Wildes Gänseblümchen - Bellis perennis

€2,50 EUR
Spare {price}%
€10.000,00 EUR kg
Preis zzgl. Versandkosten
Lieferzeit: 1-2 Werktage (PT - Ausland abweichend)
reicht für ca. 1 m²

Sofort verfügbar

Historische, traditionelle und unveränderte Wildform. Samenfest & offen bestäubt - 100 % frei von Hybrid-Züchtungen, Gentechnik & synthetischem Dünger. Traditionell & sorgfältig wildgesammelt.

Abholung bei Benjis Seeds möglich.

Bohnensamen2

Erntejahr:

2024

Keimfähigkeit:

3 Jahre (artspezifisch)
Ausführliche Hinweise zur Keimfähigkeit

Beschreibung

Anbau & Eigenschaften

Tipps & Bewertungen

Wildes Gänseblümchen – robuste mehrjährige Wildpflanze mit essbaren Blüten und traditioneller Heilwirkung.

Mehrjährige und langlebige Wildstaude mit kleinen weißen Blüten und gelber Mitte. Sie wächst robust, ist winterhart und eignet sich für Freiland, Topf und naturnahe Gärten. Sie keimt zuverlässig und eignet sich optimal für Selbstversorgung und ökologischen Heilkräuteranbau.

 

   Herkunft & Geschichte

Das Wilde Gänseblümchen (Bellis perennis) in seiner Wildform zählt zu den ältesten und verbreitetsten Heil‑ und Kulturpflanzen Europas. Sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet umfasst nahezu ganz Europa, den Mittelmeerraum und Teile Westasiens, wo es vor allem in offenen Wiesen, an Wegrändern und auf extensiv genutzten Grünflächen vorkommt. Botanisch gehört die Art zur Familie der Korbblütler (Asteraceae), zur Unterfamilie Asteroideae und zur Gattung Bellis. Der Name „Bellis“ leitet sich im Lateinischen von bellus („schön“) ab, während perennis („ausdauernd“) die mehrjährige Lebensweise der Wildform beschreibt.

Die früheste Erwähnung findet sich bei Plinius dem Älteren im 1. Jahrhundert n. Chr., der das Gänseblümchen als Heilpflanze bei Wunden und Hautverletzungen beschreibt. Auch Dioskurides führt es in De materia medica auf und belegt damit seine kontinuierliche medizinische Nutzung seit der Antike. In mittelalterlichen Kräuterbüchern erscheint Bellis perennis regelmäßig als Heilpflanze gegen Prellungen, Schwellungen und Hautreizungen und wurde in Klostergärten als robuste, leicht verfügbare Arzneipflanze kultiviert.

Über die Jahrhunderte verbreitete sich die Wildform durch natürliche Ausbreitung und menschliche Nutzung weit über ihr Ursprungsgebiet hinaus. Sie wurde in ganz Europa heimisch und später auch in Nordamerika, Australien und Neuseeland eingebürgert, wo sie sich dank ihrer hohen Anpassungsfähigkeit rasch etablierte. Die Blüten, die sich bei Sonne öffnen und bei Regen oder Dunkelheit schließen, gelten als klassisches Beispiel für Nyktinastie und prägten ihre symbolische Bedeutung als Pflanze des Lichts und der Reinheit.

Aufgrund ihrer langen Nutzungsgeschichte, ihrer Robustheit und ihres Gehalts an sekundären Pflanzenstoffen wie Saponinen, Flavonoiden und Gerbstoffen gilt die Wildform von Bellis perennis bis heute als eine der bedeutendsten traditionellen Heilpflanzen Europas. Das Wilde Gänseblümchen bildet die Grundlage aller späteren Zuchtformen und bleibt die ökologisch wertvollste und am weitesten verbreitete Form der Art.

 

   Aussehen & Merkmale

Die Pflanze ist mehrjährig, krautig und bildet flache Rosetten mit spatelförmigen bis löffelförmigen, leicht behaarten Blättern. Die weißen Zungenblüten mit gelber Mitte erscheinen vom Frühjahr bis in den Herbst hinein. Bellis perennis bildet kurze, kriechende Rhizome und feine Wurzeln. Die Art ist winterhart und übersteht Temperaturen bis etwa −30 °C, abhängig vom Standort.

