Braunroter Fingerhut - Digitalis ferruginea

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Historische, traditionelle und unveränderte Wildform. Samenfest & offen bestäubt - 100 % frei von Hybrid-Züchtungen, Gentechnik & synthetischem Dünger. Ökologisch vermehrt - in ursprünglicher Form bewahrt.

Abholung bei Benjis Seeds möglich.

Bohnensamen2

Erntejahr:

2023

Keimfähigkeit:

3 Jahre (artspezifisch)
Ausführliche Hinweise zur Keimfähigkeit

Beschreibung

Anbau & Eigenschaften

Braunroter Fingerhut – dekorative, bronzefarben blühende Wildstaude mit hoher Attraktivität für Bestäuber.

Mehrjährige, robuste Wildstaude mit schmalen, dunkelgrünen Blättern und hohen, bronzebraunen Blütenkerzen. Sie wächst aufrecht‑rosettenbildend, ist winterhart und eignet sich für Freiland, Naturgärten, Präriebeete und trockene Standorte. Sie keimt zuverlässig und bildet langlebige Einzelrosetten. Optimal für Naturgärten, Bestäuberförderung und dekorative Staudenpflanzungen.

 

Herkunft & Geschichte

Der Braunrote Fingerhut ist eine Zier‑ und Wildstaude und stammt aus den warmen, trockenen Regionen Südosteuropas und Westasiens, wo er lichte Wälder, felsige Hänge und steinige Magerstandorte besiedelt. Als Teil der traditionellen europäischen Wildflora wurde er früh in Natur‑ und Staudenanlagen integriert. Botanisch gehört er zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae), zur Unterfamilie der Digitalidoideae und zur Gattung Digitalis.

Die erste Erwähnung von Digitalis ferruginea erfolgte 1753, als Carl von Linné die Art in Species Plantarum beschreibt und damit erstmals eindeutig dokumentiert. Diese frühe Nennung verankert den Braunroten Fingerhut klar in der südosteuropäischen Flora und markiert seinen Eintritt in die botanische Literatur Europas. Im 18. und 19. Jahrhundert gelangte er über botanische Gärten in mitteleuropäische Natur‑ und Landschaftsgärten, wo seine hohen, standfesten Blütenkerzen als markante Strukturpflanze geschätzt wurden. In vielen Regionen fanden die Blüten Verwendung in Kräuterbüscheln und Haussegen‑Bündeln und galten als Symbol für Schutz und Naturkraft.

In der historischen Pflanzenheilkunde spielte Digitalis ferruginea eine Rolle als Quelle herzwirksamer Cardenolide, die im 19. Jahrhundert intensiv untersucht wurden. Die Pflanze blieb jedoch eine regionale Heil‑ und Ritualpflanze und wurde nie als standardisierte Arzneipflanze kultiviert; aufgrund ihrer Giftigkeit ist eine Nutzung im Hausgebrauch ausgeschlossen. Heute gilt der Braunrote Fingerhut als wertvolle Art für trockenheitsverträgliche Pflanzungen, Präriebeete und biodiversitätsorientierte Anlagen. Seine nektarreichen Blüten sind für Wildbienen und Hummeln von hoher Bedeutung, während seine robuste Natur ihn zu einer langlebigen, pflegeleichten Wildstaude mit bemerkenswerter botanischer Geschichte macht.

 

Aussehen & Merkmale

Die Pflanze ist mehrjährig, bildet eine kräftige, grundständige Rosette und treibt daraus einen hohen, aufrechten Blütenstand. Die Blätter sind schmal, dunkelgrün und leicht ledrig. Die bronzebraunen, glockenförmigen Blüten erscheinen im Hochsommer in langen, dicht besetzten Trauben und werden stark von Hummeln besucht.
Der Braunrote Fingerhut bildet eine tiefe Pfahlwurzel und ist winterhart bis mindestens −20 °C.

