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Traditionelle Kulturform & historische Sorte. Regionale Landsorte. Samenfest & offen bestäubt - 100 % frei von Hybrid-Züchtungen, Gentechnik & synthetischem Dünger. Ökologisch vermehrt - Freie Sorte.

Abholung bei Benjis Seeds möglich.

Bohnensamen2

Erntejahr:

2025

Keimfähigkeit:

5 Jahre (artspezifisch)
Ausführliche Hinweise zur Keimfähigkeit

Beschreibung

Anbau & Eigenschaften

Ölkürbis ‘Gleisdorfer’ – traditioneller steirischer Ölkürbis mit aromatischen, dunkelgrünen Kernen.

Ein wärmeliebendes, robustes Kürbisgewächs mit 3–6 kg schweren, rund‑ovalen, gelb‑grün marmorierten Früchten. Seine schalenlosen Kerne sind intensiv aromatisch, ölreich und ideal für hochwertiges Kürbiskernöl. Die Pflanzen wachsen kräftig – stark rankend bis weit kriechend, bilden zahlreiche Früchte und eignen sich hervorragend für warme Freilandlagen, Folientunnel und geschützte Beete. Samenfest, zuverlässig im Ansatz und ideal für Selbstversorgung, Direktvermarktung und ökologischen Anbau.

 

   Herkunft & Geschichte

‘Gleisdorfer’ ist ein traditioneller, offen bestäubter steirischer Ölkürbis, der seit dem 19. Jahrhundert in der Region Gleisdorf kultiviert wird. Er gehört zu den klassischen schalenlosen Ölkürbissen, die aus lokalen Landsorten selektiert wurden, um besonders ölreiche, aromatische Kerne für die Herstellung des steirischen Kürbiskernöls zu gewinnen. Botanisch zählt er zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae), zur Unterfamilie Cucurbitoideae und zur Gattung Cucurbita.

Bereits im 19. Jahrhundert wurden in der Steiermark Kürbisse mit weichhäutigen, dunkelgrünen Kernen beschrieben, aus denen sich später der ‘Gleisdorfer’ entwickelte. Um 1870 verbreitete sich dieser neue Kürbistyp rasch im Raum Gleisdorf und wurde zur bevorzugten Grundlage der regionalen Ölgewinnung. Über Generationen hinweg verfeinert, blieb die Sorte eng mit ihrer Herkunftsregion verbunden.

Auch im 20. Jahrhundert fand er überregional Beachtung, etwa in agronomischen Publikationen aus Österreich, Slowenien und Ungarn, die seine hohe Ölausbeute und Kernqualität hervorhoben. Als traditionelle Landsorte verbindet ‘Gleisdorfer’ regionale Kulturgeschichte mit moderner Nutzbarkeit: robuste Pflanzen, zuverlässiger Fruchtansatz, hoher Ölgehalt und ein unverwechselbares Aroma. In der steirischen Küche werden die Kerne geröstet, gemahlen oder zu Öl verarbeitet; das Fruchtfleisch dient regional für Suppen und Kompott. In der Volksheilkunde gelten die Kerne als wohltuend für Verdauung, Blase und Prostata, während das Öl wegen seines nussigen Aromas und seiner wertvollen Inhaltsstoffe geschätzt wird.

 

   Aussehen & Merkmale

Die Pflanzen sind einjährig, bilden kräftige, weit rankende Triebe und erreichen am Boden 200–400 cm Ausbreitung. Wärmeliebend, Mindesttemperatur für den Anbau 12–14 °C.

Fruchtdetails:

  • Größe: Mittelgroß bis groß, 3–6 kg schwere Früchte

  • Form: Rund bis leicht oval

  • Farbe: Gelb‑grün marmoriert

  • Kerne: Schalenlos, dunkelgrün bis olivgrün, sehr ölreich

  • Geschmack: Aromatisch‑nussige Kerne, mildes Fruchtfleisch


 Verwendung & Anbau-Highlights

Die Früchte von ‘Gleisdorfer’ werden vor allem wegen ihrer schalenlosen Kerne genutzt – ideal zum Rösten, Backen, Knabbern und für hochwertiges Kürbiskernöl. Die Kerne eignen sich hervorragend für Müslis, Brote, Gebäck, Pestos, Toppings, Snacks und aromatische Öle. Das Fruchtfleisch kann für Suppen, Pürees oder Kompott verwendet werden, steht jedoch nicht im Vordergrund. Darüber hinaus lassen sich die Kerne zu cremigen Aufstrichen verarbeiten, als Basis für nussige Saucen nutzen oder zu feinem Kürbiskernmehl mahlen, das Backwaren ein intensives Aroma verleiht. Geröstete Kerne eignen sich zudem für Granola‑Mischungen, herzhafte Crouton‑Alternativen, würzige Knabbermischungen und als Zutat für vegetarische Bratlinge. Das Öl findet Verwendung in Salatdressings, Desserts, Marinaden und warmen Gerichten, bei denen sein nussiges Aroma besonders zur Geltung kommt.

