Kichererbse 'Black Kabuli' - Cicer arietinum

Kichererbse Black Kabuli Samen – historische samenfeste schwarze Kichererbsensorte
Kichererbse Black Kabuli Pflanze – samenfeste schwarze Kichererbse Samen
Kichererbse 'Black Kabuli' - Cicer arietinum
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Traditionelle Kulturform & historische Sorte. Regionale Landsorte. Samenfest & offen bestäubt - 100 % frei von Hybrid-Züchtungen, Gentechnik & synthetischem Dünger. Ökologisch vermehrt - Freie Sorte.

Abholung bei Benjis Seeds möglich.

Bohnensamen2

Erntejahr:

2024

Keimfähigkeit:

4 Jahre (artspezifisch)
Ausführliche Hinweise zur Keimfähigkeit

Beschreibung

Anbau & Eigenschaften

'Black Kabuli' – seltene schwarze Kichererbse mit nussigem Aroma.

Einjährige, wärmeliebende Hülsenfrucht mit aromatischen, dunkelbraun‑schwarzen Samen und feinem, nussigem Geschmack. Die Pflanzen wachsen kompakt, bis 40–60 cm hoch, sind trockenheitsverträglich und ideal für sonnige, warme Standorte. Sie gedeihen zuverlässig im Freiland und Hochbeet, mit geringen Wasserbedarf. Die Sorte ist robust, pflegeleicht und samenfest – perfekt für Selbstversorgung, Trockenbeete und den ökologischen Anbau.

 

   Herkunft & Geschichte

‘Black Kabuli’ gehört zu den traditionellen Kabuli‑Typen, die seit Jahrhunderten in Afghanistan und angrenzenden Regionen kultiviert werden. Diese Sortengruppe ist bekannt für ihre hellen bis dunklen, rundlichen Samen und ihren mild‑nussigen Geschmack. Als alte Landsorte wurde ‘Black Kabuli’ über Generationen hinweg durch bäuerliche Selektion erhalten und an trockene, steinige Böden angepasst. Botanisch gehört sie zur Familie der Fabaceae, Unterfamilie Faboideae und zur Gattung Cicer.

Die früheste bekannte Erwähnung eines dunklen Kabuli‑Typs findet sich in einem persischen Agrartext aus dem 17. Jahrhundert, in dem „schwarzsamige Kabuli‑Kichererbsen aus den Bergen von Kabul“ beschrieben werden. Diese historische Notiz gilt als erster schriftlicher Hinweis auf eine Sorte, die eindeutig dem heutigen Typ ‘Black Kabuli’ entspricht. Solche dunklen Kabuli‑Formen wurden traditionell in höher gelegenen, trockenen Regionen angebaut, wo sie wegen ihrer Robustheit und ihres aromatischen Geschmacks geschätzt wurden.

Im Laufe der Jahrhunderte verbreiteten sich Kabuli‑Typen über Handelsrouten nach Zentralasien und in den Mittelmeerraum, wo dunkle Varianten wie ‘Black Kabuli’ vor allem für feine Gerichte, Suppen und Pasten genutzt wurden. Ihre Trockenheitsresistenz und die Fähigkeit, auch in mageren Böden zuverlässig zu tragen, machten sie zu einer wertvollen Kulturpflanze in ariden Gebieten. In einigen Regionen galten sie als besonders bekömmlich und wurden für einfache Hausmittel wie wärmende Suppen oder stärkende Pasten genutzt, die bei Erschöpfung oder in der Winterzeit gereicht wurden. Die Sorte blieb als regionale Landsorte erhalten und wird bis heute wegen ihres besonderen Aromas und ihrer dekorativ dunklen Samen geschätzt. 

 

   Aussehen & Merkmale

Kichererbse ‘Black Kabuli’ ist einjährig, buschig-krautig und bildet aufrechte, leicht verzweigte Triebe mit gefiederten, graugrünen Blättern. Die weißen Schmetterlingsblüten erscheinen ab Frühsommer und werden von Wildbienen besucht. Nach der Blüte entwickeln sich kurze, aufgeblähte Hülsen mit 1–2 dunklen Samen. Die kräftige Pfahlwurzel reicht 40–100 cm tief und ermöglicht der Pflanze, Trockenperioden gut zu überstehen.

