Gurke Gundel Früchte – samenfeste historische Gurkensorte Samen
Gurke Gundel Samentüte Vorderseite – samenfeste historische Gurkensorte Samen
Gurke Gundel Samentüte Rückseite – Anbauanleitung samenfeste Gurkensorte
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Traditionelle Kulturform. Samenfest & offen bestäubt - 100 % frei von Hybrid-Züchtungen, Gentechnik & synthetischem Dünger. Ökologisch vermehrt - Freie Sorte.

Abholung bei Benjis Seeds möglich.

Bohnensamen2

Erntejahr:

2025

Keimfähigkeit:

8 Jahre (artspezifisch)
Ausführliche Hinweise zur Keimfähigkeit

Beschreibung

Anbau & Eigenschaften

Gurke ‘Gundel’ – sehr robuste, bitterfreie Freilandgurke mit mittellangen, aromatischen Früchten.

Eine ertragreiche, widerstandsfähige Freilandgurke mit dunkelgrünen, 18–22 cm langen, schlanken Früchten. Ihr Geschmack ist mild, knackig und angenehm aromatisch. Die Pflanzen wachsen kräftig – indeterminiert, bilden zahlreiche gleichmäßige Früchte und eignen sich hervorragend für den Freilandanbau. Samenfest, kontinuierlich erntbar und ideal für Selbstversorgung, Mischkultur und ökologischen Anbau.

 

   Herkunft & Geschichte

‘Gundel’ ist eine offen bestäubte, samenfeste Freilandgurke aus mitteleuropäischer Züchtung und seit den 1980er‑Jahren im ökologischen und hobbymäßigen Anbau verbreitet. Sie gehört zu den klassischen, bitterfreien Freilandtypen, die aus robusten Landgurken weiterentwickelt wurden, um stabile, aromatische und wetterfeste Sorten für den Hausgarten zu schaffen. Botanisch gehört sie zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae), zur Unterfamilie Cucurbitoideae und zur Gattung Cucumis innerhalb der Art Cucumis sativus.

Die früheste nachweisbare Nennung von ‘Gundel’ stammt aus dem Jahr 1987, als sie in einem mitteleuropäischen Sortenverzeichnis erstmals als neue, offen bestäubte Freilandgurke mit schlanken, mittellangen und zuverlässig bitterfreien Früchten beschrieben wurde. In den darauffolgenden Jahren fand die Sorte zunehmend Eingang in europäische Gartenliteratur und wurde in internationalen Saatgutarchiven geführt, wo sie sich rasch als stabile, samenfeste Alternative zu den dominierenden Hybriden etablierte. Der Sortenname steht seither für eine Gurke, die durch gleichmäßigen Fruchtansatz, sehr robuste Freilandeignung und ein angenehm mildes Aroma überzeugt. Ihre Selektion erfolgte mit Blick auf Widerstandskraft, Ertragsstabilität und eine gute Blattgesundheit, sodass sie auch in wechselhaften Sommern zuverlässig trägt.

Als genetisch stabile, offen bestäubte Linie lässt sich ‘Gundel’ problemlos weitervermehren und eignet sich hervorragend für nachhaltige, ökologische und selbstversorgungsorientierte Anbausysteme. Sie verbindet moderne Züchtungsziele mit einem klassischen Freilandcharakter, zeigt eine lange Ernteperiode und ein ausgewogenes, bitterfreies Geschmacksprofil. Durch diese Kombination aus Robustheit, Vielseitigkeit und aromatischer Qualität hat sie sich dauerhaft im Gartenbau etabliert und zählt bis heute zu den zuverlässigsten mittellangen Freilandgurken für den Haus- und Selbstversorgergarten.


 

   Aussehen & Merkmale

Die Pflanzen sind einjährig, bilden kräftige rankende Triebe und erreichen an Rankhilfen etwa 200–250 cm oder wachsen am Boden kriechend. Wärmeliebend, Mindesttemperatur für den Anbau 10 °C.

Fruchtdetails:

  • Größe: Mittel, 18–22 cm lange Früchte

  • Form: Schlank, leicht zylindrisch

  • Farbe: Dunkelgrün

  • Textur: Knackig, saftig, festfleischig

  • Geschmack: Mild, aromatisch, bitterfrei, klassisches Gurkenaroma


 Verwendung & Anbau-Highlights

Die Früchte von ‘Gundel’ eignen sich ideal für frische Sommerküche: Sie bringen eine angenehme Knackigkeit in Salate, Rohkostgerichte, Tzatziki und kalte Suppen und behalten auch in dünnen Scheiben ihr mildes, aromatisches Profil. Werden sie jung geerntet, lassen sie sich hervorragend einlegen oder fermentieren und bleiben dabei fest und geschmacklich ausgewogen. Durch ihre schlanke Form passen sie perfekt in Bowls, Sandwiches, Dips, Relishes und dekorative Scheiben. Auch in sommerlichen Getränken, Gurkenwasser, Smoothies oder fein gewürfelt in Salsas und Kräuter‑Gurken‑Mischungen zeigt die Sorte ihre frische, klare Note. In kalten Vorspeisen, Fingerfood‑Arrangements oder als milde Komponente in Pickles und Mixed‑Pickles beweist sie zusätzliche Vielseitigkeit.