‘Gleisdorfer’ ist robust, wärmeliebend und liefert hohe, kontinuierliche Kernerträge in warmen Freilandlagen. Die Sorte zeigt eine gute Toleranz gegenüber Hitze und Trockenperioden, bildet zuverlässig Früchte und profitiert von sonnigen, luftigen Standorten. Die Pflanzen sind kräftig, stark rankend und eignen sich hervorragend für ökologische Anbausysteme, Mischkultur und Selbstversorgung. Durch ihre stabile Fruchtbildung, den hohen Ölgehalt und die samenfeste Qualität ist die Sorte besonders attraktiv für Direktvermarktung und Hobbyanbau. Dank ihrer starken Wurzelbildung nutzt sie Bodenfeuchtigkeit effizient, reagiert positiv auf organische Bodenverbesserung und zeigt auch in wechselhaften Sommern eine bemerkenswerte Ertragsstabilität. Unter geschützten Bedingungen reift sie besonders gleichmäßig aus und entwickelt intensiv aromatische Kerne. Zusätzlich überzeugt der ‘Gleisdorfer’ durch eine schnelle Jugendentwicklung, gute Regenerationsfähigkeit nach Witterungsstress, eine natürliche Toleranz gegenüber bodenbürtigen Problemen und eine ausgeprägte Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Bodenarten. Seine weitstreichenden Ranken unterdrücken Beikräuter effektiv, während die großen Blätter den Boden beschatten und die Feuchtigkeit länger halten – ein Vorteil in trockenen Sommern.

Im Vergleich zu anderen Kürbisgewächsen überzeugt ‘Gleisdorfer’ durch traditionelle Robustheit, samenfeste Qualität, hohe Ölausbeute und ein unverwechselbares Aroma – ideal für alle, die einen authentischen, ertragreichen und vielseitigen Ölkürbis suchen.

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Ursprung & Anbau im Überblick

Erste Erwähnung:

1870er Jahre

Herkunft:

Österreich

Züchter:

Nicht bekannt – historische Sorte

Vermehrungsort:

Niedersachsen - Deutschland

Geeignet für:

Freiland, Folientunnel, Hochbeet

Pflegeaufwand:

Gering - pflegeleicht, ideal für Einsteiger.

Überwinterung:

Nicht winterhart - einjährig kultivierbar im Freiland.

Besondere Eigenschaften:

Robust / widerstandsfähig, Pflegeleicht, Hoher Ertrag / ertragreich, Lichtliebend / sonnig, Hitzeverträglich
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Anbau-Anleitung für

Gleisdorfer

Anbauschwierigkeit:

Leicht
• Im subtropischen Klima von März bis Juni in voller Sonne aussäen – Vorkultur ab Februar möglich.
• In gemäßigten Regionen Direktsaat von Mai bis Juni nach dem Frost in voller Sonne – Vorkultur ab April sinnvoll, auspflanzen ab Mitte Mai frostfrei.
• Aussaat in tiefgründigen, durchlässigen, sandig-humusreichen und nährstoffreichen Lehmboden – 2–3 cm tief. Pflanzabstand: 100 × 200 cm.

Anbau Tipps:

• Bei Temperaturen unter 15 °C verlangsamt sich das Pflanzenwachstum deutlich – Kältestress hemmt die Entwicklung.
• Gute Luftzirkulation schützt vor Blattläusen und Pilzkrankheiten.
• Gleichmäßige Bewässerung verbessert die Fruchtqualität und unterstützt gesundes Pflanzenwachstum.
• Pflanzenkohle und Urgesteinsmehl verbessern die Bodenstruktur und steigern die Speicherfähigkeit für Nährstoffe und Wasser.

Lagerhinweise:

Saatgut kühl, trocken, dunkel und luftdicht lagern für maximale Haltbarkeit und Keimfähigkeit.
Ausführliche Hinweise zur Lagerung von Saatgut
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Pflanzen-Steckbrief

Pflanzendetails

Botanischer Name:

Cucurbita pepo L. var. styriaca ‘Gleisdorfer’

Pflanzenfamilie:

Cucurbitaceae

Pflanzentyp:

Fruchtgemüse

Wuchsform:

Krautig, Kriechend, Indeterminiert

Pflanzenbreite ca.:

300–600 cm

Pflanzenhöhe ca.:

60 cm

Wurzeltyp:

Flach- bis Mittelwurzler

Winterhart bis:

5 °C - anhaltende Temperaturen unter 10 °C bremsen das Wachstum stark.