Pflanzendetails:

  • Wuchshöhe: Mittel, 40–60 cm

  • Form: Aufrecht, buschig, krautig, kompakt

  • Blätter: Gefiedert, graugrün

  • Blüten: Weiß, zart duftend

  • Samen: Dunkelbraun bis schwarz, rundlich

  • Geschmack: Mild‑nussig, fein aromatisch


 Verwendung & Anbau-Highlights

‘Black Kabuli’ eignet sich hervorragend für Currys, Eintöpfe, Salate, Hummus, Falafel, geröstete Snacks und die Vorratshaltung. Die Samen lassen sich trocknen, kochen, einlegen, fermentieren oder zu Mehl verarbeiten. Ihr nussiges Aroma macht sie vielseitig einsetzbar – von herzhaft bis süß. Darüber hinaus eignet sie sich für cremige Aufstriche, proteinreiche Suppen, orientalische Reisgerichte, knusprige Ofenröstungen und als Basis für pflanzliche Burgerpatties. Das Mehl der dunklen Samen wird traditionell für Fladen, Pfannkuchen und Gebäck genutzt und verleiht Speisen eine warme Farbe und ein feines Röstaroma. Auch in Bowls, warmen Mezze‑Gerichten und als ballaststoffreiche Beilage zeigt die Sorte ihre besondere Qualität.

Im Anbau zeigt sich ‘Black Kabuli’ äußerst robust: Sie bevorzugt sonnige, warme Standorte und durchlässige, sandig‑steinige Böden. Dank ihrer tiefreichenden Pfahlwurzel kommt sie mit Trockenheit sehr gut zurecht und benötigt nur minimale Bewässerung. Staunässe sollte vermieden werden. Die Pflanzen sind pflegeleicht, krankheitsarm und gedeihen auch in mageren Böden zuverlässig. Als Leguminose bindet sie Stickstoff und verbessert langfristig die Bodenfruchtbarkeit. Darüber hinaus zeigt sie eine bemerkenswerte Stabilität gegenüber Hitzeperioden. Ihre kurze Kulturzeit ermöglicht eine sichere Ausreife auch in Regionen mit kürzerem Sommer, die Pflanzen bleiben selbst unter widrigen Bedingungen standfest und ertragstreu.

Im Vergleich zu anderen Kichererbsen überzeugt 'Black Kabuli' durch ihre dekorativ dunklen Samen, ihren feinen Geschmack und ihre hohe Anpassungsfähigkeit – ideal für Selbstversorger, Trockenbeete, naturnahe Gärten und den ökologischen Anbau.

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Ursprung & Anbau im Überblick

Erste Erwähnung:

Seit der Antike bekannt

Herkunft:

Afghanistan

Züchter:

Nicht bekannt – traditionelle Sorte

Vermehrungsort:

Algarve - Portugal

Geeignet für:

Freiland, Folientunnel, Frühbeet, Hochbeet, Urban Gardening, Steingarten

Pflegeaufwand:

Gering - pflegeleicht, ideal für Einsteiger.

Überwinterung:

Nicht winterhart - einjährig kultivierbar im Freiland.

Besondere Eigenschaften:

Einjährig / schnell nutzbar, Robust / widerstandsfähig, Pflegeleicht, Hoher Ertrag / ertragreich, Lichtliebend / sonnig, Hitzeverträglich, Trockenheitsverträglich
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Anbau-Anleitung für

Black Kabuli

Anbauschwierigkeit:

Leicht
• Im subtropischen Klima von März bis September sonnig aussäen – Vorkultur nicht empfehlenswert.
• In gemäßigten Regionen Direktsaat von April bis Juni nach dem Frost in voller Sonne – Vorkultur nicht empfehlenswert.
• Aussaat in tiefgründigen und durchlässigen, sandig‑steinigen bis mäßig nährstoffarmen Lehmboden – 3–5 cm tief. Pflanzabstand: 20 × 30 cm.

Anbau Tipps:

• Direktsaat ist empfehlenswert - Jungpflanzen wachsen schnell und kräftig.
• Gute Luftzirkulation schützt vor Blattläusen und Pilzkrankheiten.
• Ideal für Präriebeete und Trockengärten mit mediterranen Kräutern kombinierbar.

Lagerhinweise:

Saatgut kühl, trocken, dunkel und luftdicht lagern für maximale Haltbarkeit und Keimfähigkeit.
Ausführliche Hinweise zur Lagerung von Saatgut
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Pflanzen-Steckbrief

Pflanzendetails

Botanischer Name:

Cicer arietinum L. 'Black Kabuli'

Pflanzenfamilie:

Fabaceae

Pflanzentyp:

Hülsenfrüchte

Wuchsform:

Aufrecht wachsend, Buschig, Krautig, Kompakt

Pflanzenbreite ca.:

25–35 cm

Pflanzenhöhe ca.:

40–60 cm

Wurzeltyp:

Mittel- bis Tiefwurzler, Pfahlwurzler

Winterhart bis:

-3 °C kurzfristig möglich.

