Muskatellersalbei, Salvia sclarea Samen - duftende, violett‑weiße Blütenstände
Muskatellersalbei, Salvia sclarea Samen - duftende, violett‑weiße Blüten
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Historische, traditionelle und unveränderte Wildform. Samenfest & offen bestäubt - 100 % frei von Hybrid-Züchtungen, Gentechnik & synthetischem Dünger. Ökologisch vermehrt - in ursprünglicher Form bewahrt.

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Bohnensamen2

Erntejahr:

2024

Keimfähigkeit:

3 Jahre (artspezifisch)
Ausführliche Hinweise zur Keimfähigkeit

Beschreibung

Anbau & Eigenschaften

Muskatellersalbei – duftende Aromastaude mit hohen, pastell‑violetten Blütenständen und starker Anziehungskraft auf Bestäuber.

Zweijährige, robuste Duft‑ und Wildstaude mit großer, grundständiger Rosette und bis zu 150 cm hohen, verzweigten Blütenständen. Sie wächst aufrecht‑rosettenbildend, ist trockenheitsverträglich und eignet sich ideal für Freiland, Naturgärten, Präriebeete und sonnige, magere Standorte. Keimt zuverlässig, bildet eine kräftige Pfahlwurzel und entwickelt langlebige Einzelrosetten. Optimal für Duftgärten, Bestäuberförderung, Räucherwerk und dekorative Staudenpflanzungen.

 

Herkunft & Geschichte

Der Muskatellersalbei ist eine traditionelle Duft‑, Ritual‑ und Heilpflanze aus den warmen, trockenen Regionen Südeuropas, Kleinasiens und des östlichen Mittelmeerraums. Dort besiedelt er steinige Hänge, offene Trockenrasen und lichte Buschlandschaften. Als klassische Kloster‑ und Heilpflanze wurde er früh in europäischen Kräuter‑ und Bauerngärten kultiviert und wegen seiner aromatischen Öle und seiner Bedeutung für Bestäuber geschätzt. Botanisch gehört er zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), zur Unterfamilie der Nepetoideae und zur Gattung Salvia.

Die erste belegte Erwähnung stammt aus dem 13. Jahrhundert: In De proprietatibus rerum (ca. 1230–1240) beschreibt Bartholomaeus Anglicus den Muskatellersalbei, womit er zu den frühesten dokumentierten Duft‑ und Heilpflanzen des mittelalterlichen Europa zählt. Vom Hochmittelalter bis in die frühe Neuzeit spielte er eine wichtige Rolle in Parfümerie, Wein‑ und Likörveredelung, Frauenheilkunde, Atemwegs‑ und Verdauungsanwendungen sowie in der Klostermedizin. Seine farbigen Hochblätter wurden in Kräuterbüscheln, Haussegen‑Bündeln und Räucherungen genutzt und galten als Symbol für Reinigung, Schutz und geistige Klarheit. In der mediterranen Volksheilkunde fand er Verwendung in Salben, Tinkturen, Hautpflege und aromatischen Ölen.

Im 18. Jahrhundert verbreitete er sich über botanische Gärten und Kräuterbücher in Mitteleuropa und wurde zu einer geschätzten Duft‑ und Bauerngartenpflanze. Seine ätherischen Öle dienten als Basisnote der frühen europäischen Parfümerie und prägen bis heute traditionelle Duft‑ und Räucherrezepturen. Heute gilt Muskatellersalbei als charakterstarke, trockenheitsverträgliche Staude für naturnahe Pflanzungen, Duftgärten und biodiversitätsorientierte Anlagen. Seine nektarreichen Blüten und sein aromatischer Wuchs führen seine lange Kulturgeschichte eindrucksvoll fort.

 

Aussehen & Merkmale

Die Pflanze ist zweijährig, bildet im ersten Jahr eine kräftige, grundständige Rosette und treibt im zweiten Jahr hohe, aufrechte, verzweigte Blütenstände. Die Blätter sind groß, weich behaart und graugrün. Die Blüten erscheinen in Pastell‑Violett, Rosa oder Weiß, begleitet von farbigen Hochblättern, und werden intensiv von Hummeln und Wildbienen besucht. Muskatellersalbei bildet eine tiefe Pfahlwurzel, ist hitze‑ und trockenheitsverträglich und bis –15 °C winterhart.

