Gemeine Schafgarbe - Achillea millefolium

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Historische, traditionelle und unveränderte Wildform. Samenfest & offen bestäubt - 100 % frei von Hybrid-Züchtungen, Gentechnik & synthetischem Dünger. Ökologisch vermehrt - in ursprünglicher Form bewahrt.

Abholung bei Benjis Seeds möglich.

Bohnensamen2

Erntejahr:

2024

Keimfähigkeit:

5 Jahre (artspezifisch)
Ausführliche Hinweise zur Keimfähigkeit

Beschreibung

Anbau & Eigenschaften

Tipps & Bewertungen

Gemeine Schafgarbe – traditionelle und robuste Wildstaude mit aromatischen Blütendolden.

Mehrjährige Heil‑ und Gewürzpflanze mit würzig‑aromatischem Geschmack und hohem Gehalt an ätherischen Ölen, Flavonoiden und Bitterstoffen. Sie wächst robust, ist äußerst pflegeleicht und eignet sich für Freiland, Topf und naturnahe Gärten. Sie keimt zuverlässig und ist vollständig winterhart. Optimal für Kräuter‑Selbstversorgung und den ökologischen Kräuteranbau.

 

   Herkunft & Geschichte

Die Gemeine Schafgarbe ist eine in Europa und weiten Teilen Asiens heimische Wildpflanze und gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae), Unterfamilie Asteroideae, Gattung Achillea. Sie ist heute in der gesamten Nordhalbkugel verbreitet und besiedelt seit Jahrtausenden offene, sonnige Lebensräume wie Wiesen, Weiden, Trockenrasen, Brachflächen und Wegränder. Die Wildpflanze ist äußerst anpassungsfähig und breitete sich nach der letzten Eiszeit rasch über Eurasien und später auch über Nordamerika aus. Der Name „Achillea“ verweist auf die antike Überlieferung, dass Achilles die Pflanze zur Versorgung von Wunden genutzt haben soll.

Bereits in der Antike wurde von den Griechen und Römern die Gemeine Schafgarbe beschrieben und findet sich in den Kräutertexten von Dioskurides und Plinius. Auch in nordeuropäischen Kulturen spielte sie eine bedeutende Rolle. In germanischen und keltischen Traditionen galt sie als Schutz‑ und Ritualpflanze, wurde als Würzkraut, Färbepflanze und in der Volksheilkunde genutzt und war Bestandteil zahlreicher historischer Kräuterrezepturen. Archäobotanische Funde aus jungsteinzeitlichen Siedlungen belegen, dass Schafgarbe bereits früh gesammelt und vermutlich kultiviert wurde. Im Mittelalter wurde sie in Klostergärten gepflegt und in Kräuterbüchern des 9.–16. Jahrhunderts ausführlich beschrieben, was ihre lange Kontinuität als Kultur‑ und Heilpflanze unterstreicht.

Aufgrund ihrer weiten Verbreitung, ihrer Anpassungsfähigkeit und ihres hohen Gehalts an aromatischen Inhaltsstoffen entwickelte sie sich zu einer der bedeutendsten traditionellen Kräuterpflanzen Europas. Die heute gärtnerisch verbreitete Gemeine Schafgarbe entspricht dieser historischen Wildform, die über Jahrhunderte hinweg gesammelt, lokal selektiert und in Gärten weitergegeben wurde.

 

   Aussehen & Merkmale

Die Pflanze ist mehrjährig, krautig und bildet aufrechte, verzweigte Stängel mit fein gefiederten, dunkelgrünen Blättern. Die weißen bis rosafarbenen Blüten stehen in 5–10 cm großen, flachen Doldenrispen. Sie zieht zahlreiche Insekten an und ist vollständig winterhart.

Pflanzendetails:

  • Wuchshöhe: Mittelgroß, 60–80 cm

  • Form: Aufrecht, locker verzweigt

  • Blätter: Fein gefiedert, aromatisch

  • Blüten: Weiß bis zartrosa, 5–10 cm große Doldenrispen

  • Geschmack: Würzig‑aromatisch, leicht bitter


 Verwendung & Anbau-Highlights

Die Gemeine Schafgarbe eignet sich ideal für Tee, Aufgüsse, Kräutermischungen, Tinkturen und Naturkosmetik. Blüten und Blätter enthalten aromatische ätherische Öle und Bitterstoffe und werden traditionell in der europäischen Kräuter‑ und Volkskunde genutzt. Als Gewürzkraut verleiht sie Salaten, Kräuterbutter und Wildkräutermischungen eine würzige Note. Ihr aromatischer Duft macht sie zudem beliebt in Kräuterkissen, Duftmischungen und Räucherwerk. Darüber hinaus wird sie in traditionellen Kräuterweinen und Bitteransätzen verwendet, dient als aromatische Zutat in Wildkräutersalzen und eignet sich zum Trocknen für Duftsträuße, Potpourris und dekorative Kräuterbunde. Die getrockneten Blüten werden häufig für natürliche Färbeprojekte, Kräuterbäder und als sanft aromatische Beimischung in Räuchermischungen genutzt.

