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Historische, traditionelle und unveränderte Wildform.

Abholung bei Benjis Seeds möglich.

Bohnensamen2

Erntejahr:

2023

Keimfähigkeit:

4 Jahre (artspezifisch)
Ausführliche Hinweise zur Keimfähigkeit

Beschreibung

Anbau & Eigenschaften

Tipps & Bewertungen

Barbarakraut – historische aromatische Heil‑ und Gewürzpflanze mit würzig‑scharfem Kressearoma.

Zweijährige Wildstaude mit hohem Gehalt an Vitamin C und Senfölen. Sie wächst robust, ist winterhart und eignet sich für Freiland, Topf und naturnahe Gärten. Sie keimt zuverlässig und bildet im ersten Jahr eine wintergrüne Rosette. Optimal für Selbstversorgung und ökologischen Wildkräuteranbau.

 

   Herkunft & Geschichte

Das Barbarakraut (Barbarea vulgaris) ist eine seit Jahrhunderten geschätzte wilde Heil‑ und Gewürzpflanze. Das natürliche Verbreitungsgebiet reicht von Europa über Westasien bis nach Nordafrika und weiter bis nach Japan. Botanisch gehört die Pflanze zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae), zur Unterfamilie Brassicoideae und zur Gattung Barbarea. Sie entspricht der historischen Wildform, die sich über lange Zeiträume ohne gezielte Züchtung erhalten hat.

Der Name „Barbarakraut“ verweist auf die heilige Barbara, deren Gedenktag am 4. Dezember liegt – eine Zeit, in der die wintergrüne Rosette frisches Blattwerk liefert. Bereits in mittelalterlichen Kräuterbüchern wurde die Pflanze als verlässliches Wintergrün erwähnt. In Klostergärten Mitteleuropas wurde sie als Wintergemüse und Heilkraut kultiviert, da sie selbst bei Frost vitaminreiche Blätter bereitstellt und in der Volksmedizin als blutreinigend und stärkend galt.

Mit der Ausbreitung des Ackerbaus verbreitete sich die Pflanze weit über ihr Ursprungsgebiet hinaus, wurde in ganz Europa heimisch und gelangte später auch nach Nordamerika, wo sie sich als robuste, wintergrüne Wildpflanze etablierte. Über Jahrhunderte blieb sie ein wichtiges Heil‑, Gewürz‑ und Wintergemüse, geprägt durch ihren hohen Vitamin‑C‑Gehalt und die aromatischen Senföle. Bis heute gilt die Wildform von Barbarea vulgaris als klassische traditionelle Winterkresse mit unverändertem historischen Charakter.

 

   Aussehen & Merkmale

Die Pflanze ist zweijährig und krautig. Im ersten Jahr bildet sie eine grundständige Blattrosette mit dunkelgrünen, glänzenden, leierförmigen Blättern. Ab dem Frühjahr des zweiten Jahres erscheinen goldgelbe, vierzählige Blüten in traubigen Blütenständen. Die Art erreicht Wuchshöhen von 30 cm im ersten Jahr und bis 80–90 cm im zweiten Jahr. Sie ist winterhart bis −25 °C und übersteht auch starke Fröste.

Pflanzendetails:

  • Wuchshöhe: Niedrig, 30 cm, im 2. Jahr bis 90 cm

  • Form: Rosettenartig, aufrecht und verzweigt im 2. Jahr

  • Blätter: Leierförmig, dunkelgrün, glänzend

  • Blüten: Goldgelb, in Trauben

  • Geschmack: Würzig‑scharf, kresseartig, aromatisch


 Verwendung & Anbau-Highlights

Barbarakraut eignet sich ideal für Wintersalate, Kräuterquark, Smoothies, Pesto und als würziger Brotbelag. Die frischen Blätter verleihen kalten und warmen Gerichten ein kresseartiges, scharf‑würziges Aroma und passen gut zu Suppen, Eintöpfen, Kräuterbutter und herzhaften Wintergerichten. Auch in Füllungen, Pfannengerichten oder als frisches Topping entfaltet die Pflanze ihr volles Aroma. Die jungen Knospen lassen sich wie Kapern einlegen, und die Blätter können getrocknet oder eingefroren für Kräutermischungen genutzt werden. Traditionell wurde Barbarakraut wegen seiner Senföle und seines Vitamin‑C‑Gehalts geschätzt und bei Frühjahrsmüdigkeit, zur Blutreinigung und bei Hautreizungen verwendet. Innerlich gilt es in Smoothies, Tees und leichten Frühlingsgerichten als anregend und stärkend. Bis heute bleibt es ein vielseitiges Winterkraut, das die Ernährung in der kalten Jahreszeit bereichert.