Pflanzendetails:

  • Wuchshöhe: Hoch, 80–140 cm

  • Form: Aufrecht, rosettenbildend

  • Blätter: Schmal, dunkelgrün, ledrig

  • Blüten: Bronzebraun, glockenförmig, in langen Trauben


Verwendung & Anbau-Highlights

Der Braunrote Fingerhut eignet sich ideal für Naturgärten, Präriebeete, Steppenpflanzungen und trockenheitsverträgliche Staudenbeete. Seine hohen Blütenkerzen setzen markante Akzente und versorgen Hummeln und Wildbienen über Wochen mit reichlich Nektar. Er gedeiht zuverlässig in kargen, trockenen Böden, ist pflegeleicht und regeneriert sich gut über Selbstaussaat. Dank seiner Hitze‑ und Trockenheitsverträglichkeit eignet er sich hervorragend für vollsonnige Standorte, Hanglagen und steinige Bereiche. Als langlebige Struktur‑ und Begleitstaude bildet er harmonische Pflanzbilder mit trockenheitsliebenden Gräsern und Stauden. Seine dekorativen Blütenstände eignen sich für natürliche Schnitt‑ und Trockenarrangements, während die dichte Rosette offene Flächen stabilisiert und den Garten ökologisch bereichert.

Der Braunrote Fingerhut bleibt über viele Jahre vital, bildet stabile Rosetten und zeigt selbst in nährstoffarmen, windoffenen Lagen eine hohe Standfestigkeit. Auch in großen Töpfen bleibt er formstabil und dekorativ und eignet sich ideal für sonnige Terrassen und Eingangsbereiche. Zusätzlich überzeugt er durch eine ausgeprägte Trockenheitstoleranz, eine zuverlässige Entwicklung in steinigen, durchlässigen Böden und eine hohe Schnittfestigkeit der Blütenstände. Er etabliert sich rasch nach der Pflanzung, zeigt eine stabile Entwicklung auch in Hitzeperioden und profitiert von minimaler Pflege – ideal für pflegearme, naturnahe Pflanzkonzepte.

Im Vergleich zu anderen Wildarten ist der Braunrote Fingerhut besonders trockenheitsverträglich und langlebig – ideal für alle, die eine pflegeleichte, mehrjährige Wildstaude mit hoher Nützlingswirkung und auffälliger Erscheinung suchen.

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Ursprung & Anbau im Überblick

Erste Erwähnung:

1753

Herkunft:

Südosteuropa und Kleinasien

Züchter:

Wildform – unverändert in Kultur genommen

Vermehrungsort:

Algarve - Portugal

Geeignet für:

Freiland, Hochbeet, Balkon / Topf, Urban Gardening, Steingarten

Pflegeaufwand:

Gering - pflegeleicht, ideal für Einsteiger.

Überwinterung:

Winterhart - mehrjährig kultivierbar im Freiland.

Besondere Eigenschaften:

Robust / widerstandsfähig, Pflegeleicht, Lichtliebend / sonnig, Schattenverträglich / halbschattig, Hitzeverträglich, Trockenheitsverträglich, Frosthart / winterhart
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Anbau-Anleitung für

Braunroter Fingerhut

Anbauschwierigkeit:

Leicht
• Im subtropischen Klima von März bis September sonnig bis halbschattig aussäen – Vorkultur ab Januar möglich.
• In gemäßigten Regionen Direktsaat von April bis Juni nach dem Frost in sonnigen bis halbschattigen Lagen – Vorkultur ab März sinnvoll.
• Aussaat in durchlässigen, sandig‑steinigen und mäßig nährstoffarmen Lehmboden. Lichtkeimer – nicht mit Erde bedecken. Pflanzabstand: 30 × 40 cm.

Anbau Tipps:

• Direktsaat ist empfehlenswert – Jungpflanzen wachsen zuverlässig und bilden eine kräftige Pfahlwurzel.
• Frühzeitig ausdünnen, damit die Pflanzen genügend Platz haben.
• Gute Luftzirkulation schützt vor Blattläusen und Pilzkrankheiten.
• Ein Rückschnitt bei Knospenansatz oder Vergilbung regt den Neuaustrieb an.

Lagerhinweise:

Saatgut kühl, trocken, dunkel und luftdicht lagern für maximale Haltbarkeit und Keimfähigkeit.
Ausführliche Hinweise zur Lagerung von Saatgut
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Pflanzen-Steckbrief

Pflanzendetails

Botanischer Name:

Digitalis ferruginea L.

