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Historische, traditionelle und unveränderte Wildform. Samenfest & offen bestäubt - 100 % frei von Hybrid-Züchtungen, Gentechnik & synthetischem Dünger. Ökologisch vermehrt - in ursprünglicher Form bewahrt.

Abholung bei Benjis Seeds möglich.

Bohnensamen2

Erntejahr:

2024

Keimfähigkeit:

3 Jahre (artspezifisch)
Ausführliche Hinweise zur Keimfähigkeit

Beschreibung

Anbau & Eigenschaften

Tipps & Bewertungen

Gewürztagetes – aromatische Heil‑ und Gewürzpflanze mit anisartigem Duft und essbaren Blüten.

Mehrjährige, in kälteren Regionen einjährig kultivierte Pflanze mit würzig‑anisartigem Aroma und hohem Gehalt an ätherischen Ölen. Sie wächst robust, ist blühfreudig und eignet sich für Freiland, Topf und naturnahe Gärten. Sie keimt zuverlässig und ist eine pflegeleichte, dekorative Pflanze. Optimal für Selbstversorgung und ökologischen Gewürzkräuteranbau.

 

   Herkunft & Geschichte

Die Gewürztagetes ist eine seit Jahrhunderten genutzte Heil‑ und Gewürzpflanze aus den Hochlagen Zentral‑ und Südmexikos bis Honduras, wo sie in sonnigen, trockenen Hängen und offenen Wäldern wächst. Der Name „Tagetes“ verweist auf den etruskischen Gott Tages, „lucida“ auf den Glanz der Blätter. Botanisch gehört sie zur Familie der Korbblütler (Asteraceae), zur Unterfamilie Asteroideae und zur Gattung Tagetes.

Schon die Azteken verwendeten Gewürztagetes als „Yauhtli“ in Ritualen, als Räucherwerk, Gewürz und Heilpflanze, etwa zur Aromatisierung von Kakao und zur Beruhigung. Im 16. Jahrhundert gelangte sie nach Europa, wurde zunächst als Zier‑ und Duftpflanze kultiviert und später wegen ihres estragonähnlichen Aromas als vielseitiges Gewürzkraut geschätzt. Ab dem 19. Jahrhundert verbreitete sie sich auch in Nordamerika.

Heute wird Gewürztagetes weltweit in warmen und gemäßigten Regionen angebaut. Ihr anisartiger Duft entsteht durch ätherische Öle wie Estragol und Methyleugenol. Dank ihrer langen Nutzungsgeschichte, Robustheit und ihres intensiven Aromas gilt sie bis heute als eine der bedeutendsten traditionellen Gewürz‑ und Heilpflanzen Mittelamerikas.

 

   Aussehen & Merkmale

Die Pflanze ist mehrjährig, wird in gemäßigten Klimazonen jedoch meist einjährig kultiviert. Sie ist krautig, aufrecht und verzweigt, mit schmalen, glänzenden, aromatischen Blättern. Die goldgelben Blüten erscheinen vom Sommer bis in den Herbst und werden stark von Bestäubern besucht. Sie ist frostempfindlich, aber tolerant gegenüber Trockenheit und Hitze.

Pflanzendetails:

  • Wuchshöhe: Mittel, 40–70 cm

  • Form: Aufrecht, buschig, stark verzweigt

  • Blätter: Schmal‑lanzettlich, glänzend, aromatisch

  • Blüten: Goldgelb, klein

  • Geschmack: Anisartig‑würzig, aromatisch, süßlich


 Verwendung & Anbau-Highlights

Gewürztagetes eignet sich ideal für Tee, Gewürzmischungen, Kräuteressig, essbare Blütendekoration und Aromatherapie. Ihre Blätter und Blüten besitzen einen würzig‑anisartigen Geschmack und werden traditionell als Estragon‑Ersatz, bei Verdauungsbeschwerden, Husten und zur Beruhigung genutzt. Die ätherischen Öle wirken krampflösend und verdauungsfördernd. Sie verfeinert Suppen, Saucen, Fischgerichte und Salate, passt zu Geflügel und Gemüse und wird in der Pflanzenheilkunde zur Stärkung des Immunsystems, bei Erkältungen und zur sanften Entspannung eingesetzt. Darüber hinaus eignet sie sich für Kräuterbutter, Liköre, Sirupe und aromatisierte Öle, kann zum Räuchern verwendet werden und findet in der traditionellen Küche Mittelamerikas Anwendung in Maisspeisen, Bohnen‑ und Kürbisgerichten. Auch in der modernen Küche wird sie zunehmend für Desserts, Obstsalate und feine Backwaren genutzt, da ihr süß‑würziges Aroma warme und kalte Speisen harmonisch abrundet.