Pflanzendetails:

  • Wuchshöhe: Hoch, 80–150 cm

  • Form: Aufrecht, krautig, rosettenbildend, horstbildend

  • Blätter: Groß, graugrün, weich behaart

  • Blüten: Pastell‑violett bis rosé, in hohen, verzweigten Scheinquirlen


Verwendung & Anbau-Highlights

Muskatellersalbei eignet sich ideal für Natur‑ und Duftgärten, Präriebeete und trockenheitsverträgliche Staudenpflanzungen. Seine hohen Blütenstände setzen architektonische Akzente und bieten Bestäubern über Wochen reichlich Nektar. Er gedeiht zuverlässig in kargen, trockenen Böden, ist pflegeleicht und regeneriert sich gut über Selbstaussaat. Dank seiner Hitze‑ und Trockenheitsverträglichkeit eignet er sich hervorragend für vollsonnige Standorte, Hanglagen und steinige Bereiche. Als Aromapflanze wird er für Räucherwerk, Hydrolate, Tinkturen und ätherische Öle genutzt. Die dekorativen Blütenstände eignen sich für Schnitt‑ und Trockenarrangements, während die kräftige Rosette offene Flächen stabilisiert. Zusätzlich findet Muskatellersalbei Verwendung in Kräuterbündeln, Duftkissen, Potpourris, der natürlichen Raum‑ und Wäschebeduftung sowie als Basis für beruhigende Hautöle und florale Gestaltungen. Als langlebige Strukturstaude bildet er harmonische Kombinationen mit trockenheitsliebenden Gräsern und Stauden.

Der Muskatellersalbei etabliert sich rasch, zeigt eine stabile Entwicklung auch in Hitzeperioden und profitiert von minimaler Pflege – ideal für pflegearme, naturnahe Pflanzkonzepte. Er überzeugt durch hohe Trockenheitsverträglichkeit, robuste Standfestigkeit und eine ausgeprägte Resistenz gegenüber Nährstoffarmut. Seine tiefe Pfahlwurzel sorgt für zuverlässige Entwicklung selbst in steinigen, durchlässigen Böden, während die breite Rosette offene Flächen schützt und Unkrautdruck reduziert. Die Pflanze ist schnittverträglich, regeneriert sich gut über Selbstaussaat und bleibt auch in windoffenen Lagen formstabil. Dank seiner langen Blühdauer, der intensiven Duftwirkung und der starken Bestäuberanziehung eignet er sich hervorragend als dauerhafte Struktur‑ und Akzentpflanze in sonnigen, trockenen Gartenbereichen.

Im Vergleich zu anderen Duft‑ und Wildstauden ist der Muskatellersalbei besonders trockenheitsverträglich, imposant im Wuchs und außergewöhnlich bestäuberfreundlich – ideal für alle, die eine pflegeleichte, dekorative, aromatische Strukturpflanze mit hoher Nützlingswirkung suchen.

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Ursprung & Anbau im Überblick

Erste Erwähnung:

13. Jahrhundert

Herkunft:

Östlicher Mittelmeerraum und Westasien

Züchter:

Wildform – unverändert in Kultur genommen

Vermehrungsort:

Niedersachsen - Deutschland

Geeignet für:

Freiland, Hochbeet, Urban Gardening, Steingarten

Pflegeaufwand:

Gering - pflegeleicht, ideal für Einsteiger.

Überwinterung:

Winterhart - mehrjährig kultivierbar im Freiland.

Besondere Eigenschaften:

Robust / widerstandsfähig, Pflegeleicht, Lichtliebend / sonnig, Schnellwachsend, Hitzeverträglich, Trockenheitsverträglich, Frosthart / winterhart
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Anbau-Anleitung für

Muskatellersalbei

Anbauschwierigkeit:

Leicht
• Im subtropischen Klima von Dezember bis März sonnig aussäen – Vorkultur ab Januar möglich.
• In gemäßigten Regionen Direktsaat von März bis Juni nach dem Frost in voller Sonne – Vorkultur von Februar bis März sinnvoll.
• Aussaat in durchlässigen, sandig‑steinigen und mäßig nährstoffreichen Lehmboden. Lichtkeimer – nicht mit Erde bedecken. Pflanzabstand: 40 × 50 cm.

Anbau Tipps:

• Direktsaat ist empfehlenswert - Jungpflanzen wachsen stabil und kräftig.
• Frühzeitig ausdünnen, damit die Pflanzen genügend Platz haben.
• Gute Luftzirkulation schützt vor Blattläusen und Pilzkrankheiten.
• Ideal für Präriebeete und Trockengärten mit mediterranen Kräutern kombinierbar.

Lagerhinweise:

Saatgut kühl, trocken, dunkel und luftdicht lagern für maximale Haltbarkeit und Keimfähigkeit.
Ausführliche Hinweise zur Lagerung von Saatgut
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Pflanzen-Steckbrief

Pflanzendetails

Botanischer Name:

Salvia sclarea L.

