Samen sind eine unverzichtbare Lebensgrundlage!

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Kultursamen sind Erbstücke unserer alten Kulturen. Ein besonderes Erbe für unsere Existenz!

Warum erhalten wir Samen?

Wie es zuvor war

Über Jahrtausende hinweg war es selbstverständlich, neue Pflanzensorten zu züchten, zu lagern, wieder zu verbreiten und mit Freunden oder Bekannten auszutauschen und auch weiterzuverkaufen. 

Es war nicht ungewöhnlich, dass die Züchtungsprozesse Jahrhunderte dauerten, um die Pflanzen an die optimalen lokalen Umweltbedingungen anzupassen und unser heute bekanntes Kultursaatgut aus alten und interessanten Sorten zu entwickeln.
Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein war es für unzählige Landwirte und Gärtner eine Selbstverständlichkeit, gemeinsam an der landwirtschaftlichen Vielfalt und dem Erhalt von altem Saatgut zu arbeiten. 

Grüne Revolution

In den 1950er Jahren entwickelte sich jedoch unter dem Vorwand der Ernährungssicherung die „Grüne Revolution“, die die ersten ertragreichen Sorten auf den Markt brachte. Die Chemie- und Saatgutindustrie begründete dies mit der Bekämpfung des Welthungers, der heute noch präsenter ist als je zuvor (laut Statistik stirbt alle 3 Sekunden ein Mensch an Hunger).

Grüne Gentechnik

In den 1980er Jahren wurde die „Grüne Gentechnik“ geboren und begann sich zu verbreiten. Dabei wird mit Labormethoden in das Erbgut von Pflanzen eingegriffen. Seit 1996 werden gentechnisch veränderte Pflanzen kommerziell angebaut. Rund 12 % der weltweiten Ackerflächen sind bereits mit gentechnisch veränderten Pflanzen bepflanzt.
Was einst ein harmonischer und logisch nachvollziehbarer Prozess im Einklang mit der Natur war, ist aufgrund der Unkontrollierbarkeit und Unvorhersehbarkeit der „Grünen Gentechnik“ verheerend für Mensch, Tier und Natur.

Weltmarkt

Während es 1985 weltweit etwa 7.000 Saatgutunternehmen gab, die jeweils etwa 1 % des Weltmarktes ausmachten, waren es 2013 bereits 10 Saatgutunternehmen, die 85 % des Weltmarktes kontrollierten. 95 % des heutigen Gemüsesaatguts allein in Europa stammt von nur 5 Saatgutunternehmen.

Strategien der Konzerne

Bekannte Saatgutunternehmen in Europa sind Monsanto [Bayer] (USA), Bayer Crop Sc. (D) und Syngenta (CH). Die Strategien dieser Konzerne bestehen darin, andere Unternehmen aufzukaufen und Sorten mit hohem Pestizid- und Düngemittelbedarf, sogenannte „Hybride“, zu entwickeln. Hybridsamen würden bei einer erneuten Aussaat in der 2. Generation deutliche Veränderungen in den Eigenschaften zeigen. Damit heben sie sich enorm von der ursprünglichen Sorte ab und weisen keine früheren Qualitäten mehr auf. Dies hat zu einer völligen grundsätzlichen Abhängigkeit der Landwirte, Gärtner und aller Menschen von den Saatgutunternehmen geführt.
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Wir setzten ein Zeichen und erhalten professionell qualitatives altes reproduzierbares Saatgut
Nach Schätzungen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinigten Staaten (FAO) sind bereits 75 % der landwirtschaftlichen Vielfalt verloren gegangen.
Demonstrationen Weltweit
Weltweit haben Menschen bereits Initiativen und Demonstrationen gestartet, um sich gegen die Privatisierung von Saatgut zu wehren.
Aufgrund der Monopolarisierung des Weltsaatgutmarktes dominieren mittlerweile 10 Saatgutunternehmen rund 85 Prozent des Weltmarktes und entscheiden, was wir alle essen dürfen.

Saatgut - Beschränkungen

Die deutlich zunehmenden Beschränkungen von Pflanzensorten oder sogar Verbote nehmen auch heute noch zu. Nach dem Saatgutgesetz darf Saatgut in EU-Ländern derzeit nur in den Verkehr gebracht werden, wenn die jeweilige Sorte registriert und in einer Sortenliste eingetragen ist. Voraussetzungen für die Eintragung von Sorten sind „Gleichmäßigkeit“, „Stabilität“ und sie müssen eindeutig „unterscheidbar“ von bereits eingetragenen Sorten sein, d. h. wirtschaftlich (die sogenannten DUS-Kriterien [englisch]). Geschmack, gesunde Zutaten und Abwechslung spielen keine Rolle.
Sorten, die durch das „Sortenschutzgesetz“, den „Patentschutz“ oder als „biologisch patentierte Hybridsorten“ geschützt sind, sind nicht mehr Allgemeingut. Diese dürfen von Personen nicht mehr für eigene Zwecke verwendet oder vervielfältigt werden.

Bedrohte Gemüsearten

Durch diese Ausrichtung der Konzerne, die viele noch nicht kennen, sind neben unseren heimischen Tierarten und Wildpflanzen auch unsere geliebten Gemüsesorten und Bauerngartenblumen vom Aussterben bedroht.

Angesichts dieser Situation ist es für uns eine absolute Notwendigkeit, altes Kultur- und Erbstücksaatgut eigenständig zu erhalten und über unsere Website oder durch Marktbesuche zu verbreiten.

Möglichkeiten

Gemeinsam können wir das ändern! Dies ist einer der Gründe, warum Benji gegründet wurde. Wir informieren, bringen Menschen zusammen, bauen gemeinsam unabhängige Infrastrukturen auf, erinnern uns an unser Potenzial und verbinden uns zu einer großen Familie. Eine Familie, die im Interesse der Natur und des Lebens handelt und dadurch einen grundlegenden Unterschied in der Welt macht.

Teile deine Erfahrung auf Google!

Gefällt dir was wir kreieren? Dann erzähle es im Internet weiter! Das ermöglicht auch anderen Menschen unser Saatgut, Informationen und Möglichkeiten auszuprobieren.

Durch eine größere Reichweite im Internet, können wir noch schneller weitere interessante Sorten und Informationen anbieten

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