

Anbau Tipps:

• Ein Rückschnitt bei Knospenansatz oder Vergilbung regt den Neuaustrieb an.
• Gute Luftzirkulation schützt vor Blattläusen und Pilzkrankheiten.
• Pflanzenkohle und Urgesteinsmehl verbessern die Bodenstruktur und steigern die Speicherfähigkeit für Nährstoffe und Wasser.

Lagerhinweise:

Saatgut kühl, trocken, dunkel und luftdicht lagern für maximale Haltbarkeit und Keimfähigkeit.
Ausführliche Hinweise zur Lagerung von Saatgut
Plant_Profile_-_Pflanzen_Steckbrief_-_Ficha_da_planta_-_www

Pflanzen-Steckbrief

Pflanzendetails

Botanischer Name:

Melissa officinalis L.

Pflanzenfamilie:

Lamiaceae

Pflanzentyp:

Heil‑ und Gewürzpflanze

Lebenszyklus:

Mehrjährig, ausdauernd (5–10+ Jahre)

Kulturdauer:

5–10+ Jahre

Wuchsform:

Aufrecht wachsend, Buschig, Krautig, Horstbildend

Pflanzenbreite ca.:

60 cm

Pflanzenhöhe ca.:

90 cm

Wurzeltyp:

Flach- bis Mittelwurzler

Winterhart bis:

-25 °C

Kulturelle Bedeutung:

Historisch, Traditionell

Nutzungseignung:

Sommerkultur, Hauptsaison, Ganzjahreskultur, Selbstversorgung, Biodiversität, Sortenerhaltung, Bildungsprojekte / Schulgarten, Direktvermarktung, Frischverzehr, Verarbeitung

Vermehrungsform:

Generative Vermehrung über Samen, Vegetative Ausbreitung, Rhizombildend, Teilung möglich, Stecklingsvermehrung, Selbstaussaat

Vermehrung:

• Diese Sorte ist fremdbefruchtend durch Insektenbestäubung und gehört zur Art Melissa officinalis.
• Zur Saatgutgewinnung empfiehlt sich ein Mindestabstand von 200-300 m zu anderen Sorten derselben Art, da Kreuzungen möglich sind.
• Die Pflanze ist mehrjährig – nach der Blüte bildet sie zahlreiche, kleine, gut ausreifende Samen in trockenen Kapselfrüchten.
• Die Samen sind erntereif, sobald die Fruchtstände vollständig eingetrocknet und leicht brüchig geworden sind.

Aussaat & Pflanzung

Keimtyp:

Lichtkeimer, Normalkeimer

Saattiefe:

0 cm

Keimtemperatur:

18-22 °C

Keimdauer:

10-20 Tage

Topfkultur:

Möglich ab 5 Liter Topfvolumen.

Reihenabstand Baby-Leaf:

Nicht für Baby-Leaf geeignet.

Pflanzenabstand:

40 cm

Reihenabstand:

50 cm

Pikieren / Vereinzeln:

3-4 Wochen, nach Bildung der ersten echten Blattpaare vereinzeln.

Pflanzzeitpunkt:

Vorgezogene Jungpflanzen können ca. 4 Wochen nach dem Pikieren ins Freiland gesetzt werden. Frühestens bei frostfreiem Boden.

Boden

Bodenart:

Tiefgründiger und durchlässiger, humusreicher Lehmboden

pH-Wert des Bodens:

6,0-7,5 - schwach sauer bis alkalisch

Nährstoffbedarf:

Mittelzehrer

Bodenfeuchte:

Gleichmäßig feucht, Mäßig feucht, Anpassungsfähig, Staunässeempfindlich

Boden Vorbereitung:

Vor Aussaat lockern, Kompostgabe vor Pflanzung, Unkrautfrei und krümelig vorbereiten

Mischkultur, Fruchtfolge & Ernte

Mischkultur Partner:

Salat, Erdbeere, Bohne, Erbse, Zwiebelgewächse, Möhre

Schlechte Nachbarn:

Andere Lippenblütler, Starkzehrer, Fenchel, Wermut, Beifuß

Fruchtfolge-Hinweise:

• Mehrjährig – bleibt mehrere Jahre am Standort.
• Nicht nach anderen Lippenblütlern pflanzen - mindestens 3 Jahre Abstand empfohlen.
• Nicht direkt nach stark zehrenden Kulturen – Boden vorher regenerieren.

Erntezeit:

Frühling, Sommer, Herbst

Aussaat bis zur Ernte:

1,5-3 Monate

Ernteteile:

Blätter, Triebspitzen, Blühende Triebe

Verzehrgeeignet:

Ja - roh oder gegart essbar.

Verwendungszweck:

Diätküche, Low Carb, Würzen / Aromageber, Rohverzehr, Salate, Dünsten, Kochen, Backen, Pürieren, Smoothies, Tee, Gefrieren, Konservieren, Trocknen / Dörren, Duftpflanze, Bestäuberpflanze, Begleitstaude, Wildstaude, Naturgarten, Dekoration

Pflege & Kulturmaßnahmen

Wasserbedarf:

Mittel

Pflegemaßnahmen:

Regelmäßig gießen - auch in Trockenperioden, Lockern & hacken, Düngen, Unkrautfrei halten, Regelmäßige Kontrolle auf Schädlinge, Auslichten

Pflanzenschutz:

Luftiger Standort und gute Drainage empfohlen, Mulchen empfohlen

Kulturhinweise:

Bewährt und problemlos im Anbau. In der frühen Entwicklungsphase Schneckenanfällig. Später sind die robusteren Blätter weniger gefährdet. Kann bei feuchtem Wetter Mehltau entwickeln - luftiger Standort empfehlenswert. Kann von Blattläusen befallen werden - gelegentliche Kontrolle empfohlen. Empfindlich gegenüber Staunässe – gut drainierten Boden verwenden.

Weitere Namen

EN - Englische Namen:

• Lemon balm • Melissa

DE - Deutsche Namen:

• Zitronenmelisse • Melisse • Bienenkraut • Herztrost

PT - Portugiesische Namen:

• Erva‑cidreira • Cidreira

ES - Spanische Namen:

• Toronjil • Melisa

FR - Französische Namen:

• Mélisse officinale • Mélisse citronnelle • Mélisse
Practical_Planting_and_Care_Tips_-_Praktische_Aussaat-_und_Pflegetipps_-_Dicas_praticas_de_sementeira_e_cuidados_-_www

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