Echter Ysop - Hyssopus officinalis

Echter Ysop - Hyssopus officinalis
Echter Ysop - Hyssopus officinalis
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Historische, traditionelle und unveränderte Wildform. Samenfest & offen bestäubt - 100 % frei von Hybrid-Züchtungen, Gentechnik & synthetischem Dünger. Ökologisch vermehrt - in ursprünglicher Form bewahrt.
Bohnensamen2

Erntejahr:

2024

Keimfähigkeit:

4 Jahre (artspezifisch)
Ausführliche Hinweise zur Keimfähigkeit

Beschreibung

Anbau & Eigenschaften

Ysop – aromatisches, blau blühendes Würzkraut mit intensivem Duft und hoher Attraktivität für Nützlinge.

Mehrjährige, robuste Kräuterstaude mit dunkelgrünen, schmalen Blättern und aromatischem, würzig‑herbem Duft. Sie wächst buschig‑aufrecht, ist winterhart und eignet sich für Freiland, Steingärten, Kräuterbeete und trockene Standorte. Sie keimt zuverlässig und bildet langlebige, kompakte Horste. Optimal für Selbstversorgung, Tee, Würzmischungen und ökologischen Kräuteranbau.

 

Herkunft & Geschichte

Ysop gehört zu den ältesten Gewürz‑ und Heilkräutern des Mittelmeerraums und wird seit der Antike kultiviert. Seine ursprüngliche Heimat liegt in den sonnigen, trockenen Regionen Süd‑ und Osteuropas sowie Westasiens. Botanisch zählt Ysop zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), zur Unterfamilie Nepetoideae und zur Gattung Hyssopus.

Die erste Erwähnung stammt aus dem 1. Jahrhundert n. Chr., als Pedanios Dioskurides Ysop in De materia medica um 60 n. Chr. als wärmendes, schleimlösendes und aromatisches Heilkraut beschreibt. Plinius der Ältere nennt ihn kurz darauf in der Naturalis historia als verdauungsförderndes und reinigendes Würzkraut. In der griechisch‑römischen Medizin wurde Ysop bei Atemwegs‑ und Verdauungsbeschwerden genutzt, äußerlich für Waschungen und Umschläge.

Mit dem Klosterwesen gelangte Ysop früh in mitteleuropäische Apothekergärten. Mittelalterliche Kräuterbücher führen ihn als stärkendes und reinigendes Kraut für Tees, Bitteransätze, Kräuterweine und Räucherwerk. In der Volksheilkunde blieb er über Jahrhunderte ein bewährtes Mittel bei Erkältungen, Bronchialbeschwerden und Appetitlosigkeit; seine aromatischen Triebe fanden Verwendung in Tinkturen, Salben und Einreibungen. Gleichzeitig wurde Ysop zu einer wichtigen Duft‑ und Ritualpflanze. Blühende Triebe dienten in vielen Regionen Europas in Kräuterbüscheln und Haussegen‑Bündeln zur Reinigung und Beduftung von Räumen. In der frühen Neuzeit prägte sein würzig‑herbes Aroma Bitterliköre, Magenelixiere und Kräuterweine.

Bis heute bleibt Ysop ein vielseitiges mediterranes Würz‑ und Heilkraut mit hohem kulturellem Wert. Seine ätherischen Öle, Bitter‑ und Gerbstoffe werden in Küche, Hausapotheke und Kräuterhandwerk geschätzt, während seine nektarreichen Blüten eine bedeutende Rolle für Wildbienen und andere Bestäuber spielen.

 

Aussehen & Merkmale

Die Pflanze ist mehrjährig, bildet aufrechte, buschige Stängel und verholzt an der Basis. Die Blätter sind schmal, dunkelgrün und aromatisch. Die leuchtend blau‑violetten Lippenblüten erscheinen ab Hochsommer in dichten Scheinähren und ziehen zahlreiche Bestäuber an. Ysop bildet eine kräftige Pfahlwurzel und ist winterhart bis mindestens −20 °C.