Pflanzenfamilie:

Plantaginaceae

Pflanzentyp:

Zier‑ und Wildstaude

Wuchsform:

Aufrecht wachsend, Krautig, Rosettenbildend

Pflanzenbreite ca.:

40 cm

Pflanzenhöhe ca.:

150 cm

Wurzeltyp:

Tiefwurzler, Pfahlwurzler

Winterhart bis:

-20 °C

Kulturdauer:

10-18 Monate

Lebenszyklus:

Kurzlebig mehrjährig (2–3 Jahre)

Vermehrungsform:

Generative Vermehrung über Samen, Selbstaussaat

Vermehrung:

• Diese Art ist fremdbefruchtend durch Insektenbestäubung und gehört zur Art Digitalis ferruginea.
• Zur Saatgutgewinnung empfiehlt sich ein Mindestabstand von 500 m zu anderen Sorten derselben Art, um Kreuzungen zu vermeiden.
• Die Pflanze ist mehrjährig – nach mehreren Jahren bildet die Mutterrosette einen hohen, verzweigten Blütenstand und stirbt nach der Samenreife ab (monokarp).
• Die Samen sind erntereif, sobald die Fruchtstände vollständig eingetrocknet und leicht brüchig geworden sind.

Aussaat & Pflanzung

Keimtyp:

Lichtkeimer, Normalkeimer

Saattiefe:

0 cm

Keimtemperatur:

15-20 °C

Keimdauer:

10-28 Tage

Topfkultur:

Nicht empfohlen - besser im Beet kultivieren.

Reihenabstand Baby-Leaf:

Nicht für Baby-Leaf geeignet.

Pflanzenabstand:

30 cm

Reihenabstand:

40 cm

Pikieren / Vereinzeln:

Kein Vereinzeln nötig - Direktsaat empfohlen.

Pflanzzeitpunkt:

Pflanzung nicht erforderlich – Direktsaat ist empfehlenswert.

Boden

Bodenart:

Durchlässiger, sandig‑steiniger, nährstoffarmer Lehmboden

pH-Wert des Bodens:

6,0-7,5 - schwach sauer bis alkalisch

Nährstoffbedarf:

Schwach- bis Mittelzehrer

Bodenfeuchte:

Mäßig feucht, Trockenheitsverträglich, Anpassungsfähig, Staunässeempfindlich

Boden Vorbereitung:

Vor Aussaat lockern, Unkrautfrei und krümelig vorbereiten, Nährstoffarme Erde empfohlen

Mischkultur, Fruchtfolge & Ernte

Mischkultur Partner:

Salbei, Natternkopf

Schlechte Nachbarn:

Starkzehrer, Feuchtigkeitsliebende Pflanzen

Fruchtfolge-Hinweise:

• Mehrjährig – bleibt mehrere Jahre am Standort.
• Nachkultur sollte nährstoffarme Böden bevorzugen – ideal sind mediterrane Kräuter und andere Magerstandort-Arten.
• Staunässefördernde Vorfrüchte vermeiden – die Art reagiert empfindlich auf Bodenverdichtung.

Erntezeit:

Wird nicht geerntet

Aussaat bis zur Ernte:

10-18 Monate

Ernteteile:

Keine – wird nicht geerntet

Verzehrgeeignet:

Nein - enthält giftige Pflanzenteile.

Verwendungszweck:

Bestäuberpflanze, Wildstaude, Begleitstaude, Naturgarten, Dekoration

Pflege & Kulturmaßnahmen

Wasserbedarf:

Gering - Mittel

Pflegemaßnahmen:

Bei Direktsaat ausdünnen nach der Keimung, Gelegentlich gießen, Lockern & hacken, Unkrautfrei halten, Blüten entfernen

Pflanzenschutz:

Luftiger Standort und gute Drainage empfohlen

Kulturhinweise:

Bewährt und problemlos im Anbau. In der frühen Entwicklungsphase Schneckenanfällig. Später sind die robusteren Blätter weniger gefährdet.

Weitere Namen

EN - Englische Namen:

• Rusty Foxglove • Rusty Digitalis

DE - Deutsche Namen:

• Braunroter Fingerhut • Rostfarbener Fingerhut

PT - Portugiesische Namen:

• Dedaleira‑ferrugínea

ES - Spanische Namen:

• Dedalera ferruginosa

FR - Französische Namen:

• Digitale ferrugineuse

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