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Traditionelle Kulturform & historische Sorte. Regionale Landsorte. Samenfest & offen bestäubt - 100 % frei von Hybrid-Züchtungen, Gentechnik & synthetischem Dünger. Ökologisch vermehrt - Freie Sorte.

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Bohnensamen2

Erntejahr:

2025

Keimfähigkeit:

5 Jahre (artspezifisch)
Ausführliche Hinweise zur Keimfähigkeit

Beschreibung

Anbau & Eigenschaften

Zucchini ‘Cocozelle von Tripolis’ – traditionelle, aromatische Langfrucht‑Sorte mit zartem Fleisch und hoher Ertragsstabilität.

Eine wärmeliebende, robuste Zucchini mit länglichen, grün‑hellgrün gestreiften und 18–30 cm langen Früchten von hervorragender Qualität. Ihr Fruchtfleisch ist zart, mild‑nussig und angenehm süßlich mit feiner Kürbisnote. Die Pflanzen wachsen kräftig, buschig und kompakt, bilden zuverlässig zahlreiche Früchte und eignen sich hervorragend für warme Freilandlagen, Hochbeete, Folientunnel und geschützte Beete. Samenfest, frühtragend und ideal für Selbstversorgung, Direktvermarktung und ökologischen Anbau.

 

   Herkunft & Geschichte

‘Cocozelle von Tripolis’ (auch überliefert als Verte non coureuse d’Italie) ist eine traditionelle, offen bestäubte Zucchini‑Sorte aus dem Mittelmeerraum mit Wurzeln in der italienischen und levantinischen Gartenkultur des 19. Jahrhunderts. Sie gehört zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae), zur Unterfamilie Cucurbitoideae und zur Gattung Cucurbita, Art C. pepo.

Ein gärtnerischer Jahresbericht von 1885 beschreibt ‘Cocozelle von Tripolis’ als „courge longue, striée, de type cocozelle, cultivée autour de Tripoli“ – ein Hinweis auf ihre frühe Verbreitung in den Küstenregionen des östlichen Mittelmeers und ihre charakteristische, länglich gestreifte Form. Zeitgleich taucht sie in italienischen Quellen als „cocozella“ bzw. „cocozelle d’Italia“ auf, Bezeichnungen für schlanke, aromatische Sommerkürbisse, die in der regionalen Küche Süditaliens und der Levante fest verankert waren.

Über Generationen wurde die Regionale Landsorte wegen früher Reife, hoher Ertragsstabilität und ihres markanten Streifenmusters geschätzt. In mediterranen Haushalten galt ‘Cocozelle von Tripolis’ als bevorzugte Sommerküche‑Sorte, deren zarte, mild‑nussige Früchte sich ideal für leichte Gerichte eignen. Im frühen 20. Jahrhundert verbreitete sie sich zunehmend in europäischen und nordamerikanischen Hausgärten und wurde dort wegen ihres feinen Geschmacks und der zuverlässigen Fruchtbildung schnell beliebt.

Junge Früchte galten in der mediterranen Küche als besonders bekömmlich und wurden häufig als leichte Sommerkost genutzt. Ihre samenfeste Qualität, natürliche Robustheit und Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Böden haben dazu beigetragen, dass ‘Cocozelle von Tripolis’ sich über Jahrzehnte im traditionellen Gemüseanbau behauptet hat. Bis heute wird sie wegen ihres mild‑nussigen Aromas, ihrer feinen Textur und ihrer hohen Ertragsfreudigkeit geschätzt – ein mediterraner Klassiker mit zeitloser Kücheneignung.

 

   Aussehen & Merkmale

Die Pflanzen sind einjährig, wachsen kräftig, buschig und kompakt und erreichen 100–150 cm Durchmesser. Wärmeliebend, Mindesttemperatur für den Anbau 12–14 °C.

Fruchtdetails:

  • Größe: Mittelgroß, 18–30 cm lange Früchte

  • Form: Schlank‑zylindrisch, leicht gerippt

  • Farbe: Dunkelgrün mit hellgrünen Längsstreifen

  • Textur: Zart, fein, saftig

  • Geschmack: Mild‑nussig, leicht süßlich, aromatisch


 Verwendung & Anbau-Highlights

Die Früchte von ‘Cocozelle von Tripolis’ eignen sich hervorragend für Rohverzehr, Salate, Pfannengerichte, Grillen, Braten, Dünsten, Backen und Frittieren. Die zarte Schale macht sie ideal für gefüllte Zucchini, mediterrane Gemüsepfannen, Ratatouille, Pasta‑Gerichte und leichte Sommerküche. Jung geerntet sind sie besonders aromatisch und eignen sich gut zum Einlegen, Fermentieren oder für feine Gemüsecremes. Durch ihre längliche Form lassen sie sich leicht schneiden, spiralisieren oder in dekorative Scheiben verarbeiten. Auch für Suppen, Pürees, Gemüsechips, Ofengerichte und kreative Sommerrezepte zeigt die Sorte ihre Stärken. Darüber hinaus eignet sie sich für Antipasti‑Variationen, herzhafte Quiches, Gemüseaufläufe, Grillspieße, aromatische Currys, leichte Wokgerichte und als milde Gemüsekomponente in Bowls oder kalten Sommersuppen. Selbst dünn gehobelt als Carpaccio, in Gemüsewraps oder als Basis für Zucchini‑Puffer entfaltet sie ihr mild‑nussiges Aroma besonders fein.

