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Traditionelle Kulturform & historische Kulturpflanze. Regionale Landsorte. Samenfest & offen bestäubt - 100 % frei von Hybrid-Züchtungen, Gentechnik & synthetischem Dünger. Ökologisch vermehrt - Freie Kulturpflanze.

Abholung bei Benjis Seeds möglich.

Bohnensamen2

Erntejahr:

2024

Keimfähigkeit:

3 Jahre (artspezifisch)
Ausführliche Hinweise zur Keimfähigkeit

Beschreibung

Anbau & Eigenschaften

Tipps & Bewertungen

Winterheckenzwiebel – sehr alte und robuste, mehrjährige Lauchzwiebel mit bewährten Aroma.

Diese mehrjährige und traditionelle Lauchzwiebel hat ein mild-würziges Aroma. Sie ist winterhart, wächst schnell und kann fast das ganze Jahr über geerntet werden. Robust, ertragreich und samenfest – ideal für Selbstversorgung und den ökologischen Anbau.

 

   Herkunft & Geschichte

Die Winterheckenzwiebel ist eine sehr alte Kulturpflanze mit über 2000 Jahren Nutzungsgeschichte. Erste Hinweise auf ihre Kultivierung stammen aus China, wo sie bereits im 1. Jahrtausend v. Chr. als Gemüse- und Heilpflanze geschätzt wurde. Von dort breitete sie sich über Zentralasien und Sibirien aus und gelangte wahrscheinlich über Russland nach Mitteleuropa. In Europa ist sie spätestens seit dem 16.–17. Jahrhundert bekannt und wurde vor allem in Kloster- und Bauerngärten kultiviert, wo ihre Winterhärte und die Möglichkeit einer ganzjährigen Nutzung besonders geschätzt wurden.

Die Winterheckenzwiebel (Allium fistulosum L.) gehört zur Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae), Unterfamilie Lauchgewächse (Allioideae). Sie ist eng verwandt mit der Küchenzwiebel (Allium cepa), bildet jedoch keine verdickte Zwiebel, sondern horstbildende Schäfte. Ihr botanischer Name „fistulosum“ leitet sich vom lateinischen „fistula“ ab und bedeutet „röhrig“, was auf die charakteristischen hohlen Blätter verweist.

Die Sorte gilt als eine der ältesten kultivierten Laucharten und ist in vielen Regionen der Welt eingebürgert. Sie wurde in Japan als „Japanese bunching onion“ zu einem wichtigen Bestandteil der traditionellen Küche und ist dort seit Jahrhunderten ein unverzichtbares Gemüse. In Mitteleuropa war sie besonders in Zeiten von Bedeutung, in denen frisches Grün im Winter rar war, und wurde als „ewige Zwiebel“ oder „Winterhecke“ bezeichnet, da sie über viele Jahre am gleichen Standort gedeihen kann.

Ihre Geschichte ist eng mit der bäuerlichen Selbstversorgung verbunden, da sie durch Teilung der Horste leicht vermehrbar ist und über Generationen hinweg als samenfeste Sorte erhalten blieb. Heute wird sie als Symbol für die Bedeutung traditioneller, frei zugänglicher Kultursorten betrachtet und ist sowohl in der asiatischen als auch in der europäischen Küche fest verankert.

 

   Aussehen & Merkmale

Die Pflanze wächst horstig und erreicht eine Höhe von etwa 60 cm. Sie bildet zahlreiche röhrenförmige, hohle Blätter („Schlotten“) und weiße Schäfte. Die Pflanze ist winterhart bis etwa -20 °C und treibt im Frühjahr zuverlässig wieder aus.

Blattdetails:

  • Größe: Groß, ca. 30-40 cm lange Blätter

  • Form: Röhrenförmig, hohl, aufrecht wachsend

  • Farbe: Frisches Blattgrün, weiße Schäfte

  • Textur: Saftig, knackig

  • Geschmack: Mild-würzig, angenehm zwiebelartig, weniger scharf als Küchenzwiebeln


 Verwendung & Anbau-Highlights

Die Blätter und Schäfte eignen sich für den Frischverzehr in Salaten, als Würzkraut und Garnitur. Ihr mild-würziger Geschmack macht sie zu einem vielseitigen Küchenkraut für die ganzjährige Nutzung. Kurz gedünstet oder angebraten sind sie eine feine Beilage, passen in Suppen und Eintöpfe und verfeinern Dips und Aufstriche. In der asiatischen Küche werden sie traditionell in Pfannengerichten und Nudelsuppen verwendet. Die weißen Blüten sind essbar und dekorativ. Junge Schäfte werden wie Frühlingszwiebeln genutzt und ergänzen Omeletts, Reisgerichte und Wok-Gemüse. In Japan und Korea sind sie Bestandteil klassischer Gerichte wie Miso-Suppe oder Kimchi-Pfannkuchen. Auch eingelegt entfalten sie ein feines Aroma, eignen sich für Kräuterbutter und verleihen Grillgerichten Frische. Neben der kulinarischen Nutzung wird die Winterheckenzwiebel traditionell als verdauungsfördernd und stärkend beschrieben.

