Gemeiner Beifuß - Artemisia vulgaris

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Historische, traditionelle und unveränderte Wildform. Samenfest & offen bestäubt - 100 % frei von Hybrid-Züchtungen, Gentechnik & synthetischem Dünger. Ökologisch vermehrt - in ursprünglicher Form bewahrt.

Abholung bei Benjis Seeds möglich.

Bohnensamen2

Erntejahr:

2024

Keimfähigkeit:

40 Jahre (artspezifisch)
Ausführliche Hinweise zur Keimfähigkeit

Beschreibung

Anbau & Eigenschaften

Tipps & Bewertungen

Gemeiner Beifuß traditionelle aromatische Wildstaude mit würzigem Duft und vielseitiger Verwendung.

Mehrjährige, robuste Wildstaude mit aromatischen, oberseits dunkelgrünen und unterseits silbrig‑weißen Blättern. Sie wächst kräftig, ist winterhart und eignet sich für Freiland, naturnahe Gärten und Wildkräuterbeete. Sie keimt zuverlässig und bildet langlebige, ausdauernde Horste. Optimal für Selbstversorgung, Räucherwerk und ökologischen Wildkräuteranbau.

 

   Herkunft & Geschichte

Der Gemeine Beifuß ist eine der ältesten Kultur‑ und Wildpflanzen Eurasiens. Sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet umfasst die gemäßigten Regionen Europas und Asiens bis nach Nordafrika. Er gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae), zur Unterfamilie Asteroideae und zur Gattung Artemisia, deren Name traditionell mit der Göttin Artemis verbunden wird.

Schon in der Antike wurde Beifuß als aromatische Heil‑ und Ritualpflanze beschrieben, etwa von Dioskurides und Hippokrates. In germanischen und keltischen Traditionen galt er als Schutzkraut und wurde zu Sonnenwendfeiern verbrannt. Im Mittelalter war er ein wichtiges Klostergartenkraut und wurde als „mother of herbs“ bezeichnet.

Seit Jahrhunderten dient er als Gewürz für fette Speisen wie Gans oder Schwein, da seine Bitterstoffe und ätherischen Öle die Verdauung fördern. Sein charakteristischer Duft entsteht durch Verbindungen wie Thujon und Cineol. Durch seine Anpassungsfähigkeit verbreitete er sich entlang von Wegen und Siedlungen und wurde zu einer typischen Begleitpflanze menschlicher Lebensräume. Seine lange Nutzung als Gewürz‑, Heil‑ und Räucherpflanze macht ihn bis heute zu einer prägenden traditionellen Wildstaude Europas.

 

   Aussehen & Merkmale

Die Pflanze ist mehrjährig, krautig und bildet aufrechte, kräftige Stängel. Die Blätter sind tief gelappt, oberseits dunkelgrün und unterseits silbrig‑weiß behaart. Die kleinen gelblich‑braunen Blüten erscheinen ab Spätsommer in dichten, rispigen Blütenständen. Sie bildet ein kräftiges, ausbreitungsfreudiges Rhizom. Winterhart bis mindestens −34 °C.

Pflanzendetails:

  • Wuchshöhe: Mittel bis hoch, 100–150 cm

  • Form: Aufrecht, buschig, stark verzweigt

  • Blätter: Tief gelappt, silbrig‑weiß unterseits

  • Blüten: Gelblich‑braun, in Rispen

  • Geschmack: Würzig‑bitter, aromatisch


 Verwendung & Anbau-Highlights

Gemeiner Beifuß eignet sich ideal als Gewürz für fette Speisen, Gänsebraten, Eintöpfe und Wildgerichte. Sein aromatischer, leicht bitterer Geschmack verfeinert Kräutersalz, Gewürzmischungen und traditionelle Küchenkräuter. Die getrockneten Blätter und Blütenstände werden für Räucherwerk, Tee und kulturelle Rituale genutzt. In vielen Regionen Europas und Asiens wird Beifuß traditionell zur Unterstützung des Wohlbefindens eingesetzt, etwa bei Verdauungsbeschwerden oder zur Förderung der Entspannung. Er findet zudem Verwendung in Kräuterbündeln, Duftkissen, als Bestandteil von Räuchermischungen und in handwerklichen Anwendungen wie Kräuterkränzen. In der Volkskunde gilt er als klassisches Schutz‑ und Jahreszeitenkraut, das zu Festen und Übergangsritualen verbrannt wurde. Seine aromatischen Triebe eignen sich außerdem zum Aromatisieren von Essig, Ölen und traditionellen Getränken.