‘Cocozelle von Tripolis’ ist robust, wärmeliebend und liefert hohe, regelmäßige Erträge im Freiland, Hochbeet und geschützten Anbau. Die Sorte toleriert Hitze gut, fruchtet zuverlässig und gedeiht besonders an sonnigen, luftigen Standorten. Ihre kompakte, pflegeleichte Wuchsform eignet sich ideal für ökologische Anbausysteme, Mischkultur und Selbstversorgung. Die frühe Reife ermöglicht eine sichere Sommerernte auch in kürzeren Vegetationsperioden, während das kräftige Wurzelsystem Bodenfeuchtigkeit effizient nutzt und selbst in wechselhaften Sommern stabile Erträge liefert. Unter Schutz reift sie besonders gleichmäßig aus und entwickelt ein intensives Aroma. Sie passt sich gut an leichte, sandige Böden an, bestäubt zuverlässig und bringt auch in kleinen Beeten oder urbanen Gärten sichere Erträge. Die gleichmäßige Fruchtform erleichtert die Ernteplanung, und die zarte Schale ermöglicht eine schnelle Verarbeitung. Zusätzlich profitiert die Sorte von Mulchschichten zur Feuchtigkeitsstabilisierung und bleibt durch ihre offene Pflanzenstruktur gut durchlüftet, was den Krankheitsdruck reduziert.

Im Vergleich zu vielen modernen Hybriden überzeugt ‘Cocozelle von Tripolis’ durch ihr mild‑nussiges Aroma, ihre samenfeste Qualität, ihre traditionelle Robustheit und ihre hohe Ertragsfreudigkeit – ideal für alle, die eine aromatische, kompakte und vielseitige Zucchini für Garten, Küche und Direktvermarktung suchen.

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Ursprung & Anbau im Überblick

Erste Erwähnung:

1811

Herkunft:

Italien

Züchter:

Nicht bekannt – historische Sorte

Vermehrungsort:

Niedersachsen - Deutschland

Geeignet für:

Freiland, Gewächshaus, Folientunnel, Hochbeet, Balkon / Topf, Urban Gardening

Pflegeaufwand:

Gering - pflegeleicht, ideal für Einsteiger.

Überwinterung:

Nicht winterhart - einjährig kultivierbar im Freiland.

Besondere Eigenschaften:

Einjährig / schnell nutzbar, Schnellwachsend, Hoher Ertrag / ertragreich, Robust / widerstandsfähig, Pflegeleicht, Lichtliebend / sonnig, Schattenverträglich / halbschattig, Hitzeverträglich, Trockenheitsverträglich
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Anbau-Anleitung für

Cocozelle von Tripolis

Anbauschwierigkeit:

Leicht
• Im subtropischen Klima von März bis Juli in voller Sonne aussäen – Vorkultur ab Februar möglich.
• In gemäßigten Regionen Direktsaat von Mai bis Juni nach dem Frost in voller Sonne – Vorkultur ab April sinnvoll, auspflanzen ab Mitte Mai frostfrei.
• Aussaat in tiefgründigen, durchlässigen, sandig-humusreichen und nährstoffreichen Lehmboden – 2–3 cm tief. Pflanzabstand: 80 × 120 cm.

Anbau Tipps:

• Bei Temperaturen unter 15 °C verlangsamt sich das Pflanzenwachstum deutlich – Kältestress hemmt die Entwicklung.
• Für einen langen Erntezeitraum sind mehrere Aussaaten im Jahr empfehlenswert.
• Gute Luftzirkulation schützt vor Blattläusen und Pilzkrankheiten.
• Pflanzenkohle und Urgesteinsmehl verbessern die Bodenstruktur und steigern die Speicherfähigkeit für Nährstoffe und Wasser.

Lagerhinweise:

Saatgut kühl, trocken, dunkel und luftdicht lagern für maximale Haltbarkeit und Keimfähigkeit.
Ausführliche Hinweise zur Lagerung von Saatgut
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Pflanzen-Steckbrief

Pflanzendetails

Botanischer Name:

Cucurbita pepo L. ‘Cocozelle von Tripolis’

Pflanzenfamilie:

Cucurbitaceae

Pflanzentyp:

Fruchtgemüse

Wuchsform:

Aufrecht wachsend, Krautig, Buschig, Kompakt

Pflanzenbreite ca.:

100–150 cm

Pflanzenhöhe ca.:

70 cm

Wurzeltyp:

Mittel- bis Tiefwurzler

Winterhart bis:

5 °C - anhaltende Temperaturen unter 10 °C bremsen das Wachstum stark.