Dank ihres robusten Wuchses und ihrer Winterhärte wächst die Winterheckenzwiebel zuverlässig im Freiland, Gewächshaus und auch in Töpfen. Sie ist pflegeleicht, bildet kräftige Horste und liefert selbst bei niedrigen Temperaturen stabile Erträge. Besonders hervorzuheben sind die ganzjährige Erntemöglichkeit, die einfache Vermehrung durch Teilung und die attraktiven Blüten, die Insekten anlocken. Sie passt sich unterschiedlichen Böden an, solange diese durchlässig und nicht staunass sind, und gedeiht an sonnigen wie halbschattigen Standorten auch bei wechselnden Wetterbedingungen. Ihre mehrjährige Kultur ermöglicht eine dauerhafte Nutzung am selben Standort, ideal für Selbstversorger und naturnahe Gärten. Zudem ist sie resistent gegen viele Schädlinge und Krankheiten, kommt ohne intensiven Pflanzenschutz aus und bleibt schnittverträglich.

Im Vergleich zu anderen Lauchzwiebeln ist die Winterheckenzwiebel besonders winterhart und mehrjährig – ideal für alle, die samenfestes, ganzjährig erntbares Zwiebelgrün mit zuverlässigem Wuchs und klassischem Geschmack schätzen.

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Ursprung & Anbau im Überblick

Erste Erwähnung:

1. Jahrtausend v. Chr.

Herkunft:

Ostasien

Züchter:

Nicht bekannt – historische Sorte

Vermehrungsort:

Alentejo - Portugal

Geeignet für:

Freiland, Gewächshaus, Folientunnel, Frühbeet, Hochbeet, Balkon / Topf, Urban Gardening, Pflanzsäulen oder gestufte Systeme

Pflegeaufwand:

Gering - pflegeleicht, ideal für Einsteiger.

Überwinterung:

Winterhart - kultivierbar im Freiland.

Besondere Eigenschaften:

Schnell nutzbar, Schnellwachsend, Mehrjährig / wintergrün, Hoher Ertrag / ertragreich, Robust / widerstandsfähig, Pflegeleicht, Lichtliebend / sonnig, Schattenverträglich / halbschattig, Hitzeverträglich, Frosthart / winterhart, Schossfest
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Anbau-Anleitung für

Winterheckenzwiebel

Anbauschwierigkeit:

Leicht
• Im subtropischen Klima ab März sonnig oder halbschattig aussäen - Vorkultur ab Januar möglich.
• In gemäßigten Regionen ab April sonnig bis halbschattig aussäen - Vorkultur ab März möglich, auspflanzen frostfrei ab Mitte April.
• Aussaat in durchlässigen, humusreichen und nährstoffreichen Lehmboden - 1-2 cm tief. Pflanzabstand: 15 × 30 cm.

Anbau Tipps:

• Direktsaat ist empfehlenswert - Jungpflanzen wachsen stabil und kräftig.
• Gute Luftzirkulation schützt vor Blattläusen und Pilzkrankheiten.
• Regelmäßig gießen - gleichmäßige Feuchtigkeit fördert zarte Blätter und mildes Aroma.
• Gleichmäßig feucht halten – Trockenstress führt zu Schossen.
• Die Pflanze nicht vollständig bodennah abschneiden, sondern lediglich die oberen Triebe ernten. So treibt sie erneut aus und ermöglicht mehrere Ernten im Laufe der Saison.
• Wenig düngen - zu nährstoffreiche Böden mindern das Aroma.
• Pflanzenkohle und Urgesteinsmehl verbessern die Bodenstruktur und steigern die Speicherfähigkeit für Nährstoffe und Wasser.

Lagerhinweise:

Saatgut kühl, trocken, dunkel und luftdicht lagern für maximale Haltbarkeit und Keimfähigkeit.
Ausführliche Hinweise zur Lagerung von Saatgut
Plant_Profile_-_Pflanzen_Steckbrief_-_Ficha_da_planta_-_www

Pflanzen-Steckbrief

Pflanzendetails

Botanischer Name:

Allium fistulosum L. ‘Winterheckenzwiebel’

Pflanzenfamilie:

Amaryllidaceae

Pflanzentyp:

Zwiebelgemüse

Lebenszyklus:

Mehrjährig, Ausdauernd

Kulturdauer:

3-5 Jahre

Wuchsform:

Aufrecht wachsend, Krautig, Horstbildend

Pflanzenbreite ca.:

30 cm

Pflanzenhöhe ca.:

60 cm

Wurzeltyp:

Flachwurzler

Winterhart bis:

-20 °C

Kulturelle Bedeutung:

Historisch, Traditionell, Regionale Landsorte

Nutzungseignung:

Frühkultur, Sommerkultur, Herbstkultur, Ganzjahreskultur, Hauptsaison, Spätanbau / Herbsternte, Selbstversorgung, Biodiversität, Sortenerhaltung, Bildungsprojekte / Schulgarten, Direktvermarktung, Frischverzehr, Verarbeitung

Vermehrungsform:

Generative Vermehrung über Samen, Vegetative Ausbreitung, Teilung möglich

Vermehrung:

• Diese Sorte ist fremdbefruchtend durch Insektenbestäubung und gehört zur Art Allium fistulosum.
• Zur Saatgutgewinnung empfiehlt sich ein Mindestabstand von 800–1000 m zu anderen Sorten derselben Art, da Kreuzungen leicht möglich sind.
• Die Pflanze ist mehrjährig – nach der Blüte bildet sie kugelige Blütenstände mit zahlreichen, kleinen und gut ausreifenden Samen.
• Die Samen sind erntereif, sobald die Fruchtstände vollständig eingetrocknet und strohig-brüchig geworden sind.

Aussaat & Pflanzung

Keimtyp:

Dunkelkeimer, Normalkeimer

Saattiefe:

1-2 cm

Keimtemperatur:

15-20 °C

Keimdauer:

10-20 Tage

Topfkultur:

Möglich ab 3 Liter Topfvolumen.

Reihenabstand Baby-Leaf:

Nicht für Baby-Leaf geeignet.

Pflanzenabstand:

15 cm

Reihenabstand:

30 cm

Pikieren / Vereinzeln:

3-4 Wochen, nach Bildung der ersten echten Blattpaare vereinzeln.

Pflanzzeitpunkt:

Vorgezogene Jungpflanzen können ca. 4 Wochen nach dem Pikieren ins Freiland gesetzt werden. Frühestens bei frostfreiem Boden.

Boden

Bodenart:

Durchlässiger, humusreicher sandiger Lehmboden

pH-Wert des Bodens:

6,5-7,5 - schwach sauer bis alkalisch

Nährstoffbedarf:

Mittelzehrer

Bodenfeuchte:

Gleichmäßig feucht, Mäßig feucht, Anpassungsfähig, Staunässeempfindlich

Boden Vorbereitung:

Vor Aussaat lockern, Kompostgabe vor Pflanzung, Unkrautfrei und krümelig vorbereiten, Mulchschicht zur Feuchtigkeitsregulierung

Mischkultur, Fruchtfolge & Ernte

Mischkultur Partner:

Salat, Spinat, Tomate, Gurke, Erdbeere, Möhre, Rote Bete, Dill, Majoran, Kamille, Ringelblume

Schlechte Nachbarn:

Kohlarten, Erbse, Bohne, Zwiebelgewächse, Kartoffel, Sonnenblume

Fruchtfolge-Hinweise:

• Mehrjährig – bleibt mehrere Jahre am Standort.
• Nicht nach anderen Zwiebelgewächsen pflanzen – mindestens 3 Jahre Abstand empfohlen.

Erntezeit:

Frühling, Sommer, Herbst, Winter

Aussaat bis zur Ernte:

2-3 Monate

Ernteteile:

Blätter, Stiele, Blütenstände

Verzehrgeeignet:

Ja - roh oder gegart essbar.

Verwendungszweck:

Diätküche, Low Carb, Würzen / Aromageber, Rohverzehr, Salate, Dünsten, Kochen, Braten, Grillen, Einlegen, Fermentieren, Pürieren, Saft / Entsaften, Gefrieren, Konservieren, Trocknen / Dörren, Begleitstaude, Naturgarten, Dekoration

Pflege & Kulturmaßnahmen

Wasserbedarf:

Mittel

Pflegemaßnahmen:

Bei Direktsaat ausdünnen nach der Keimung, Regelmäßig gießen - auch in Trockenperioden, Lockern & hacken, Düngen, Unkrautfrei halten

Pflanzenschutz:

Luftiger Standort und gute Drainage empfohlen, Mulchen empfohlen

Kulturhinweise:

Bewährt und problemlos im Anbau. In der frühen Entwicklungsphase Schneckenanfällig. Später sind die robusteren Blätter weniger gefährdet. Empfindlich gegenüber Staunässe – gut drainierten Boden verwenden.

Weitere Namen

EN - Englische Namen:

• Welsh onion • Bunching onion • Stone leek

DE - Deutsche Namen:

• Winterheckenzwiebel • Röhrenlauch • Ewige Zwiebel

PT - Portugiesische Namen:

• Cebolinha de inverno

ES - Spanische Namen:

• Cebolla de invierno • Cebolla fistulosa

FR - Französische Namen:

• Ciboule • Cive • Ail fistuleux
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