Barbarakraut gedeiht zuverlässig im Freiland, Folientunnel und in Töpfen. Die Pflanze ist pflegeleicht, winterhart und über viele Monate beerntbar. Ihre Blüten ziehen zahlreiche Nützlinge an, und dank ihrer robusten Natur wächst sie auch in weniger idealen Böden stabil weiter, regeneriert sich gut nach dem Schnitt, dadurch bleibt sie lange nutzbar. Die langlebige, wintergrüne Rosette eignet sich hervorragend für Winterbeete und naturnahe Gärten und zeigt eine hohe Toleranz gegenüber Frost und wechselnden Witterungsbedingungen. Zudem keimt Barbarakraut zuverlässig, verträgt zeitweilige Staunässe besser als viele andere Kräuter und bleibt auch im Halbschatten vital. Die Rosette liefert selbst im Winter frisches Blattwerk, und die Pflanze neigt kaum zum Schossen, was eine lange Ernteperiode ermöglicht. Durch ihre natürliche Widerstandskraft und Anpassungsfähigkeit ist sie ideal für unkomplizierte, nachhaltige Kräuterbeete.

Im Vergleich zu anderen bekannten Blattgemüsen ist das Barbarakraut die klassische traditionelle Winterkresse mit besonders würzigen Blättern – ideal für Menschen, die pflegeleichte, wintergrüne Wildkräuter mit hohem Nutzen für Insekten schätzen.

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Ursprung & Anbau im Überblick

Erste Erwähnung:

12. Jahrhundert

Herkunft:

Europa und Westasien

Züchter:

Wildform – unverändert in Kultur genommen

Vermehrungsort:

Niedersachsen - Deutschland

Geeignet für:

Freiland, Gewächshaus, Folientunnel, Frühbeet, Hochbeet, Balkon / Topf, Urban Gardening

Pflegeaufwand:

Gering - pflegeleicht, ideal für Einsteiger.

Überwinterung:

Winterhart - kultivierbar im Freiland.

Besondere Eigenschaften:

Zweijährig, Schnell nutzbar, Schnellwachsend, Robust / widerstandsfähig, Pflegeleicht, Lichtliebend / sonnig, Schattenverträglich / halbschattig, Frosthart / winterhart
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Anbau-Anleitung für

Barbarakraut

Anbauschwierigkeit:

Leicht
• Im subtropischen Klima von September bis März halbschattig aussäen – Vorkultur nicht empfehlenswert.
• In gemäßigten Regionen Direktsaat von März bis Juni frostfrei in sonnigen bis halbschattigen Lagen – Vorkultur nicht empfehlenswert.
• Aussaat in durchlässigen, humusreichen und mäßig nährstoffreichen Lehmboden. Lichtkeimer – nicht mit Erde bedecken. Pflanzabstand: 25 × 30 cm.
• Für Baby-Leaf dicht säen mit Reihenabstand 10-15 cm.

Anbau Tipps:

• Direktsaat ist empfehlenswert - Jungpflanzen wachsen schnell und kräftig.
• Frühzeitig ausdünnen, damit die Pflanzen genügend Platz haben.
• Für eine gestaffelte Ernte sind mehrere Aussaaten im Abstand von 4 Wochen empfehlenswert.
• In subtropischem Klima halbschattig pflanzen – besonders kühlere Standorte sind optimal.

Lagerhinweise:

Saatgut kühl, trocken, dunkel und luftdicht lagern für maximale Haltbarkeit und Keimfähigkeit.
Ausführliche Hinweise zur Lagerung von Saatgut
Plant_Profile_-_Pflanzen_Steckbrief_-_Ficha_da_planta_-_www

Pflanzen-Steckbrief

Pflanzendetails

Botanischer Name:

Barbarea vulgaris R.Br.

Pflanzenfamilie:

Brassicaceae

Pflanzentyp:

Blattgemüse, Heilpflanze

Lebenszyklus:

Zweijährig (einjährig kultiviert)

Kulturdauer:

2-4 Monate

Wuchsform:

Aufrecht wachsend, Krautig, Rosettenbildend, Kompakt

Pflanzenbreite ca.:

30 cm

Pflanzenhöhe ca.:

60 cm

Wurzeltyp:

Flach- bis Mittelwurzler

Winterhart bis:

-25 °C

Kulturelle Bedeutung:

Historisch, Traditionell

Nutzungseignung:

Frühkultur, Herbstkultur, Hauptsaison, Spätanbau / Herbsternte, Ganzjahreskultur, Selbstversorgung, Biodiversität, Sortenerhaltung, Bildungsprojekte / Schulgarten, Frischverzehr, Verarbeitung

Vermehrungsform:

Generative Vermehrung über Samen, Selbstaussaat

Vermehrung:

• Diese Sorte ist fremdbefruchtend durch Insektenbestäubung und gehört zur Art Barbarea vulgaris.
• Zur Saatgutgewinnung empfiehlt sich ein Mindestabstand von 500–800 m zu anderen Sorten derselben Art, da Kreuzungen möglich sind.
• Die Pflanze ist zweijährig – im zweiten Jahr bildet sie hohe, verzweigte Blütenstände mit zahlreichen, gut ausreifenden Samen.
• Die Samen sind erntereif, sobald die Fruchtstände vollständig eingetrocknet und leicht brüchig geworden sind.