‘Gundel’ überzeugt im Freiland durch ihre sehr robuste Natur und eine gleichmäßige, lang anhaltende Ernte. Die Sorte reagiert zuverlässig auf wechselhafte Witterung, setzt auch in kühleren Perioden sicher Früchte an und zeigt eine stabile Blattgesundheit. Ihr gemischt blühender Charakter und der kräftige Wuchs machen sie zu einer ausgezeichneten Wahl für ökologische Anbausysteme, Hochbeete und Rankhilfen. Besonders für Selbstversorger ist sie attraktiv, da sie kontinuierlich trägt und sich durch eine ausgeprägte Bitterfreiheit sowie eine hohe Fruchtansatzrate auszeichnet. Die Pflanzen lassen sich gut führen, regenerieren schnell nach Ernteschnitten und bleiben auch unter weniger idealen Bedingungen vital. Dadurch gilt ‘Gundel’ als ausgesprochen gartenfreundliche Sorte, die sowohl in kleinen Hausgärten als auch in größeren Selbstversorgerbeeten oder extensiven Flächen zuverlässig gedeiht.

Im Vergleich zu vielen modernen Hybriden überzeugt ‘Gundel’ durch Bitterfreiheit, aromatische Früchte, stabile Erträge und ihre samenfeste Qualität – ideal für alle, die eine zuverlässige, robuste und vielseitige Freilandgurke suchen.

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Ursprung & Anbau im Überblick

Erste Erwähnung:

1980er Jahre

Herkunft:

Mitteleuropäischer Raum

Züchter:

Nicht bekannt – über Erhaltungsinitiativen verbreitet

Vermehrungsort:

Niedersachsen - Deutschland

Geeignet für:

Freiland, Gewächshaus, Folientunnel, Hochbeet, Balkon / Topf, Urban Gardening, Vertikaler Anbau

Pflegeaufwand:

Gering bis mittel - meist unkompliziert, mit etwas Aufmerksamkeit gut zu meistern.

Überwinterung:

Nicht winterhart - einjährig kultivierbar im Freiland.

Besondere Eigenschaften:

Einjährig / schnell nutzbar, Schnellwachsend, Hoher Ertrag / ertragreich, Robust / widerstandsfähig, Pflegeleicht, Lichtliebend / sonnig, Schattenverträglich / halbschattig, Hitzeverträglich
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Anbau-Anleitung für

Gundel

Anbauschwierigkeit:

Leicht
• Im subtropischen Klima ab März sonnig oder halbschattig aussäen - Vorkultur ab Februar möglich.
• In gemäßigten Regionen Direktsaat von Mai bis Juni nach dem Frost in voller Sonne – Vorkultur ab April sinnvoll, auspflanzen ab Mitte Mai frostfrei.
• Aussaat in tiefgründigen, durchlässigen, sandig-humusreichen und nährstoffreichen Lehmboden – 2–3 cm tief. Pflanzabstand: 50 × 100 cm.

Anbau Tipps:

• Regelmäßig gießen – gleichmäßige Feuchtigkeit fördert mildes Aroma und verhindert Bitterkeit bei der Fruchtbildung.
• Bei Temperaturen unter 15 °C verlangsamt sich das Pflanzenwachstum deutlich – Kältestress hemmt die Entwicklung.
• Gute Luftzirkulation schützt vor Blattläusen und Pilzkrankheiten.
• Ein stabiles Gerüst mit Tomatenhaken sorgt für sicheren Halt der Triebe, erhöht den Ertrag und erleichtert die Pflege.
• Regelmäßige Ernte fördert neuen Fruchtansatz und steigert den Gesamtertrag.
• In gemäßigten Klimazonen empfiehlt sich ein Regenschutz – ein einfaches Dach oder Folientunnel genügt.
• Für einen langen Erntezeitraum sind mehrere Aussaaten im Jahr empfehlenswert.
• Pflanzenkohle und Urgesteinsmehl verbessern die Bodenstruktur und steigern die Speicherfähigkeit für Nährstoffe und Wasser.

Lagerhinweise:

Saatgut kühl, trocken, dunkel und luftdicht lagern für maximale Haltbarkeit und Keimfähigkeit.
Ausführliche Hinweise zur Lagerung von Saatgut
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Pflanzen-Steckbrief

Pflanzendetails

Botanischer Name:

Cucumis sativus L. 'Gundel'

Pflanzenfamilie:

Cucurbitaceae

Pflanzentyp:

Fruchtgemüse

Wuchsform:

Krautig, Kriechend, Kletternd, Indeterminiert

Pflanzenbreite ca.:

80 cm

Pflanzenhöhe ca.:

250 cm

Wurzeltyp:

Flach- bis Mittelwurzler

Winterhart bis:

5 °C - anhaltende Temperaturen unter 10 °C bremsen das Wachstum stark.

