Bischofskraut - Zahnstocher-Ammei - Ammi visnaga

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Historische, traditionelle und unveränderte Wildform. Samenfest & offen bestäubt - 100 % frei von Hybrid-Züchtungen, Gentechnik & synthetischem Dünger. Ökologisch vermehrt - in ursprünglicher Form bewahrt.

Abholung bei Benjis Seeds möglich.

Bohnensamen2

Erntejahr:

2024

Keimfähigkeit:

3 Jahre (artspezifisch)
Ausführliche Hinweise zur Keimfähigkeit

Beschreibung

Anbau & Eigenschaften

Tipps & Bewertungen

Bischofskraut - Zahnstocher-Ammei – traditionelle Heilpflanze mit filigranen Blütendolden.

Einjährige Heil‑ und Zierpflanze mit fein verzweigten, weißen Blütendolden und gehaltreichen Wirkstoffen. Sie wächst robust, ist pflegeleicht und eignet sich für Freiland, Topf und naturnahe Gärten. Sie keimt zuverlässig und versamt sich leicht. Optimal für ökologischen Heilkräuteranbau und Naturgärten.

 

   Herkunft & Geschichte

Bischofskraut ist eine seit der Antike bekannte traditionelle Heilpflanze, die sowohl medizinisch als auch kulturell geschätzt wurde. Sie gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae), zur Unterfamilie Apioideae und zur Gattung Ammi. Die Pflanze stammt ursprünglich aus dem Nildelta, wo sie bereits im altägyptischen Altertum therapeutisch genutzt wurde. Von dort aus verbreitete sie sich über den gesamten östlichen Mittelmeerraum, nach Nordafrika, Westasien und in trockene Regionen Südeuropas, wo sie bis heute wild vorkommt.

Der deutsche Name „Bischofskraut“ bzw. „Zahnstocher‑Ammei“ geht auf die getrockneten, harten Doldenstiele zurück, die traditionell als Zahnstocher verwendet wurden — eine Praxis, die in Märkten des Orients bis heute dokumentiert ist. Der Gattungsname Ammi wurde bereits von Dioskurides verwendet und leitet sich vom griechischen ammos („Sand“) ab, ein Hinweis auf die bevorzugten Standorte der Pflanze. Der Artname visnaga wird auf die lateinische Bezeichnung bis acutum („doppelt spitz“) zurückgeführt, was sich auf die Form der Fruchtstände bezieht.

Historisch spielte Bischofskraut eine bedeutende Rolle in der ägyptischen, griechischen und arabischen Medizin. Die Früchte enthalten charakteristische Furanochromone wie Khellin und Visnagin, die für ihre krampflösenden und gefäßerweiternden Eigenschaften bekannt sind. Diese Wirkstoffe machten die Pflanze über Jahrtausende hinweg zu einem wichtigen Heilmittel gegen Harn‑ und Blasensteine, Bronchialbeschwerden, Asthma und Gefäßkrämpfe.

 

   Aussehen & Merkmale

Die Pflanze bildet aufrechte, verzweigte Stängel mit fein gefiederten, hellgrünen Blättern. Die weißen Blüten erscheinen in 8–12 cm breiten, flachen Dolden. Sie wird bis 80–120 cm hoch und wird von zahlreichen Insekten bestäubt.

Pflanzendetails:

  • Wuchshöhe: 80–120 cm

  • Form: Aufrecht, stark verzweigt

  • Blätter: Fein gefiedert, aromatisch

  • Blüten: Weiß, 8–12 cm große Dolden

  • Geschmack: Würzig‑aromatisch, leicht bitter


 Verwendung & Anbau-Highlights

Bischofskraut wird für Tee, Aufgüsse, Tinkturen und traditionelle Heilanwendungen genutzt. Die Samen enthalten Furanochromone wie Khellin und Visnagin, die krampflösend, gefäßerweiternd und bronchienentspannend wirken. Es wird innerlich bei Atemwegs‑, Herz‑ sowie Harnwegsbeschwerden verwendet und äußerlich zur Förderung der Durchblutung. Als Schnittblume überzeugt es mit filigranen Dolden und guter Haltbarkeit. Sein würziges Aroma bereichert Kräutermischungen, und die getrockneten Doldenstiele dienen traditionell als natürliche Zahnstocher.