Pflanzendetails:

  • Wuchshöhe: Niedrig, 5–15 cm

  • Form: Rosettenbildend, flach, kompakt

  • Blätter: Spatelförmig bis löffelförmig, leicht behaart

  • Blüten: Weiß mit gelber Mitte, körbchenförmig

  • Geschmack: Mild‑nussig, leicht bitter, aromatisch


 Verwendung & Anbau-Highlights

Wildes Gänseblümchen eignet sich ideal für Salate, essbare Dekoration, Tee, Naturkosmetik und Heilanwendungen. Seine entzündungshemmenden Inhaltsstoffe werden traditionell bei Hautbeschwerden, Prellungen, Husten und Verdauungsproblemen genutzt. Äußerlich beruhigt es gereizte Haut und unterstützt die Wundheilung. Die Blüten verfeinern Salate, Kräuterquark, Suppen, Smoothies und Wildkräutermischungen. Sie werden in der Pflanzenheilkunde zur Stärkung des Immunsystems, bei Erkältungen und zur sanften Entgiftung eingesetzt. Zudem dienen die frischen Blüten als aromatische Zutat in Kräuterbutter, Pestos und Blütenessigen, während die Knospen als „Kapern des Nordens“ eingelegt werden. In der Naturkosmetik bilden Blütenauszüge die Grundlage für pflegende Öle, Salben und Waschungen. Sirup, Honigauszüge, Kräuterbäder und Kompressen unterstützen traditionell Atemwege, Hautregeneration und Stoffwechsel, und machen die Pflanze zu einem vielseitigen Bestandteil von Frühjahrskuren.

Wildes Gänseblümchen gedeiht zuverlässig im Freiland und in Töpfen. Die Pflanze ist pflegeleicht, winterhart und kann über viele Jahre hinweg beerntet werden. Ihre Blüten ziehen zahlreiche Nützlinge wie Bienen und Hummeln an und fördern das ökologische Gleichgewicht im Garten. Dank ihrer robusten Natur wächst sie auch in weniger idealen Böden stabil weiter, regeneriert sich schnell nach jedem Schnitt und ist mehrschnittig nutzbar. Sie bildet langlebige Horste, eignet sich hervorragend für Rasenflächen, Wegesränder und naturnahe Gärten. Sie zeigt sich insgesamt sehr tolerant gegenüber Trockenphasen und wechselnden Witterungsbedingungen. Darüber hinaus verträgt die Wildform sowohl volle Sonne als auch Halbschatten und kommt mit nährstoffarmen, verdichteten oder leicht sauren Böden gut zurecht. Sie ist trittfest, um in Wiesen und Rasenflächen dauerhaft zu bestehen, und breitet sich durch kurze Rhizome sowie Selbstaussaat zuverlässig aus, ohne dabei lästig zu werden. Durch ihre frühe Blütezeit bietet sie bereits im zeitigen Frühjahr eine wertvolle Nahrungsquelle für Bestäuber und verlängert die Blühsaison im Garten.

Im Vergleich zu anderen Wildblumen ist das Wilde Gänseblümchen eine klassische traditionelle Heilpflanze mit besonderen zierlichen Blüten – ideal für Menschen, die pflegeleichte, mehrjährige Wildkräuter mit hohem Nutzen für Insekten schätzen.

Cultivation_Overview_-_Anbau_im_Uberblick_-_Visao_geral_do_cultivo_-_www

Ursprung & Anbau im Überblick

Erste Erwähnung:

1. Jahrhundert n. Chr.

Herkunft:

Europa und Zentralasien

Züchter:

Wildform

Vermehrungsort:

Niedersachsen - Deutschland

Geeignet für:

Freiland, Frühbeet, Hochbeet, Balkon / Topf, Urban Gardening, Pflanzsäulen oder gestufte Systeme

Pflegeaufwand:

Gering - pflegeleicht, ideal für Einsteiger.