Pflanzendetails:

  • Wuchshöhe: Mittel, 40–60 cm

  • Form: Aufrecht, buschig, horstbildend

  • Blätter: Schmal, dunkelgrün, aromatisch

  • Blüten: Blau‑violett, in Ähren

  • Geschmack: Würzig‑herb, leicht bitter, intensiv aromatisch


Verwendung & Anbau-Highlights

Ysop eignet sich ideal zum Würzen von Fleischgerichten, Eintöpfen, Kräuterbutter, mediterranen Speisen und Bitteransätzen. Die Blätter und Blüten werden frisch oder getrocknet für Tee, Kräutersalze, Liköre, Essige und Öle genutzt. In der traditionellen Kräuterheilkunde gilt Ysop als klassisches Bitter‑ und Aromakraut. Die essbaren Blüten dienen als dekorative Zutat in Salaten und Kräutergerichten. Darüber hinaus verfeinert Ysop Kräuteressige, Magenbitter, Hustensirupe und Kräuterweine, aromatisiert Honig und eignet sich für Füllungen, Gemüsepfannen und herzhafte Backwaren. Getrocknete Triebe werden für Duftkissen, Kräuterbündel und Räucherwerk verwendet, während seine ätherisch‑ölreichen Blätter in Tinkturen, Salben und Einreibungen genutzt werden.

Im Garten ist Ysop eine wertvolle Struktur‑ und Nützlingspflanze. Seine Blüten ziehen Wildbienen, Hummeln und Schwebfliegen stark an und fördern das ökologische Gleichgewicht. Dank seiner Robustheit gedeiht Ysop auch in kargen, trockenen Böden, regeneriert sich gut nach dem Schnitt und ist mehrschnittig nutzbar. Er verträgt Hitze, Trockenheit und vollsonnige Standorte und eignet sich hervorragend für Naturgärten, Präriebeete, Kräuterspiralen und Steingärten. Zusätzlich bleibt er über viele Jahre standfest, verholzt zuverlässig an der Basis, ist schneckenresistent und winterhart, bildet kompakte, langlebige Horste und zeigt selbst in windoffenen, nährstoffarmen Lagen eine stabile Vitalität. Seine dichte, aromatische Belaubung wirkt natürlich abwehrend auf Schadinsekten, während die langen Blühphasen Bestäuber über Wochen versorgen. Auch in Topfkultur bleibt Ysop formstabil und pflegeleicht und eignet sich ideal für sonnige Terrassen und Balkone.

Im Vergleich zu anderen mediterranen Kräutern ist Ysop besonders aromaintensiv und vielseitig – ideal für alle, die ein pflegeleichtes, mehrjähriges Würzkraut mit hoher Nützlingswirkung und traditionellem Wert suchen.

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Ursprung & Anbau im Überblick

Erste Erwähnung:

1. Jahrhundert n. Chr.

Herkunft:

Östlicher Mittelmeerraum bis Westasien

Züchter:

Wildform – unverändert in Kultur genommen

Vermehrungsort:

Niedersachsen - Deutschland

Geeignet für:

Freiland, Hochbeet, Balkon / Topf, Urban Gardening, Steingarten

Pflegeaufwand:

Gering - pflegeleicht, ideal für Einsteiger.

Überwinterung:

Bedingt winterhart - verträgt kurzfristig leichte Fröste bis etwa -10 °C im Freiland.

Besondere Eigenschaften:

Mehrjährig / wintergrün, Hoher Ertrag / ertragreich, Robust / widerstandsfähig, Pflegeleicht, Lichtliebend / sonnig, Hitzeverträglich, Trockenheitsverträglich, Frosthart / winterhart
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Anbau-Anleitung für

Echter Ysop

Anbauschwierigkeit:

Leicht
• Im subtropischen Klima von März bis September sonnig oder halbschattig aussäen – Vorkultur nicht empfehlenswert.
• In gemäßigten Regionen Direktsaat von April bis Juni nach dem Frost in voller Sonne – Vorkultur ab März sinnvoll.
• Aussaat in durchlässigen, sandig‑steinigen bis mäßig nährstoffarmen Lehmboden. Lichtkeimer – nicht mit Erde bedecken. Pflanzabstand: 25 × 40 cm.

Anbau Tipps:

• Gute Luftzirkulation schützt vor Blattläusen und Pilzkrankheiten.
• Wenig düngen - zu nährstoffreiche Böden mindern das Aroma.
• Ideal für Präriebeete und Trockengärten mit mediterranen Kräutern kombinierbar.

Lagerhinweise:

Saatgut kühl, trocken, dunkel und luftdicht lagern für maximale Haltbarkeit und Keimfähigkeit.
Ausführliche Hinweise zur Lagerung von Saatgut
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Pflanzen-Steckbrief

Pflanzendetails

Botanischer Name:

Hyssopus officinalis L.