Gemeiner Beifuß gedeiht zuverlässig im Freiland, an Wegrändern und in naturnahen Gärten. Die Pflanze ist äußerst pflegeleicht, winterhart und kann über viele Jahre beerntet werden. Ihre Blüten ziehen zahlreiche Nützlinge an und fördern das ökologische Gleichgewicht im Garten. Dank ihrer robusten Natur wächst sie auch in kargen, trockenen Böden stabil weiter, regeneriert sich schnell nach jedem Schnitt und ist mehrschnittig nutzbar. Sie bildet langlebige, ausbreitungsfreudige Horste, eignet sich hervorragend für Wildkräuterbeete und zeigt sich sehr tolerant gegenüber Trockenheit, Hitze und wechselnden Witterungsbedingungen. Zusätzlich verträgt sie nährstoffarme Standorte, bleibt auch in vollsonnigen, windoffenen Lagen vital und eignet sich durch ihre Widerstandsfähigkeit ideal für ökologischen Anbau und pflegearme Gartenkonzepte.

Im Vergleich zu anderen Artemisia-Arten ist der Gemeine Beifuß die klassische traditionelle Wildpflanze mit besonders vielseitiger Verwendung – ideal für alle, die pflegeleichte, mehrjährige Wildkräuter mit hohem kulturellem Wert und starkem Nutzen für Insekten schätzen.

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Ursprung & Anbau im Überblick

Erste Erwähnung:

9. Jahrhundert

Herkunft:

Europa bis Ostasien

Züchter:

Wildform – unverändert in Kultur genommen

Vermehrungsort:

Niedersachsen - Deutschland

Geeignet für:

Freiland, Hochbeet, Balkon / Topf, Urban Gardening, Steingarten

Pflegeaufwand:

Gering - pflegeleicht, ideal für Einsteiger.

Überwinterung:

Winterhart - mehrjährig kultivierbar im Freiland.

Besondere Eigenschaften:

Mehrjährig, Robust / widerstandsfähig, Pflegeleicht, Hoher Ertrag / ertragreich, Lichtliebend / sonnig, Schattenverträglich / halbschattig, Trockenheitsverträglich, Hitzeverträglich, Frosthart / winterhart
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Anbau-Anleitung für

Gemeiner Beifuß

Anbauschwierigkeit:

Leicht
• Im subtropischen Klima von März bis September sonnig bis halbschattig ins Freiland aussäen – Vorkultur nicht empfehlenswert.
• In gemäßigten Regionen Direktsaat von April bis Juni nach dem Frost in voller Sonne – Vorkultur nicht empfehlenswert.
• Aussaat in durchlässigen, sandig‑steinigen und nährstoffarmen Lehmboden. Lichtkeimer – nicht mit Erde bedecken. Pflanzabstand: 40 × 50 cm.

Anbau Tipps:

• Direktsaat ist empfehlenswert - Jungpflanzen wachsen stabil und kräftig.
• Frühzeitig ausdünnen, damit die Pflanzen genügend Platz haben.
• Gute Luftzirkulation schützt vor Blattläusen und Pilzkrankheiten.
• Wenig düngen - zu nährstoffreiche Böden mindern das Aroma.
• Ideal für Präriebeete und Trockengärten mit mediterranen Kräutern kombinierbar.
• Pflanzenkohle und Urgesteinsmehl verbessern die Bodenstruktur und steigern die Speicherfähigkeit für Nährstoffe und Wasser.

Lagerhinweise:

Saatgut kühl, trocken, dunkel und luftdicht lagern für maximale Haltbarkeit und Keimfähigkeit.
Ausführliche Hinweise zur Lagerung von Saatgut
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Pflanzen-Steckbrief

Pflanzendetails

Botanischer Name:

Artemisia vulgaris L.

Pflanzenfamilie:

Asteraceae

Pflanzentyp:

Heil‑ und Gewürzpflanze

Lebenszyklus:

Mehrjährig, ausdauernd (5–10+ Jahre)

Kulturdauer:

3-5 Jahre

Wuchsform:

Aufrecht wachsend, Krautig, Buschig, Horstbildend

Pflanzenbreite ca.:

60 cm

Pflanzenhöhe ca.:

100–150 cm

Wurzeltyp:

Flach- bis Mittelwurzler

Winterhart bis:

-34 °C

Kulturelle Bedeutung:

Historisch, Traditionell

Nutzungseignung:

Sommerkultur, Herbstkultur, Hauptsaison, Ganzjahreskultur, Selbstversorgung, Biodiversität, Sortenerhaltung, Bildungsprojekte / Schulgarten, Frischverzehr, Verarbeitung