Überwinterung:

Winterhart - mehrjährig kultivierbar im Freiland.

Besondere Eigenschaften:

Mehrjährig / wintergrün, Robust / widerstandsfähig, Pflegeleicht, Lichtliebend / sonnig, Schattenverträglich / halbschattig, Frosthart / winterhart
Plant_Growing_Instructions_-_Pflanzen_Anbau-Anleitung_-_Instrucoes_de_cultivo_de_plantas_-_www

Anbau-Anleitung für

Wildes Gänseblümchen

Anbauschwierigkeit:

Leicht
• Im subtropischen Klima von März bis September sonnig bis halbschattig ins Freiland aussäen – Vorkultur nicht empfehlenswert.
• In gemäßigten Regionen Direktsaat von März bis Juni frostfrei in sonnigen bis halbschattigen Lagen – Vorkultur nicht empfehlenswert.
• Aussaat in durchlässigen, humusreichen und mäßig nährstoffreichen Lehmboden. Lichtkeimer – nicht mit Erde bedecken. Pflanzabstand: 15 × 20 cm.

Anbau Tipps:

• Direktsaat ist empfehlenswert - Jungpflanzen wachsen stabil und kräftig.
• Pflanzenkohle und Urgesteinsmehl verbessern die Bodenstruktur und steigern die Speicherfähigkeit für Nährstoffe und Wasser.
• Gleichmäßige Bewässerung verbessert die Pflanzenqualität und unterstützt gesundes Wachstum.

Lagerhinweise:

Saatgut kühl, trocken, dunkel und luftdicht lagern für maximale Haltbarkeit und Keimfähigkeit.
Ausführliche Hinweise zur Lagerung von Saatgut
Plant_Profile_-_Pflanzen_Steckbrief_-_Ficha_da_planta_-_www

Pflanzen-Steckbrief

Pflanzendetails

Botanischer Name:

Bellis perennis L.

Pflanzenfamilie:

Asteraceae

Pflanzentyp:

Heil‑ und Gewürzpflanze

Lebenszyklus:

Mehrjährig, ausdauernd (4–6 Jahre)

Kulturdauer:

4-7 Monate

Wuchsform:

Krautig, Kompakt, Rosettenbildend

Pflanzenbreite ca.:

20 cm

Pflanzenhöhe ca.:

20 cm

Wurzeltyp:

Flachwurzler

Winterhart bis:

-30 °C

Kulturelle Bedeutung:

Historisch, Traditionell

Nutzungseignung:

Ganzjahreskultur, Hauptsaison, Selbstversorgung, Biodiversität, Bildungsprojekte / Schulgarten, Sortenerhaltung, Frischverzehr, Verarbeitung

Vermehrungsform:

Generative Vermehrung über Samen, Vegetative Ausbreitung, Ausläuferbildend, Teilung möglich, Selbstaussaat

Vermehrung:

• Diese Pflanze ist fremdbefruchtend durch Insektenbestäubung und gehört zur Art Bellis perennis.
• Zur Saatgutgewinnung empfiehlt sich ein Mindestabstand von 500–800 m zu anderen Sorten derselben Art, da Kreuzungen möglich sind.
• Die Pflanze ist mehrjährig – nach der Blüte bildet sie zahlreiche, kleine, gut ausreifende Samen in trockenen Sammelachänen.
• Die Samen sind erntereif, sobald die Fruchtstände vollständig eingetrocknet und leicht brüchig geworden sind.

Aussaat & Pflanzung

Keimtyp:

Lichtkeimer, Normalkeimer

Saattiefe:

0-0,5 cm

Keimtemperatur:

18-22 °C

Keimdauer:

3–7 Tage

Topfkultur:

Möglich ab 2 Liter Topfvolumen.

Reihenabstand Baby-Leaf:

Nicht für Baby-Leaf geeignet.

Pflanzenabstand:

15 cm

Reihenabstand:

20 cm

Pikieren / Vereinzeln:

Kein Vereinzeln nötig - Direktsaat empfohlen.

Pflanzzeitpunkt:

Pflanzung nicht erforderlich – Direktsaat ist empfehlenswert.