Kulturdauer:

3-5 Monate

Lebenszyklus:

Einjährig

Vermehrungsform:

Generative Vermehrung über Samen, Selbstaussaat

Vermehrung:

• Diese Sorte ist selbstbefruchtend und gehört zur Gattung Cicer.
• Zur Saatgutgewinnung genügt ein Abstand von 10–20 m zu anderen Sorten derselben Art – Kreuzungen sind selten, aber möglich.
• Die Pflanze ist einjährig – nach der Blüte bildet sie kleine, verzweigte Blütenstände mit gut ausreifenden Samen in trockenen Hülsen.
• Die Samen sind erntereif, sobald die Hülsen vollständig eingetrocknet und strohig‑brüchig geworden sind.

Aussaat & Pflanzung

Keimtyp:

Dunkelkeimer, Normalkeimer

Saattiefe:

3-5 cm

Keimtemperatur:

15-25 °C

Keimdauer:

7-14 Tage

Topfkultur:

Nicht empfohlen - besser im Beet kultivieren.

Reihenabstand Baby-Leaf:

Nicht für Baby-Leaf geeignet.

Pflanzenabstand:

20 cm

Reihenabstand:

30 cm

Pikieren / Vereinzeln:

Kein Vereinzeln nötig - Direktsaat empfohlen.

Pflanzzeitpunkt:

Pflanzung nicht erforderlich – Direktsaat ist empfehlenswert.

Boden

Bodenart:

Tiefgründiger und durchlässiger, sandig‑steiniger, nährstoffarmer Lehmboden

pH-Wert des Bodens:

6,0-8,0 - schwach sauer bis alkalisch

Nährstoffbedarf:

Schwachzehrer

Bodenfeuchte:

Mäßig feucht zur Keimung und Etablierung, Trockenheitsverträglich, Anpassungsfähig, Staunässeempfindlich

Boden Vorbereitung:

Vor Aussaat tiefgründig lockern, Unkrautfrei und krümelig vorbereiten, Nährstoffarme Erde empfohlen, Kalkung bei saurem Boden

Mischkultur, Fruchtfolge & Ernte

Mischkultur Partner:

Getreide, Zwiebelgewächse, Möhre, Pastinake, Schwarzwurzel, Rettich, Radieschen, Kohlrabi, Thymian‑Arten, Rosmarin, Salbei, Oregano, Ringelblume

Schlechte Nachbarn:

Spinat, Mangold, Kohlarten, Tomate, Paprika / Chili, Kürbisgewächse, Andere Leguminosen, Kartoffel, Sellerie, Rote Bete, Mais

Fruchtfolge-Hinweise:

• Nicht nach anderen Leguminosen pflanzen – mindestens 4 Jahre Abstand empfohlen.
• Mehrjähriger Anbau am selben Standort erhöht den Krankheitsdruck, fördert Fusarium und Ascochyta und mindert den Ertrag.

Erntezeit:

Sommer

Aussaat bis zur Ernte:

3-5 Monate

Ernteteile:

Unreife Samen, Reife Samen

Verzehrgeeignet:

Ja - roh oder gegart essbar.

Verwendungszweck:

Diätküche, Low Carb, Kochen, Dünsten, Braten, Backen, Frittieren, Füllen, Einlegen, Fermentieren, Pürieren, Trocknen / Dörren, Konservieren, Gefrieren, Naturgarten, Bestäuberpflanze

Pflege & Kulturmaßnahmen

Wasserbedarf:

Gering - Mittel

Pflegemaßnahmen:

Gelegentlich gießen, Lockern & hacken, Unkrautfrei halten

Pflanzenschutz:

Luftiger Standort und gute Drainage empfohlen

Kulturhinweise:

Bewährt und problemlos im Anbau. In der frühen Entwicklungsphase Schneckenanfällig. Später sind die robusteren Blätter weniger gefährdet. Kann bei feuchtem Wetter Mehltau entwickeln - luftiger Standort empfehlenswert. Ascochyta‑Befall bei anhaltender Feuchte möglich – trockene Standorte bevorzugen. Empfindlich gegenüber Staunässe – gut drainierten Boden verwenden.

Weitere Namen

EN - Englische Namen:

• Chickpea • Garbanzo • Bengal gram

DE - Deutsche Namen:

• Kichererbse • Kicher • Felderbse • Venuskicher

PT - Portugiesische Namen:

• Grão de bico

ES - Spanische Namen:

• Garbanzo • Chícharo

FR - Französische Namen:

• Pois chiche

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