Gewürztagetes gedeiht zuverlässig im Freiland, Folientunnel und in Töpfen. Die Pflanze ist pflegeleicht, wärmeliebend und kann über die gesamte Saison beerntet werden. Ihre Blüten ziehen zahlreiche Nützlinge wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an und fördern das ökologische Gleichgewicht im Garten. Dank ihrer robusten Natur wächst sie auch in weniger idealen Böden stabil weiter, regeneriert sich durch Selbstaussaat und ist mehrschnittig nutzbar. Sie eignet sich hervorragend für Kräuterspiralen, Bauerngärten und naturnahe Gärten und zeigt sich insgesamt sehr tolerant gegenüber Trockenphasen und Hitzeperioden. Zusätzlich überzeugt sie durch ihren kompakten, standfesten Wuchs, ihre gute Regenerationsfähigkeit nach Rückschnitt und zeigt eine hohe Widerstandskraft gegenüber den meisten typischen Kräuterkrankheiten. Auch in Höhenlagen und auf mageren, gut drainierten Böden bleibt sie vital und aromatisch, was sie zu einer besonders zuverlässigen und vielseitigen Kulturpflanze macht.

Im Vergleich zu anderen Tagetes‑Arten ist die Gewürztagetes die klassische traditionelle Gewürzpflanze mit besonders aromatischen Blättern – ideal für Menschen, die pflegeleichte, blühfreudige Kräuter mit hohem Nutzen für Insekten schätzen.

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Ursprung & Anbau im Überblick

Erste Erwähnung:

1795 - alte überlieferte Kulturpflanze

Herkunft:

Mexiko und Mittelamerika

Züchter:

Wildform – unverändert in Kultur genommen

Vermehrungsort:

Algarve - Portugal

Geeignet für:

Freiland, Hochbeet, Balkon / Topf, Urban Gardening, Steingarten

Pflegeaufwand:

Gering - pflegeleicht, ideal für Einsteiger.

Überwinterung:

Kann in mildem Klima frostfrei bis etwa 0 °C im Freiland überwintert werden.

Besondere Eigenschaften:

Schnell nutzbar, Schnellwachsend, Mehrjährig, Hoher Ertrag / ertragreich, Robust / widerstandsfähig, Pflegeleicht, Lichtliebend / sonnig, Schattenverträglich / halbschattig, Trockenheitsverträglich, Hitzeverträglich
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Anbau-Anleitung für

Gewürztagetes

Anbauschwierigkeit:

Leicht
• Im subtropischen Klima von März bis Juli sonnig oder halbschattig aussäen – Vorkultur ab Januar möglich.
• In gemäßigten Regionen ab Mitte Mai nach dem Frost in voller Sonne aussäen – Vorkultur ab März möglich.
• Aussaat in durchlässigen, sandig‑steinigen und nährstoffarmen Boden. Lichtkeimer – nicht mit Erde bedecken. Pflanzabstand: 30 × 40 cm.

Anbau Tipps:

• Direktsaat ist empfehlenswert - Jungpflanzen wachsen schnell und kräftig.
• Frühzeitig ausdünnen, damit die Pflanzen genügend Platz haben.
• Töpfe im Herbst ins Haus oder Gewächshaus stellen – so kann die Saison deutlich verlängert werden.
• Gute Luftzirkulation schützt vor Blattläusen und Pilzkrankheiten.
• Wenig düngen - zu nährstoffreiche Böden mindern das Aroma.
• Ideal für Präriebeete und Trockengärten mit mediterranen Kräutern kombinierbar.

Lagerhinweise:

Saatgut kühl, trocken, dunkel und luftdicht lagern für maximale Haltbarkeit und Keimfähigkeit.
Ausführliche Hinweise zur Lagerung von Saatgut
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Pflanzen-Steckbrief

Pflanzendetails

Botanischer Name:

Tagetes lucida Cav.

Pflanzenfamilie:

Asteraceae

Pflanzentyp:

Heil‑ und Gewürzpflanze

Lebenszyklus:

Mehrjährig, ausdauernd (4–7 Jahre)

Kulturdauer:

2-4 Jahre

Wuchsform:

Aufrecht wachsend, Buschig, Krautig, Kompakt, Horstbildend

Pflanzenbreite ca.:

35 cm

Pflanzenhöhe ca.:

70 cm

Wurzeltyp:

Flach- bis Mittelwurzler

Winterhart bis:

0 °C - kurzfristig tolerierbar, aber nicht winterhart.

Kulturelle Bedeutung:

Historisch, Traditionell

Nutzungseignung:

Frühkultur, Sommerkultur, Herbstkultur, Hauptsaison, Selbstversorgung, Biodiversität, Sortenerhaltung, Bildungsprojekte / Schulgarten, Dekosorte, Frischverzehr, Verarbeitung

Vermehrungsform:

Generative Vermehrung über Samen, Stecklingsvermehrung, Selbstaussaat

Vermehrung:

• Diese Pflanze ist fremdbefruchtend durch Insektenbestäubung und gehört zur Art Tagetes lucida.
• Zur Saatgutgewinnung empfiehlt sich ein Mindestabstand von 500 m zu anderen Sorten derselben Art, um Kreuzungen zu vermeiden.
• Die Pflanze ist mehrjährig – nach der Blüte bildet sie zahlreiche, kleine, gut ausreifende Samen in trockenen Sammelachänen.
• Die Samen sind erntereif, sobald die Fruchtstände vollständig eingetrocknet und leicht brüchig geworden sind.