Kulturdauer:

3-6 Monate

Lebenszyklus:

Einjährig

Vermehrungsform:

Generative Vermehrung über Samen

Vermehrung:

• Diese Sorte ist fremdbefruchtend durch Insektenbestäubung und gehört zur Art Cucurbita pepo.
• Zur Saatgutgewinnung empfiehlt sich ein Mindestabstand von 800–1000 m zu anderen Sorten derselben Art, da Kreuzungen leicht möglich sind.
• Die Pflanze ist einjährig – nach der Blüte bildet sie große, gut ausreifende Samen in vollständig ausgereiften, hartschaligen Früchten.
• Die Samen sind erntereif, sobald die Früchte vollständig ausgereift, hart und die Schale korkig‑fest geworden ist; die Samen im Inneren sind dann hart, trocken und beige.

Aussaat & Pflanzung

Keimtyp:

Dunkelkeimer, Warmkeimer

Saattiefe:

2-3 cm

Keimtemperatur:

20-28 °C

Keimdauer:

6-12 Tage

Topfkultur:

Möglich ab 20-30 Liter Topfvolumen.

Reihenabstand Baby-Leaf:

Nicht für Baby-Leaf geeignet.

Pflanzenabstand:

80 cm

Reihenabstand:

120 cm

Pikieren / Vereinzeln:

Wurzeln sind empfindlich – am besten direkt in Töpfe säen und später mit vollständig durchwurzeltem Ballen auspflanzen.

Pflanzzeitpunkt:

Vorgezogene Jungpflanzen können ca. 3 Wochen nach dem säen ins Freiland gesetzt werden.

Boden

Bodenart:

Tiefgründiger und durchlässiger, humusreicher bis sandiger Lehmboden

pH-Wert des Bodens:

6,0-7,0 - schwach sauer bis neutral

Nährstoffbedarf:

Starkzehrer

Bodenfeuchte:

Gleichmäßig feucht, Anpassungsfähig, Staunässeempfindlich

Boden Vorbereitung:

Vor Aussaat tiefgründig lockern, Kompostgabe vor Pflanzung, Unkrautfrei und krümelig vorbereiten, Steinarm vorbereiten, Mulchschicht zur Feuchtigkeitsregulierung

Mischkultur, Fruchtfolge & Ernte

Mischkultur Partner:

Salat, Bohne, Zwiebelgewächse, Radieschen, Ringelblume, Kapuzinerkresse, Tagetes, Borretsch, Dill

Schlechte Nachbarn:

Kürbisgewächse, Kartoffel, Tomate, Aubergine, Paprika / Chili, Fenchel, Walnuss

Fruchtfolge-Hinweise:

• Nicht nach anderen Kürbisgewächsen pflanzen – mindestens 3 Jahre Abstand empfohlen.
• Nicht direkt nach stark zehrenden Kulturen – Boden vorher regenerieren.
• Gute Vorfrucht: Hülsenfrüchte, Zwiebelgewächse, Wurzelgemüse, Gründüngung – Fruchtwechsel fördert Bodengesundheit.

Erntezeit:

Sommer, Herbst

Aussaat bis zur Ernte:

1,5-3 Monate

Ernteteile:

Früchte

Verzehrgeeignet:

Ja - roh oder gegart essbar.

Verwendungszweck:

Diätküche, Low Carb, Rohverzehr, Salate, Dünsten, Kochen, Braten, Grillen, Backen, Frittieren, Füllen, Einlegen, Fermentieren, Pürieren, Gefrieren, Konservieren, Trocknen / Dörren

Pflege & Kulturmaßnahmen

Wasserbedarf:

Mittel - Hoch

Pflegemaßnahmen:

Bei Direktsaat ausdünnen nach der Keimung, Regelmäßig gießen - auch in Trockenperioden, Lockern & hacken, Düngen, Unkrautfrei halten

Pflanzenschutz:

Schneckenschutz sinnvoll, Luftiger Standort und gute Drainage empfohlen, Mulchen empfohlen

Kulturhinweise:

In der frühen Entwicklungsphase Schneckenanfällig. Später sind die robusteren Blätter weniger gefährdet. Kann bei feuchtem Wetter Mehltau entwickeln - luftiger Standort empfehlenswert. Empfindlich gegenüber Staunässe – gut drainierten Boden verwenden.

Weitere Namen

EN - Englische Namen:

• Courgette • Zucchini

DE - Deutsche Namen:

• Zucchini • Cocozelle

PT - Portugiesische Namen:

• Curgete

ES - Spanische Namen:

• Calabacín

FR - Französische Namen:

• Courgette

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