Kulturdauer:

4-5 Monate

Lebenszyklus:

Einjährig

Vermehrungsform:

Generative Vermehrung über Samen

Vermehrung:

• Diese Sorte ist fremdbefruchtend durch Insektenbestäubung und gehört zur Art Cucurbita pepo.
• Zur Saatgutgewinnung empfiehlt sich ein Mindestabstand von 800–1000 m zu anderen Sorten derselben Art, da Kreuzungen leicht möglich sind.
• Die Pflanze ist einjährig – nach der Blüte bildet sie große, gut ausreifende Samen in vollständig ausgereiften, hartschaligen Früchten.
• Die Samen sind erntereif, sobald die Früchte vollständig ausgereift und die Schale hart geworden ist; die schalenlosen Kerne im Inneren sind dann dunkelgrün bis olivgrün.

Aussaat & Pflanzung

Keimtyp:

Dunkelkeimer, Warmkeimer

Saattiefe:

2-3 cm

Keimtemperatur:

22-28 °C

Keimdauer:

6-10 Tage

Topfkultur:

Nicht empfohlen - besser im Beet kultivieren.

Reihenabstand Baby-Leaf:

Nicht für Baby-Leaf geeignet.

Pflanzenabstand:

100 cm

Reihenabstand:

200 cm

Pikieren / Vereinzeln:

Wurzeln sind empfindlich – am besten direkt in Töpfe säen und später mit vollständig durchwurzeltem Ballen auspflanzen.

Pflanzzeitpunkt:

Vorgezogene Jungpflanzen können ca. 3 Wochen nach dem säen ins Freiland gesetzt werden.

Boden

Bodenart:

Tiefgründiger und durchlässiger, humusreicher bis sandiger Lehmboden

pH-Wert des Bodens:

6,0-7,0 - schwach sauer bis neutral

Nährstoffbedarf:

Starkzehrer

Bodenfeuchte:

Gleichmäßig feucht, Anpassungsfähig, Staunässeempfindlich

Boden Vorbereitung:

Vor Aussaat tiefgründig lockern, Kompostgabe vor Pflanzung, Unkrautfrei und krümelig vorbereiten, Mulchschicht zur Feuchtigkeitsregulierung

Mischkultur, Fruchtfolge & Ernte

Mischkultur Partner:

Mais, Bohne, Erbse, Zwiebelgewächse, Ringelblume, Tagetes, Borretsch, Kapuzinerkresse, Koriander

Schlechte Nachbarn:

Kürbisgewächse, Kartoffel, Tomate, Paprika / Chili, Aubergine, Sellerie, Fenchel

Fruchtfolge-Hinweise:

• Nicht nach anderen Kürbisgewächsen pflanzen – mindestens 3 Jahre Abstand empfohlen.
• Zwischen Starkzehrern und dieser Sorte eine Gründüngung einplanen.
• Nicht direkt nach stark zehrenden Kulturen – Boden vorher regenerieren.
• Gute Vorfrucht: Hülsenfrüchte, Zwiebelgewächse, Wurzelgemüse, Gründüngung – Fruchtwechsel fördert Bodengesundheit.

Erntezeit:

Sommer, Herbst

Aussaat bis zur Ernte:

3-4 Monate

Ernteteile:

Früchte, Reife Samen

Verzehrgeeignet:

Ja - roh oder gegart essbar.

Verwendungszweck:

Diätküche, Low Carb, Rohverzehr, Salate, Kochen, Dünsten, Braten, Backen, Frittieren, Pürieren, Einlegen, Fermentieren, Trocknen / Dörren, Gefrieren, Konservieren, Ölgewinnung

Pflege & Kulturmaßnahmen

Wasserbedarf:

Mittel - Hoch

Pflegemaßnahmen:

Bei Direktsaat ausdünnen nach der Keimung, Regelmäßig gießen - auch in Trockenperioden, Lockern & hacken, Düngen, Unkrautfrei halten

Pflanzenschutz:

Schneckenschutz sinnvoll, Luftiger Standort und gute Drainage empfohlen, Mulchen empfohlen

Kulturhinweise:

In der frühen Entwicklungsphase Schneckenanfällig. Später sind die robusteren Blätter weniger gefährdet. Kann bei feuchtem Wetter Mehltau entwickeln - luftiger Standort empfehlenswert. Empfindlich gegenüber Staunässe – gut drainierten Boden verwenden.

Weitere Namen

EN - Englische Namen:

• Oil pumpkin • Styrian oil pumpkin

DE - Deutsche Namen:

• Ölkürbis • Steirischer Ölkürbis • Kürbis

PT - Portugiesische Namen:

• Abóbora de óleo • Abóbora

ES - Spanische Namen:

• Calabaza de aceite • Calabaza

FR - Französische Namen:

• Courge à huile • Courge

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