Aussaat & Pflanzung

Keimtyp:

Lichtkeimer, Normalkeimer

Saattiefe:

0 cm

Keimtemperatur:

18-24 °C

Keimdauer:

10-20 Tage

Topfkultur:

Möglich ab 3 Liter Topfvolumen.

Reihenabstand Baby-Leaf:

Nicht für Baby-Leaf geeignet.

Pflanzenabstand:

30 cm

Reihenabstand:

40 cm

Pikieren / Vereinzeln:

Innerhalb von 2-3 Wochen nach Bildung der ersten echten Blattpaare vereinzeln.

Pflanzzeitpunkt:

Vorgezogene Jungpflanzen können ca. 3 Wochen nach dem Pikieren ins Freiland gesetzt werden. Frühestens bei frostfreiem Boden. Nur bei stabil warmem Wetter pflanzen – idealerweise nach den letzten Frösten, bei milden Tag- und Nachttemperaturen.

Boden

Bodenart:

Durchlässiger, sandig‑steiniger, nährstoffarmer Lehmboden

pH-Wert des Bodens:

6,0-7,5 - schwach sauer bis alkalisch

Nährstoffbedarf:

Schwachzehrer

Bodenfeuchte:

Mäßig feucht, Trockenliebend, Anpassungsfähig, Staunässeempfindlich

Boden Vorbereitung:

Vor Aussaat lockern, Unkrautfrei und krümelig vorbereiten, Nährstoffarme Erde empfohlen, Mulchschicht zur Feuchtigkeitsregulierung

Mischkultur, Fruchtfolge & Ernte

Mischkultur Partner:

Tomate, Paprika / Chili, Aubergine, Zwiebelgewächse, Kartoffel, Thymus-Arten, Oregano, Rosmarin, Salbei, Bohnenkraut, Lavendel, Ysop, Basilikum, Borretsch

Schlechte Nachbarn:

Spinat, Mangold, Sellerie, Kohlarten, Kürbisgewächse, Mais, Rote Bete, Artischocke, Petersilie, Koriander, Minze, Melisse, Schnittlauch, Sonnenblume

Fruchtfolge-Hinweise:

• Nicht nach anderen Korbblütlern pflanzen – mindestens 3 Jahre Abstand empfohlen.
• Mehrjährig – bleibt in frostfreien Regionen mehrere Jahre am Standort.
• Nachkultur sollte nährstoffarme Böden bevorzugen – ideal sind mediterrane Kräuter und andere Magerstandort-Arten.

Erntezeit:

Sommer, Herbst

Aussaat bis zur Ernte:

1,5-2,5 Monate

Ernteteile:

Blätter, Junge Triebe , Blüten, Blühenden Triebspitzen

Verzehrgeeignet:

Ja - roh oder gegart essbar.

Verwendungszweck:

Würzen / Aromageber, Rohverzehr, Salate, Dünsten, Kochen, Grillen, Tee, Trocknen / Dörren, Gefrieren, Konservieren, Duftpflanze, Bestäuberpflanze, Naturgarten, Begleitstaude, Dekoration

Pflege & Kulturmaßnahmen

Wasserbedarf:

Gering - Mittel

Pflegemaßnahmen:

Bei Direktsaat ausdünnen nach der Keimung, Gelegentlich gießen, Lockern & hacken, Unkrautfrei halten

Pflanzenschutz:

Luftiger Standort und gute Drainage empfohlen, Frostschutz nötig

Kulturhinweise:

Bewährt und problemlos im Anbau. In der frühen Entwicklungsphase Schneckenanfällig. Später sind die robusteren Blätter weniger gefährdet. Kann bei feuchtem Wetter Mehltau entwickeln - luftiger Standort empfehlenswert. Wachstumsdepression bei Überdüngung – mageren Boden bevorzugen. Aromaverlust bei zu viel Feuchtigkeit – trockene, warme Standorte bevorzugen. Empfindlich gegenüber Staunässe – gut drainierten Boden verwenden.

Weitere Namen

EN - Englische Namen:

• Mexican tarragon • Sweet mace • Yauhtli

DE - Deutsche Namen:

• Gewürztagetes • Mexikanisches Estragon

PT - Portugiesische Namen:

• Estragão mexicano

ES - Spanische Namen:

• Pericón • Yerbanís

FR - Französische Namen:

• Estragon du Mexique • Tagète anisée • Tagète lucide
Practical_Planting_and_Care_Tips_-_Praktische_Aussaat-_und_Pflegetipps_-_Dicas_praticas_de_sementeira_e_cuidados_-_www

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