Kulturdauer:

3-4 Monate

Lebenszyklus:

Einjährig

Vermehrungsform:

Generative Vermehrung über Samen

Vermehrung:

• Diese Sorte ist fremdbefruchtend durch Insektenbestäubung und gehört zur Art Cucumis sativus.
• Zur Saatgutgewinnung empfiehlt sich ein Mindestabstand von 800–1000 m zu anderen Sorten derselben Art, da Kreuzungen leicht möglich sind.
• Die Pflanze ist einjährig – nach der Befruchtung bildet sie Früchte mit zahlreichen, gut ausreifenden Samen.
• Die Samen sind erntereif, sobald die Früchte vollständig gelb verfärbt, weich und im Inneren gallertartig geworden sind.

Aussaat & Pflanzung

Keimtyp:

Dunkelkeimer, Warmkeimer

Saattiefe:

1,5-2,5 cm

Keimtemperatur:

22-28 °C

Keimdauer:

6-14 Tage

Topfkultur:

Möglich ab 20-30 Liter Topfvolumen.

Reihenabstand Baby-Leaf:

Nicht für Baby-Leaf geeignet.

Pflanzenabstand:

50 cm

Reihenabstand:

100 cm

Pikieren / Vereinzeln:

Wurzeln sind empfindlich – am besten direkt in Töpfe säen und später mit vollständig durchwurzeltem Ballen auspflanzen.

Pflanzzeitpunkt:

Vorgezogene Jungpflanzen können ca. 3 Wochen nach dem säen ins Freiland gesetzt werden. Nur bei stabil warmem Wetter pflanzen – idealerweise nach den letzten Frösten, bei milden Tag- und Nachttemperaturen.

Boden

Bodenart:

Tiefgründiger und durchlässiger, humusreicher bis sandiger Lehmboden

pH-Wert des Bodens:

6,0-7,0 - schwach sauer bis neutral

Nährstoffbedarf:

Mittel- bis Starkzehrer

Bodenfeuchte:

Gleichmäßig feucht, Staunässeempfindlich

Boden Vorbereitung:

Vor Aussaat tiefgründig lockern, Kompostgabe vor Pflanzung, Unkrautfrei und krümelig vorbereiten, Steinarm vorbereiten, Mulchschicht zur Feuchtigkeitsregulierung

Mischkultur, Fruchtfolge & Ernte

Mischkultur Partner:

Salat, Spinat, Bohne, Erbse, Dicke Bohne, Zwiebelgewächse, Radieschen, Mais, Dill, Ringelblume, Kapuzinerkresse, Tagetes, Borretsch

Schlechte Nachbarn:

Fenchel, Sellerie, Kohlarten, Kürbisgewächse, Tomate, Paprika / Chili, Aubergine, Kartoffel, Salbei, Sonnenblume

Fruchtfolge-Hinweise:

• Nicht nach anderen Kürbisgewächsen pflanzen – mindestens 3 Jahre Abstand empfohlen.
• Mehrjähriger Anbau am selben Standort erhöht den Krankheitsdruck, führt zu Nährstoffverarmung und beeinträchtigt die Bodenstruktur.
• Gute Vorfrucht: Hülsenfrüchte, Zwiebelgewächse, Wurzelgemüse, Gründüngung – Fruchtwechsel fördert Bodengesundheit.
• Wechsel mit Schwachzehrern empfohlen – Bodenmüdigkeit vermeiden.
• Nicht direkt nach stark zehrenden Kulturen – Boden vorher regenerieren.

Erntezeit:

Sommer, Herbst

Aussaat bis zur Ernte:

1,5-2,5 Monate

Ernteteile:

Früchte

Verzehrgeeignet:

Ja - roh oder gegart essbar.

Verwendungszweck:

Diätküche, Low Carb, Rohverzehr, Salate, Einlegen, Fermentieren, Pürieren, Saft / Entsaften, Smoothies, Gefrieren, Konservieren, Bestäuberpflanze

Pflege & Kulturmaßnahmen

Wasserbedarf:

Hoch

Pflegemaßnahmen:

Bei Direktsaat ausdünnen nach der Keimung, Regelmäßig gießen - auch in Trockenperioden, Lockern & hacken, Düngen, Auslichten, Unkrautfrei halten, Rankhilfe erstellen

Pflanzenschutz:

Luftiger Standort und gute Drainage empfohlen, Mulchen empfohlen, Regenschutz sinnvoll, Schneckenschutz sinnvoll

Kulturhinweise:

In der frühen Entwicklungsphase Schneckenanfällig. Später sind die robusteren Blätter weniger gefährdet. Kann bei feuchtem Wetter Mehltau entwickeln - luftiger Standort empfehlenswert. Wachstumsstopp bei Trockenheit – gleichmäßige Wasserversorgung notwendig.

Weitere Namen

EN - Englische Namen:

• Cucumber

DE - Deutsche Namen:

• Gurke

PT - Portugiesische Namen:

• Pepino

ES - Spanische Namen:

• Pepino

FR - Französische Namen:

• Concombre

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