Bischofskraut gedeiht zuverlässig im Freiland und in Töpfen. Die Pflanze bevorzugt sonnige, durchlässige und eher magere Böden und kommt mit Trockenheit und Hitze hervorragend zurecht. Die einjährige, selbstaussaatfreudige Art ist sehr pflegeleicht, benötigt wenig Wasser und blüht über viele Wochen. Sie zieht zahlreiche Nützlinge an und eignet sich ideal für naturnahe, pflegearme Gärten. Dank ihrer tiefreichenden Pfahlwurzel ist sie besonders standfest und windtolerant. Die lange Blütezeit bietet Bestäubern kontinuierlich Nahrung, und die getrockneten Dolden bleiben bis zum Winter dekorativ. Ihre hohe Hitzetoleranz und geringe Krankheitsanfälligkeit machen sie zu einer zuverlässigen Wahl für trockene Sommer und anspruchsvolle Standorte.

Im Vergleich zu anderen Doldenblütlern ist das Bischofskraut die bekannte traditionelle Heilpflanze mit besonderer Heilkraft – ideal für Menschen, die pflegeleichte, einjährige Heilkräuter mit filigranen Blüten für Insekten und Schnittblumen schätzen.

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Ursprung & Anbau im Überblick

Erste Erwähnung:

1550 v. Chr.

Herkunft:

Südeuropa, Westasien und Nordafrika

Züchter:

Wildform – unverändert in Kultur genommen

Vermehrungsort:

Niedersachsen - Deutschland

Geeignet für:

Freiland, Hochbeet, Balkon / Topf, Urban Gardening, Steingarten

Pflegeaufwand:

Gering - pflegeleicht, ideal für Einsteiger.

Überwinterung:

Nicht winterhart - einjährig kultivierbar im Freiland.

Besondere Eigenschaften:

Robust / widerstandsfähig, Pflegeleicht, Lichtliebend / sonnig, Hitzeverträglich, Trockenheitsverträglich
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Anbau-Anleitung für

Bischofskraut - Zahnstocher-Ammei

Anbauschwierigkeit:

Leicht
• Im subtropischen Klima von März bis Mai sonnig oder halbschattig aussäen – Vorkultur nicht empfehlenswert.
• In gemäßigten Regionen Direktsaat von April bis Mai nach dem Frost in voller Sonne – Vorkultur nicht empfehlenswert.
• Aussaat in durchlässigen, sandig‑steinigen bis mäßig nährstoffreichen Boden. Lichtkeimer – nicht mit Erde bedecken. Pflanzabstand: 30 × 40 cm.

Anbau Tipps:

• Direktsaat ist empfehlenswert - Jungpflanzen wachsen stabil und kräftig.
• Frühzeitig ausdünnen, damit die Pflanzen genügend Platz haben.
• Gute Luftzirkulation schützt vor Blattläusen und Pilzkrankheiten.
• Keine frische organische Düngung verwenden, da dies zu verzweigten und deformierten Wurzeln führen kann.
• Ideal für Präriebeete und Trockengärten mit mediterranen Kräutern kombinierbar.

Lagerhinweise:

Saatgut kühl, trocken, dunkel und luftdicht lagern für maximale Haltbarkeit und Keimfähigkeit.
Ausführliche Hinweise zur Lagerung von Saatgut
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Pflanzen-Steckbrief

Pflanzendetails

Botanischer Name:

Ammi visnaga (L.) Lam.

Pflanzenfamilie:

Apiaceae

Pflanzentyp:

Heilpflanze

Lebenszyklus:

Einjährig

Kulturdauer:

5-7 Monate

Wuchsform:

Aufrecht wachsend, Krautig

Pflanzenbreite ca.:

40 cm

Pflanzenhöhe ca.:

120 cm

Wurzeltyp:

Pfahlwurzler

Winterhart bis:

2 °C - kurzfristig tolerierbar, nicht winterhart.

Kulturelle Bedeutung:

Historisch, Traditionell

Nutzungseignung:

Sommerkultur, Hauptsaison, Biodiversität, Sortenerhaltung, Bildungsprojekte / Schulgarten, Dekosorte

Vermehrungsform:

Generative Vermehrung über Samen, Selbstaussaat

Vermehrung:

• Die Pflanze ist fremdbefruchtend durch Insektenbestäubung und gehört zur Art Ammi visnaga.
• Zur Saatgutgewinnung empfiehlt sich ein Mindestabstand von 500 m zu anderen Sorten derselben Art, um Kreuzungen zu vermeiden.
• Die Pflanze ist einjährig – nach der Blüte bildet sie kleine, verzweigte Blütenstände mit zahlreichen, kleinen und gut ausreifenden Samen.
• Die Samen sind erntereif, sobald die Fruchtstände vollständig eingetrocknet und strohig-brüchig geworden sind.