Pflanzenfamilie:

Lamiaceae

Pflanzentyp:

Heil‑ und Gewürzpflanze

Wuchsform:

Aufrecht wachsend, Buschig, Horstbildend

Pflanzenbreite ca.:

40 cm

Pflanzenhöhe ca.:

60 cm

Wurzeltyp:

Mittelwurzler, Pfahlwurzler

Winterhart bis:

-20 °C

Kulturdauer:

2-5 Jahre

Lebenszyklus:

Mehrjährig, ausdauernd (5–7 Jahre)

Vermehrungsform:

Generative Vermehrung über Samen, Teilung möglich, Stecklingsvermehrung, Selbstaussaat

Vermehrung:

• Diese Art ist fremdbefruchtend durch Insektenbestäubung und gehört zur Art Hyssopus officinalis.
• Zur Saatgutgewinnung genügt ein Abstand von 10–20 m zu anderen Sorten derselben Art – Kreuzungen sind selten, aber möglich.
• Die Pflanze ist mehrjährig – nach der Blüte bildet sie zahlreiche, kleine, gut ausreifende Samen in trockenen Klausenfrüchten.
• Die Samen sind erntereif, sobald die Fruchtstände vollständig eingetrocknet und leicht brüchig geworden sind.

Aussaat & Pflanzung

Keimtyp:

Lichtkeimer, Normalkeimer

Saattiefe:

0 cm

Keimtemperatur:

18-22 °C

Keimdauer:

10-28 Tage

Topfkultur:

Möglich ab 5 Liter Topfvolumen.

Reihenabstand Baby-Leaf:

Nicht für Baby-Leaf geeignet.

Pflanzenabstand:

25 cm

Reihenabstand:

40 cm

Pikieren / Vereinzeln:

3-4 Wochen, nach Bildung der ersten echten Blattpaare vereinzeln.

Pflanzzeitpunkt:

Vorgezogene Jungpflanzen können ca. 4 Wochen nach dem Pikieren ins Freiland gesetzt werden.

Boden

Bodenart:

Durchlässiger, sandig‑steiniger, nährstoffarmer Lehmboden

pH-Wert des Bodens:

6,5-7,5 - schwach sauer bis alkalisch

Nährstoffbedarf:

Schwach- bis Mittelzehrer

Bodenfeuchte:

Mäßig feucht, Trockenheitsverträglich, Anpassungsfähig, Staunässeempfindlich

Boden Vorbereitung:

Vor Aussaat lockern, Unkrautfrei und krümelig vorbereiten, Nährstoffarme Erde empfohlen

Mischkultur, Fruchtfolge & Ernte

Mischkultur Partner:

Thymian‑Arten, Oregano, Majoran, Salbei, Rosmarin, Lavendel, Bohnenkraut, Ringelblume

Schlechte Nachbarn:

Feuchtigkeitsliebende Pflanzen, Stark zehrende Gemüsearten

Fruchtfolge-Hinweise:

• Nach Kultur mindestens 3 Jahre Pause vor erneuter Pflanzung verwandter Kräuter empfohlen.
• Nachkultur sollte nährstoffarme Böden bevorzugen – ideal sind mediterrane Kräuter und andere Magerstandort-Arten.

Erntezeit:

Frühling, Sommer, Herbst

Aussaat bis zur Ernte:

2-4 Monate

Ernteteile:

Blätter, Stiele, Blütenstände

Verzehrgeeignet:

Ja - roh oder gegart essbar.

Verwendungszweck:

Würzen / Aromageber, Rohverzehr, Salate, Dünsten, Kochen, Grillen, Tee, Trocknen / Dörren, Bestäuberpflanze, Duftpflanze, Begleitstaude, Naturgarten, Salben, Tinkturen, Ätherische Öle, Dekoration

Pflege & Kulturmaßnahmen

Wasserbedarf:

Gering

Pflegemaßnahmen:

Gelegentlich gießen, Lockern & hacken, Unkrautfrei halten, Auslichten

Pflanzenschutz:

Luftiger Standort und gute Drainage empfohlen

Kulturhinweise:

Bewährt und problemlos im Anbau. In der frühen Entwicklungsphase Schneckenanfällig. Später sind die robusteren Blätter weniger gefährdet. Empfindlich gegenüber Staunässe – gut drainierten Boden verwenden.

Weitere Namen

EN - Englische Namen:

• Hyssop

DE - Deutsche Namen:

• Echter Ysop • Bienenkraut • Josefskraut • Eisop / Isop

PT - Portugiesische Namen:

• Hissopo

ES - Spanische Namen:

• Hisopo • Hisopillo

FR - Französische Namen:

• Hysope • Hysope officinale

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