Aussaat & Pflanzung

Keimtyp:

Lichtkeimer, Normalkeimer

Saattiefe:

0 cm

Keimtemperatur:

10–18 °C

Keimdauer:

7-21 Tage

Topfkultur:

Möglich ab 3 Liter Topfvolumen.

Reihenabstand Baby-Leaf:

10-15 cm

Pflanzenabstand:

25 cm

Reihenabstand:

30 cm

Pikieren / Vereinzeln:

Kein Vereinzeln nötig - Direktsaat empfohlen.

Pflanzzeitpunkt:

Pflanzung nicht erforderlich – Direktsaat ist empfehlenswert.

Boden

Bodenart:

Durchlässiger, humusreicher Lehmboden

pH-Wert des Bodens:

6,0-7,5 - schwach sauer bis alkalisch

Nährstoffbedarf:

Mittelzehrer

Bodenfeuchte:

Gleichmäßig feucht, Feuchtigkeitsliebend, Anpassungsfähig, Staunässeempfindlich

Boden Vorbereitung:

Vor Aussaat lockern, Kompostgabe vor Pflanzung, Unkrautfrei und krümelig vorbereiten, Mulchschicht zur Feuchtigkeitsregulierung

Mischkultur, Fruchtfolge & Ernte

Mischkultur Partner:

Salat, Spinat, Hülsenfrüchte, Zwiebelgewächse, Möhre, Ringelblume, Tagetes, Dill, Koriander, Petersilie

Schlechte Nachbarn:

Mangold, Fenchel, Starkzehrer, Andere Kreuzblütler, Kartoffel, Mais, Mediterrane Kräuter, Rote Bete, Sonnenblume

Fruchtfolge-Hinweise:

• Nicht nach anderen Kreuzblütlern pflanzen - mindestens 3 Jahre Abstand empfohlen.
• Mehrjähriger Anbau am selben Standort erhöht den Krankheitsdruck, führt zu Nährstoffverarmung und beeinträchtigt die Bodenstruktur.
• Nicht direkt nach stark zehrenden Kulturen – Boden vorher regenerieren.

Erntezeit:

Frühling, Sommer, Herbst, Winter

Aussaat bis zur Ernte:

1-2 Monate

Ernteteile:

Junge Blätter, Triebspitzen, Blüten, Blütenknospen

Verzehrgeeignet:

Ja - roh oder gegart essbar.

Verwendungszweck:

Diätküche, Low Carb, Würzen / Aromageber, Rohverzehr, Salate, Dünsten, Kochen, Pürieren, Einlegen, Fermentieren, Smoothies, Tee, Gefrieren, Trocknen / Dörren, Wildstaude, Begleitstaude, Naturgarten, Bestäuberpflanze

Pflege & Kulturmaßnahmen

Wasserbedarf:

Mittel - Hoch

Pflegemaßnahmen:

Bei Direktsaat ausdünnen nach der Keimung, Regelmäßig gießen - auch in Trockenperioden, Unkrautfrei halten, Regelmäßige Kontrolle auf Schädlinge

Pflanzenschutz:

Luftiger Standort und gute Drainage empfohlen, Mulchen empfohlen

Kulturhinweise:

Bewährt und problemlos im Anbau. In der frühen Entwicklungsphase Schneckenanfällig. Später sind die robusteren Blätter weniger gefährdet. Wachstumsstopp bei Trockenheit – gleichmäßige Wasserversorgung notwendig. Qualitätsverlust bei Hitze – kühle Standorte bevorzugen. Empfindlich gegenüber Staunässe – gut drainierten Boden verwenden.

Weitere Namen

EN - Englische Namen:

• Wintercress • Rocketcress

DE - Deutsche Namen:

• Barbarakraut • Winterkresse • Winterrauke

PT - Portugiesische Namen:

• Erva de Santa Bárbara

ES - Spanische Namen:

• Hierba de Santa Bárbara

FR - Französische Namen:

• Herbe de Sainte‑Barbe • Barbarée commune
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