Aussaat & Pflanzung

Keimtyp:

Lichtkeimer, Normalkeimer

Saattiefe:

0-0,5 cm

Keimtemperatur:

15-20 °C

Keimdauer:

10-20 Tage

Topfkultur:

Möglich ab 10-15 Liter Topfvolumen.

Reihenabstand Baby-Leaf:

Nicht für Baby-Leaf geeignet.

Pflanzenabstand:

30 cm

Reihenabstand:

40 cm

Pikieren / Vereinzeln:

Kein Vereinzeln nötig - Direktsaat empfohlen.

Pflanzzeitpunkt:

Pflanzung nicht erforderlich – Direktsaat ist empfehlenswert.

Boden

Bodenart:

Durchlässiger, sandig‑steiniger, nährstoffarmer Lehmboden

pH-Wert des Bodens:

6,0-7,5 - schwach sauer bis alkalisch

Nährstoffbedarf:

Schwachzehrer

Bodenfeuchte:

Trockenliebend, Anpassungsfähig, Staunässeempfindlich

Boden Vorbereitung:

Vor Aussaat lockern, Unkrautfrei und krümelig vorbereiten, Nährstoffarme Erde empfohlen, Kalkung bei saurem Boden

Mischkultur, Fruchtfolge & Ernte

Mischkultur Partner:

Sonnenhut, Schafgarbe, Lavendel, Salbei, Prachtkerze, Blauraute, Duftnessel, Thymian‑Arten, Oregano

Schlechte Nachbarn:

Sellerie, Kohlarten, Tomate, Kürbisgewächse, Kartoffel, Mais, Feuchtigkeitsliebende Pflanzen, Sonnenblume, Hohe Stauden, Buschige Sträucher / Heckenpflanzen, Basilikum, Koriander, Dill, Minze, Giersch, Brombeeren

Fruchtfolge-Hinweise:

• Nicht nach anderen Doldenblütlern pflanzen – mindestens 3 Jahre Abstand empfohlen.
• Mehrjähriger Anbau am selben Standort erhöht den Krankheitsdruck, führt zu Nährstoffverarmung und beeinträchtigt die Bodenstruktur.

Erntezeit:

Frühling, Sommer

Aussaat bis zur Ernte:

3-5 Monate

Ernteteile:

Blütenstände, Junge Triebe

Verzehrgeeignet:

Nein - nur zur äußerlichen Anwendung.

Verwendungszweck:

Bestäuberpflanze, Duftpflanze, Naturgarten, Wildstaude, Begleitstaude, Trocknen / Dörren, Dekoration

Pflege & Kulturmaßnahmen

Wasserbedarf:

Gering - Mittel

Pflegemaßnahmen:

Bei Direktsaat ausdünnen nach der Keimung, Gelegentlich gießen, Lockern & hacken, Unkrautfrei halten, Regelmäßige Kontrolle auf Schädlinge

Pflanzenschutz:

Luftiger Standort und gute Drainage empfohlen, Frühzeitig auf Blattläuse kontrollieren

Kulturhinweise:

Bewährt und problemlos im Anbau. Kann bei feuchtem Wetter Mehltau entwickeln - luftiger Standort empfehlenswert. Kann von Blattläusen befallen werden - gelegentliche Kontrolle empfohlen. Empfindlich gegenüber Staunässe – gut drainierten Boden verwenden.

Weitere Namen

EN - Englische Namen:

• Toothpick Plant • Toothpick Weed • Khella • Bishop’s Weed • Visnaga

DE - Deutsche Namen:

• Bischofskraut • Zahnstocher‑Ammei • Zahnstocherkraut • Khella • Ammei • Visnaga

PT - Portugiesische Namen:

• Bisnaga • Âmio‑bisnaga • Bisnaga‑das‑searas • Paliteira

ES - Spanische Namen:

• Ammi visnaga • Hierba de los dientes • Khella

FR - Französische Namen:

• Ammi visnaga • Herbe aux cure‑dents • Khella
Practical_Planting_and_Care_Tips_-_Praktische_Aussaat-_und_Pflegetipps_-_Dicas_praticas_de_sementeira_e_cuidados_-_www

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