Schafgarbe gedeiht zuverlässig im Freiland und in Töpfen. Sie bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte und kommt sehr gut mit Trockenheit zurecht. Mehrjährig und winterhart, benötigt sie nur wenig Wasser und ist insgesamt äußerst pflegeleicht. Sie blüht über viele Wochen und zieht zahlreiche Nützlinge wie Bienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge an. Dank ihrer Robustheit und Langlebigkeit eignet sie sich hervorragend für naturnahe, pflegearme Gärten. Zusätzlich überzeugt sie durch ihre hohe Schnittverträglichkeit und regeneriert sich nach Rückschnitt rasch. Sie ist standfest, hitzetolerant, konkurrenzstark gegenüber Beikräutern und eignet sich ideal zur Begrünung magerer Flächen, Kräuterwiesen und ökologischer Blühstreifen.

Im Vergleich zu anderen Wildkräutern ist die Gemeine Schafgarbe eine besonders robuste, traditionelle Kräuterpflanze mit aromatischen Blüten – ideal für alle, die pflegeleichte, mehrjährige Kräuter mit hohem ökologischen Wert schätzen.

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Ursprung & Anbau im Überblick

Erste Erwähnung:

1. Jahrhundert n. Chr.

Herkunft:

Subarktischen und gemäßigten Regionen Eurasiens

Züchter:

Wildform – unverändert in Kultur genommen

Vermehrungsort:

Niedersachsen - Deutschland

Geeignet für:

Freiland, Hochbeet, Balkon / Topf, Urban Gardening, Steingarten

Pflegeaufwand:

Gering - pflegeleicht, ideal für Einsteiger.

Überwinterung:

Winterhart - kultivierbar im Freiland.

Besondere Eigenschaften:

Mehrjährig / wintergrün, Robust / widerstandsfähig, Pflegeleicht, Lichtliebend / sonnig, Schattenverträglich / halbschattig, Hitzeverträglich, Trockenheitsverträglich, Frosthart / winterhart
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Anbau-Anleitung für

Gemeine Schafgarbe

Anbauschwierigkeit:

Leicht
• Im subtropischen Klima von März bis September sonnig bis halbschattig ins Freiland aussäen – Vorkultur nicht empfehlenswert.
• In gemäßigten Regionen Direktsaat ab März bis April in voller Sonne – Vorkultur nicht empfehlenswert.
• Aussaat in durchlässigen, sandig‑humusarmen bis mäßig nährstoffreichen Boden. Lichtkeimer – nicht mit Erde bedecken. Pflanzabstand: 30 × 40 cm.

Anbau Tipps:

• Direktsaat ist empfehlenswert - Jungpflanzen wachsen stabil und kräftig.
• Frühzeitig ausdünnen, damit die Pflanzen genügend Platz haben.
• Nur die oberen Triebe ernten - so treibt sie erneut aus und ermöglicht mehrere Ernten im Laufe der Saison.
• Triebe direkt vor der Blüte schneiden – dann ist der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten.
• Ideal für Präriebeete und Trockengärten mit mediterranen Kräutern kombinierbar.

Lagerhinweise:

Saatgut kühl, trocken, dunkel und luftdicht lagern für maximale Haltbarkeit und Keimfähigkeit.
Ausführliche Hinweise zur Lagerung von Saatgut
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Pflanzen-Steckbrief

Pflanzendetails

Botanischer Name:

Achillea millefolium L.

Pflanzenfamilie:

Asteraceae

Pflanzentyp:

Heilpflanze, Mehrjährige Staude

Lebenszyklus:

Mehrjährig, ausdauernd (3–5 Jahre)

Kulturdauer:

3-5 Jahre

Wuchsform:

Aufrecht wachsend, Krautig, Horstbildend

Pflanzenbreite ca.:

35 cm

Pflanzenhöhe ca.:

70 cm

Wurzeltyp:

Flach- bis Mittelwurzler

Winterhart bis:

–35 °C

Kulturelle Bedeutung:

Historisch, Traditionell

Nutzungseignung:

Hauptsaison, Selbstversorgung, Biodiversität, Sortenerhaltung, Bildungsprojekte / Schulgarten, Verarbeitung

Vermehrungsform:

Generative Vermehrung über Samen, Vegetative Ausbreitung, Rhizombildend, Teilung möglich, Selbstaussaat

Vermehrung:

• Die Pflanze ist fremdbefruchtend durch Insektenbestäubung und gehört zur Art Achillea millefolium.
• Zur Saatgutgewinnung empfiehlt sich ein Mindestabstand von 100–150 m zu anderen Sorten der selben Art, da Kreuzungen durch Insekten leicht möglich sind.
• Die Pflanze ist mehrjährig – sie bildet jedes Jahr verzweigte Blütenstände mit zahlreichen, kleinen und gut ausreifenden Samen.
• Die Samen sind erntereif, sobald die Fruchtstände vollständig eingetrocknet und strohig-brüchig geworden sind.

Aussaat & Pflanzung

Keimtyp:

Lichtkeimer, Normalkeimer

Saattiefe:

0 cm

Keimtemperatur:

15-20 °C

Keimdauer:

10-21 Tage

Topfkultur:

Möglich ab 3 Liter Topfvolumen.

Reihenabstand Baby-Leaf:

Nicht für Baby-Leaf geeignet.

Pflanzenabstand:

30 cm

Reihenabstand:

40 cm

Pikieren / Vereinzeln:

Kein Vereinzeln nötig - Direktsaat empfohlen.

Pflanzzeitpunkt:

Pflanzung nicht erforderlich – Direktsaat ist empfehlenswert.

Boden

Bodenart:

Durchlässiger, sandig‑steiniger, nährstoffarmer Lehmboden

pH-Wert des Bodens:

6,0-7,5 - schwach sauer bis alkalisch

Nährstoffbedarf:

Schwachzehrer

Bodenfeuchte:

Mäßig feucht, Trockenliebend, Anpassungsfähig, Staunässeempfindlich

Boden Vorbereitung:

Vor Aussaat lockern, Unkrautfrei und krümelig vorbereiten, Nährstoffarme Erde empfohlen, Kalkung bei saurem Boden

Mischkultur, Fruchtfolge & Ernte

Mischkultur Partner:

Lavendel, Salbei, Thymian, Oregano, Sonnenhut, Ysop, Rosmarin

Schlechte Nachbarn:

Minze, Brennnesseln, Feuchtigkeitsliebende Pflanzen, Starkzehrer

Fruchtfolge-Hinweise:

• Nicht nach anderen Korbblütlern pflanzen – mindestens 3 Jahre Abstand empfohlen.
• Mehrjährig – bleibt mehrere Jahre am Standort.
• Mehrjähriger Anbau am selben Standort erhöht den Krankheitsdruck, führt zu Nährstoffverarmung und beeinträchtigt die Bodenstruktur.

Erntezeit:

Sommer, Herbst

Aussaat bis zur Ernte:

4-8 Monate

Ernteteile:

Blätter, Blüten, Wurzeln

Verzehrgeeignet:

Ja - nur in kleinen Mengen und eher als Würzkraut.

Verwendungszweck:

Würzen / Aromageber, Rohverzehr, Salate, Tee, Trocknen / Dörren, Räucherpflanze, Duftpflanze, Bestäuberpflanze, Wildstaude, Begleitstaude, Naturgarten

Pflege & Kulturmaßnahmen

Wasserbedarf:

Gering

Pflegemaßnahmen:

Bei Direktsaat ausdünnen nach der Keimung, Gelegentlich gießen, Lockern & hacken, Unkrautfrei halten, Regelmäßige Kontrolle auf Schädlinge

Pflanzenschutz:

Luftiger Standort und gute Drainage empfohlen

Kulturhinweise:

Bewährt und problemlos im Anbau. In der frühen Entwicklungsphase Schneckenanfällig. Später sind die robusteren Blätter weniger gefährdet. Empfindlich gegenüber Staunässe – gut drainierten Boden verwenden.

Weitere Namen

EN - Englische Namen:

• Common yarrow • Milfoil yarrow • Soldier’s woundwort • Nosebleed plant • Thousand‑leaf

DE - Deutsche Namen:

• Gemeine Schafgarbe • Tausendblatt • Frauenkraut • Soldatenkraut • Garbenkraut • Wundkraut • Achilleskraut

PT - Portugiesische Namen:

• Milefólio • Mil‑folhas

ES - Spanische Namen:

• Milenrama • Milhojas • Plumajillo

FR - Französische Namen:

• Achillée millefeuille • Herbe aux charpentiers • Herbe militaire • Herbe aux coupures
Practical_Planting_and_Care_Tips_-_Praktische_Aussaat-_und_Pflegetipps_-_Dicas_praticas_de_sementeira_e_cuidados_-_www

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