Boden

Bodenart:

Durchlässiger, humusreicher sandiger Lehmboden

pH-Wert des Bodens:

7.0–8.0 - neutral bis alkalisch

Nährstoffbedarf:

Mittelzehrer

Bodenfeuchte:

Mäßig feucht, Anpassungsfähig, Staunässeempfindlich

Boden Vorbereitung:

Vor Aussaat lockern, Unkrautfrei und krümelig vorbereiten, Kalkung bei saurem Boden, Mulchschicht zur Feuchtigkeitsregulierung

Mischkultur, Fruchtfolge & Ernte

Mischkultur Partner:

Erdbeere, Schnittlauch, Thymian, Salbei, Ringelblume, Borretsch, Zitronenmelisse

Schlechte Nachbarn:

Starkzehrer, Meerrettich, Beinwell, Topinambur, Trockenheitsliebende Stauden

Fruchtfolge-Hinweise:

• Mehrjährig – bleibt mehrere Jahre am Standort.

Erntezeit:

Frühling, Sommer, Herbst

Aussaat bis zur Ernte:

4-6 Monate

Ernteteile:

Blätter, Blüten, Blütenköpfe

Verzehrgeeignet:

Ja - roh oder gegart essbar.

Verwendungszweck:

Rohverzehr, Salate, Tee, Trocknen / Dörren, Salben, Tinkturen, Dekoration, Bestäuberpflanze, Begleitstaude, Wildstaude, Naturgarten

Pflege & Kulturmaßnahmen

Wasserbedarf:

Mittel - Hoch

Pflegemaßnahmen:

Bei Direktsaat ausdünnen nach der Keimung, Gelegentlich gießen

Pflanzenschutz:

Schutz nicht erforderlich

Kulturhinweise:

Bewährt und problemlos im Anbau. In der frühen Entwicklungsphase Schneckenanfällig. Später sind die robusteren Blätter weniger gefährdet. Empfindlich gegenüber Staunässe – gut drainierten Boden verwenden.

Weitere Namen

EN - Englische Namen:

• Common Daisy • Lawn Daisy

DE - Deutsche Namen:

• Wildes Gänseblümchen • Tausendschön • Marienblümchen • Wundwurz / Wundkraut

PT - Portugiesische Namen:

• Margarida

ES - Spanische Namen:

• Margarita • Bellorita • Chiribita

FR - Französische Namen:

• Pâquerette • Petite marguerite
Practical_Planting_and_Care_Tips_-_Praktische_Aussaat-_und_Pflegetipps_-_Dicas_praticas_de_sementeira_e_cuidados_-_www

Praktische Aussaat- und Pflegetipps

Saattiefe - Bedingt Keimverhalten und Gesundheit

Saattiefe - Bedingt Keimverhalten und Gesundheit

Ist die Keimrate zu niedrig oder knickend Pflanzen um? Hier erfährst du die Entscheidenden Faktoren bei der Saattiefe. Was beachtet...
Lese hier weiter
Aussaat-Arten - Direktsaat und Vorkultivierung

Aussaat-Arten - Direktsaat und Vorkultivierung

Wie säe ich aus, Direktsaat oder Vorkultur? Hier in diesem Artikel zeigen wir dir die Hintergründe beider Varianten mit zusätzlichen...
Lese hier weiter
Keimarten und Umgebungsfaktoren - Wie Samen keimen

Keimarten und Umgebungsfaktoren - Wie Samen keimen

Welche Keimarten sind relevant und was gibt es zu beachten um Samen zum keimen zu bringen? In diesem Artikel haben...
Lese hier weiter
Mulch - Wasser sparen und Wachstum fördern

Mulch - Wasser sparen und Wachstum fördern

Die Natur als Vorbild - Mulch hat zahlreiche Vorteile die der Gesundheit des Bodenlebens und der Pflanzen zu gute kommen....
Lese hier weiter

Customer Reviews

Be the first to write a review
0%
(0)
0%
(0)
0%
(0)
0%
(0)
0%
(0)

Weitere Empfehlungen für dich

100 % samenfest & nachbaufähig