Vermehrungsform:

Generative Vermehrung über Samen, Vegetative Ausbreitung, Teilung möglich, Rhizombildend, Selbstaussaat

Vermehrung:

• Diese Sorte ist fremdbefruchtend durch Windbestäubung und gehört zur Gattung Artemisia.
• Zur Saatgutgewinnung empfiehlt sich ein Mindestabstand von 800–1000 m zu anderen Sorten derselben Art, da Kreuzungen leicht möglich sind.
• Die Pflanze ist mehrjährig – nach der Blüte bildet sie zahlreiche, kleine, gut ausreifende Samen in trockenen Sammelachänen.
• Die Samen sind erntereif, sobald die Fruchtstände vollständig eingetrocknet und leicht brüchig geworden sind.

Aussaat & Pflanzung

Keimtyp:

Lichtkeimer, Normalkeimer

Saattiefe:

0 cm

Keimtemperatur:

15-20 °C

Keimdauer:

10-20 Tage

Topfkultur:

Möglich ab 7 Liter Topfvolumen.

Reihenabstand Baby-Leaf:

Nicht für Baby-Leaf geeignet.

Pflanzenabstand:

40 cm

Reihenabstand:

50 cm

Pikieren / Vereinzeln:

Kein Vereinzeln nötig - Direktsaat empfohlen.

Pflanzzeitpunkt:

Pflanzung nicht erforderlich – Direktsaat ist empfehlenswert.

Boden

Bodenart:

Durchlässiger, sandig‑steiniger, nährstoffarmer Lehmboden

pH-Wert des Bodens:

6,0-7,0 - schwach sauer bis neutral

Nährstoffbedarf:

Schwach- bis Mittelzehrer

Bodenfeuchte:

Wechselnd feucht, Trockenliebend, Anpassungsfähig, Staunässeempfindlich

Boden Vorbereitung:

Vor Aussaat lockern, Unkrautfrei und krümelig vorbereiten, Nährstoffarme Erde empfohlen

Mischkultur, Fruchtfolge & Ernte

Mischkultur Partner:

Thymus-Arten, Oregano, Salbei, Rosmarin, Lavendel, Ysop, Bohnenkraut, Kamille, Schafgarbe, Zwiebelgewächse

Schlechte Nachbarn:

Starkzehrer, Wurzelgemüse, Blattgemüse, Feuchtigkeitsliebende Pflanzen, Nachtschattengewächse, Klee, Hülsenfrüchte, Kürbisgewächse

Fruchtfolge-Hinweise:

• Nicht nach anderen Korbblütlern pflanzen – mindestens 3 Jahre Abstand empfohlen.
• Mehrjährig – bleibt mehrere Jahre am Standort.
• Nachkultur sollte nährstoffarme Böden bevorzugen – ideal sind mediterrane Kräuter und andere Magerstandort-Arten.

Erntezeit:

Frühling, Sommer, Herbst

Aussaat bis zur Ernte:

2-4 Monate

Ernteteile:

Junge Blätter, Triebspitzen, Blütenknospen, Blütenstand (verdichtet), Wurzeln

Verzehrgeeignet:

Ja - roh oder gegart essbar.

Verwendungszweck:

Würzen / Aromageber, Tee, Trocknen / Dörren, Räucherpflanze, Wildstaude, Begleitstaude, Naturgarten, Tinkturen, Salben, Ätherische Öle, Dekoration

Pflege & Kulturmaßnahmen

Wasserbedarf:

Gering - Mittel

Pflegemaßnahmen:

Bei Direktsaat ausdünnen nach der Keimung, Gelegentlich gießen, Lockern & hacken, Unkrautfrei halten

Pflanzenschutz:

Schutz nicht erforderlich

Kulturhinweise:

Bewährt und problemlos im Anbau. In der frühen Entwicklungsphase Schneckenanfällig. Später sind die robusteren Blätter weniger gefährdet. Wurzelfäule bei verdichtetem Boden möglich – Boden locker und durchlässig halten. Wachstumsdepression bei Überdüngung – mageren Boden bevorzugen. Empfindlich gegenüber Staunässe – gut drainierten Boden verwenden.

Weitere Namen

EN - Englische Namen:

• Common mugwort • Mugwort • Felon herb • Sailor’s tobacco

DE - Deutsche Namen:

• Beifuß • Gemeiner Beifuß • Wilder Beifuß • Jungfernkraut

PT - Portugiesische Namen:

• Artemísia

ES - Spanische Namen:

• Artemisa

FR - Französische Namen:

• Armoise commune
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