Pflanzenfamilie:

Lamiaceae

Pflanzentyp:

Duft- und Aromapflanze

Wuchsform:

Aufrecht wachsend, Krautig, Rosettenbildend, Horstbildend

Pflanzenbreite ca.:

60 cm

Pflanzenhöhe ca.:

120 cm

Wurzeltyp:

Tiefwurzler, Pfahlwurzler

Winterhart bis:

-15 °C, gelegentlich auch bis -18 °C möglich.

Kulturdauer:

10-20 Monate

Lebenszyklus:

Kurzlebig mehrjährig (2–3 Jahre)

Vermehrungsform:

Generative Vermehrung über Samen, Selbstaussaat

Vermehrung:

• Die Art ist fremdbefruchtend durch Insektenbestäubung und gehört zur Art Salvia sclarea.
• Zur Saatgutgewinnung empfiehlt sich ein Mindestabstand von 50-100 m zu anderen Sorten derselben Art, um Fremdbefruchtung zu vermeiden.
• Die Pflanze ist zweijährig – nach der Blüte bildet sie zahlreiche, kleine, gut ausreifende Samen in trockenen Klausenfrüchten.
• Die Samen sind erntereif, sobald die Fruchtstände vollständig eingetrocknet und leicht brüchig geworden sind.

Aussaat & Pflanzung

Keimtyp:

Lichtkeimer, Normalkeimer

Saattiefe:

0 cm

Keimtemperatur:

15-20 °C

Keimdauer:

10-20 Tage

Topfkultur:

Nicht empfohlen - besser im Beet kultivieren.

Reihenabstand Baby-Leaf:

Nicht für Baby-Leaf geeignet.

Pflanzenabstand:

40 cm

Reihenabstand:

50 cm

Pikieren / Vereinzeln:

3-4 Wochen, nach Bildung der ersten echten Blattpaare vereinzeln.

Pflanzzeitpunkt:

Vorgezogene Jungpflanzen können ca. 3 Wochen nach dem Pikieren ins Freiland gesetzt werden.

Boden

Bodenart:

Durchlässiger, sandig-steiniger Lehmboden

pH-Wert des Bodens:

6,5–8,0 - neutral bis alkalisch

Nährstoffbedarf:

Mittel- bis Starkzehrer

Bodenfeuchte:

Mäßig feucht, Trockenheitsverträglich, Anpassungsfähig, Staunässeempfindlich

Boden Vorbereitung:

Vor Aussaat lockern, Unkrautfrei und krümelig vorbereiten, Nährstoffarme Erde empfohlen

Mischkultur, Fruchtfolge & Ernte

Mischkultur Partner:

Thymian‑Arten, Oregano, Salbei, Lavendel, Ysop, Rosmarin, Phacelia

Schlechte Nachbarn:

Starkzehrer, Feuchtigkeitsliebende Pflanzen, Großblättrige stark wuchernde Arten

Fruchtfolge-Hinweise:

• Nicht nach anderen Lippenblütlern pflanzen - mindestens 3 Jahre Abstand empfohlen.

Erntezeit:

Frühling, Sommer, Herbst

Aussaat bis zur Ernte:

10-18 Monate

Ernteteile:

Blätter, Blüten

Verzehrgeeignet:

Nein - nicht für den Verzehr bestimmt.

Verwendungszweck:

Würzen / Aromageber, Trocknen / Dörren, Tee, Räucherpflanze, Färberpflanze, Bestäuberpflanze, Duftpflanze, Wildstaude, Begleitstaude, Naturgarten, Salben, Tinkturen, Ätherische Öle, Ölgewinnung, Dekoration

Pflege & Kulturmaßnahmen

Wasserbedarf:

Mittel

Pflegemaßnahmen:

Bei Direktsaat ausdünnen nach der Keimung, Gelegentlich gießen, Lockern & hacken, Unkrautfrei halten

Pflanzenschutz:

Luftiger Standort und gute Drainage empfohlen

Kulturhinweise:

Bewährt und problemlos im Anbau. In der frühen Entwicklungsphase Schneckenanfällig. Später sind die robusteren Blätter weniger gefährdet. Aromaverlust bei zu viel Feuchtigkeit – trockene, warme Standorte bevorzugen.

Weitere Namen

EN - Englische Namen:

• Clary Sage • Clear-eye Sage • Oculus Christi

DE - Deutsche Namen:

• Muskatellersalbei • Römischer Salbei • Schweißkraut • Klarauge / Klaräuglein

PT - Portugiesische Namen:

• Salvia sclarea

ES - Spanische Namen:

• Salvia esclarea

FR - Französische Namen:

• Sauge sclarée

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